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Unvergessene Duelle zwischen Bayern und Dortmund – Teil ll

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Spätestens seit der Meisterschaft 2011 von Borussia Dortmund unter Jürgen Klopp fiebern Fans in Deutschland und weltweit dem Duell zwischen Rot-Weiß und Schwarz-Gelb entgegen. Seit dem CL-Finale 2013 in Wembley ist dieses Duell auch als „The German Clasico“ bekannt. Wir erinnern nochmal an sechs unvergessene Partien der jüngsten Vergangenheit. Hier folgt nun der zweite Teil.



25.05.2013: Robben wird zum Wembley-Held

Als Mitte April das Champions-League-Halbfinale ausgelost wurde, war für viele Experten die Sache klar. Im Finale musste es zum „El Clasico“ kommen. Barcelona bekam es mit den Bayern zu tun und war laut Buchmachern Favorit, für Real Madrid galt dasselbe gegen Dortmund.

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Doch die Experten sollte sich täuschen. Mit drei Siegen und 11:3 Toren wurde das Duell zugunsten der deutschen Mannschaften entschieden. Trotzdem gab es im Finale ein „Clasico“ – „The German Clasico“ wurde erstmals aus der Taufe gehoben.

Im Endspiel begann Dortmund wie die Feuerwehr und zwang Neuer zu der ein oder anderen Parade. Im Laufe der Partie übernahm nach und nach der FC Bayern die Initiative und ging eine halbe Stunde vor Schluss durch Mario Mandzukic in Führung. Ein paar Minuten später stellte sich Dante in einem Zweikampf gegen Marco Reus nicht sehr clever an. Schiri Rizzoli zeigte auf den Punkt und rückblickend kann man sagen, dass Dante und die Bayern Glück hatten, dass er die Gelbe Karte hat stecken hat lassen. Es wäre Dantes Zweite gewesen.

Die Szene des Spiels kennt wohl jeder Mensch, der sich für Fußball interessiert. Boateng schlägt Sekunden vor der regulären Spielzeit das Leder noch mal weit in die Dortmunder Hälfte, Ribéry setzt sich gegen Lukasz Piszczek durch und leitet den Ball per Hacke durch die Schnittstelle. Robben sprintet rein, umkurvt die halbe Dortmund-Abwehr und rollte den Ball mit gefühlt 3 km/h an Weidenfeller vorbei. Der Held von Wembley war geboren.

Die Internationale Presse überschlug sich förmlich nach dem Spiel, so schrieb z. B. die spanische Sport: „Bayern München und Borussia Dortmund errichten dem Fußball ein Monument. Es ist nicht wichtig, wer der Sieger war. Gewonnen hat der Fußball. Gewonnen hat Deutschland. Alle Spieler, alle, hätten auf Schultern vom Platz getragen werden müssen.“

17.05.2014: Pep holt das Double mit dem FCB

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Pep Guardiola machte beim FC Bayern da weiter, wo Jupp Heynckes mit dem Triple aufgehört hatte. Bereits nach 27 Spieltagen und mit 77 von 81 möglichen Punkten (keine Niederlage) tütete der Spanier in seiner Premieren-Saison in der Bundesliga den Titel ein. Wäre da nur nicht dieses unsägliche 0:4 im Rückspiel des CL-Halbfinales gegen Real Madrid gewesen.

Doch zumindest konnten die Bayern im Pokal ihren Titel verteidigen und besiegten Dortmund mit 2:0 nach Verlängerung. Jedoch hätte das Spiel durchaus auch auf die andere Seite ausschlagen können. Schon in den ersten 90 Minuten hatten die Roten Glück, dass Schiri Florian Meyer keinen Elfmeter gegen sie pfiff. Dazu wurde Mats Hummels auch ein Tor zu Unrecht aberkannt. Der Ball war bei Rettungsaktion von Dante deutlich hinter der Linie, einen Videobeweis gab es damals aber noch nicht.

So sollte wieder einmal Robben das entscheidende Tor schießen. In der 107. Minute profitierte Boateng von einem ungenauen Abwurf von Weidenfeller und flankte mustergültig auf den Niederländer, der den Keeper bezwingen konnte. Thomas Müller sorgte in der Nachspielzeit mit einem Wahnsinnssprint noch für das 2:0.

31.03.2018: Bayern schießt Dortmund aus der Arena

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Erster gegen Dritter hieß es am 28. Spieltag der Saison 2017/18. Was wie nach einem Spitzenspiel klang, war aber nicht wirklich eins. Satte 18 Punkte trennten den BVB vom Tabellenführer Bayern. Dortmund brauchte trotzdem unbedingt Zählbares im Kampf um die CL-Plätze. Die Konkurrenten aus Frankfurt, Leverkusen und Leipzig saßen ihnen im Nacken.

Doch so hatten sich die Westfalen den Trip nach München sicher nicht vorgestellt. Mit 0:6 gingen sie an diesem Abend unter. Vor allem in der 1. Hälfte zauberte der Rekordmeister groß auf und führte hochverdient mit 5:0(!) durch die Tore Lewandowski (2), James Rodríguez, Müller und Ribéry. Nach der Pause bekam Dortmund seine Defensive besser in den Griff, lediglich Lewandowski gelang kurz vor Schluss noch der Endstand.

Der kicker vergab nach der Partie 5-mal die Bestnote an Hummels, Müller, James, Ribéry und Lewandowski.