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Nach der Ausbootung von Müller & Co. – Kroos stellt Löws Personalplanung in Frage

Joachim Löw und Toni Kroos
Foto: FABRICE COFFRINI/AFP via Getty Images

Thomas Müller, Jerome Boateng und Mats Hummels haben bezüglich eines möglichen Nationalmannschafts-Comeback einen prominenten Führsprecher gefunden. So sprach sich Toni Kroos nun dafür aus, dass die formstärksten Spieler zur EM fahren sollten und bemängelte, dass der Plan von Bundestrainer Löw nicht ganz aufgegangen sei.

Wie Müller, Boateng und Hummels gehörte auch Toni Kroos bei der WM 2018 zu den erfahrenen Kräften. Im Gegensatz zu den drei Erstgenannten, blieb der 31-jährige Mittelfeldspieler vom radikalen Umbruch des Bundestrainers verschont. So wollte Löw um die gestandenen Kräfte wie Neuer und Kroos ein junges und hungriges Team aufzubauen. Ein Plan, an dem er noch immer engstirnig festhält. Spätestens seit der 0:6-Pleite gegen Spanien, muss er sich hierfür aber auch einer Welle der Kritik aussetzen. Nun scheint es so, als würde selbst das Team dem eingeschlagenen Weg kritisch hinterfragen. „Ich glaube, dass man am Ende auch ein bisschen vorausschauend planen muss. Ob der Plan vom Trainer bis heute so aufgegangen ist, wie er es damals wollte, stelle ich jetzt einmal in Frage“, erklärte Kroos gegenüber „Sky „bezüglich der Ausbootung des Trios.

Kroos stellt klar: „Als Deutschland darf man kein Turnier herschenken“

Insbesondere weißt Kroos darauf hin, dass man darauf schauen müsse, was das beste für das nächste Turnier ist und welche Spieler am besten zusammenpassen. „Wir dürfen natürlich nicht schauen, dass wir etwas machen, um 2024 erfolgreich zu sein. Denn als Deutschland darf man kein Turnier herschenken, auch wenn die Vorschusslorbeeren nicht groß sein werden,“ stellt er klar.

Worte die auf geradezu sehnlich nach der Rückkehr der beiden Bayern-Stars und Mats Hummels schreien. Jedoch schreckt der Real-Star dann doch zurück, sich öffentlich klar und deutlich für seine Mitstreiter auszusprechen. „Ich selbst bin da ja auch ganz schön befangen, weil ich erstens Spieler der Nationalmannschaft bin, zweitens es Gott sei Dank gar nicht entscheiden muss und drittens einfach mit den Genannten viele Jahre zusammengespielt habe“, schränkt er ein. Dass sich dieser eine Rückkehr des Trios positiv aufnehmen würde, ist nach solchen Aussagen aber dennoch offensichtlich.