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Die Dauerfehde zwischen Flick und Salihamidzic: So fing alles an

Hasan Salihamidzic und Hansi Flick
Foto: imago images

Die Differenzen zwischen Hasan Salihamidzic und Hansi Flick werden für den FC Bayern zunehmend zum Problemfall. So nimmt es in den seltensten Fällen ein gutes Ende, wenn zwei Führungsfiguren in einem Verein nicht auf einer Wellenlänge sind. Als mögliche Lösung steht ein Abgang von Hansi Flick zum DFB im Raum. Ein Szenario, dass aber sportlich betrachtet mehr einen schweren Schlag gleichen würde als einer wirklichen Lösung. 



In München ist bereits bestens bekannt, dass Sportdirektor Salihamidzic und Trainer Flick vermutlich keine besten Freunde mehr werden. So bemühen sich die beiden Streithähne gar nicht mehr darum, der Öffentlichkeit ein Bild von Harmonie vorzugaukeln. „In einer Ehe, in einer Partnerschaft kann es auch immer mal wieder zu Unstimmigkeiten kommen“, bestätigte der Bayern-Coach zuletzt. Letztendlich ist es aber wichtig, dass Bayern München erfolgreich ist. Brazzo und ich versuchen die Dinge so zu gestalten, dass wir uns beide da auch einbringen“, führte er fort. Worte, die eher nach einer Zweckbeziehung als einer echten Ehe klingen.

Transferstreitigkeiten verschärfen die Lage deutlich

Doch wie konnte es zu den Unstimmigkeiten überhaupt kommen? Laut „Sky“-Reporter Torben Hoffmann fing der Zoff bereits damit an, dass Flick kurz nach seiner Beförderung öffentlich Verstärkungen gefordert hat. Salihamidzic sei diese mediale Schiene jedoch auf Anhieb ein Dorn im Auge gewesen. Deutlich verschärft hat die Angelegenheit schließlich die etwas fragwürdige Kaderplanung in der Sommerpause. So soll sich der Bayern-Coach Callum Hudson-Odoi und Sergino Dest als Neuzugänge gewünscht haben. Der Sportdirektor präsentierte dem Coach jedoch Douglas Costa, Marc Roca, Bouna Sarr und Eric Maxim Choupo-Moting. Vier Spieler, die Hansi Flick nicht unbedingt wollte, ihm aber am Deadline-Day „untergeschoben“ wurden.

Zudem soll Flick auch von Leroy Sane nicht wirklich überzeugt gewesen sein und stattdessen Kai Havertz oder Timo Werner bevorzugt haben. Aufgrund der Ereignisse soll dieser schließlich ein Vetorecht bei Transfers gefordert haben. Auch das kam, wenig überraschend, bei Salihamidzic nicht gut an.

Flick-Abgang scheint möglich

Im Endeffekt ist der Streit der beiden ein Interessenskonflikt zwischen sportlichen Erfolg und finanzieller Gesundheit. Dies ist allerdings nicht ganz unüblich, zumal der Aufgabenbereich der beiden eben genau das umschließt. Daher geht es darum Konflikte zu lösen und im Sinne des Vereins zu handeln. Ein Abgang von Hansi Flick in Richtung Nationalmannschaft wäre eine mögliche Konsequenz aber ganz sicher nicht im Sinne des Vereins. Schlussendlich könnte es aber im Sommer trotzdem dazu kommen. Laut Sky-Reporter Hoffmann sei ein Wechsel zum DFB durchaus möglich, zumal Flick diese Aufgabe reizen soll. Letztendlich wäre dies für den ehemaligen Co-Trainer der Nationalmannschaft die Rückkehr in eine funktionierende Ehe ohne große Streitigkeiten und Ärger um Spielertransfers. Höchste Zeit also für die Bayern-Bosse, die Wogen zu glätten.

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