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Flick erklärt Sane-Dilemma: „Er ist teilweise im Standby“

Leroy Sane
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Als Liebe auf den ersten Blick kann man das Verhältnis zwischen Leroy Sane und Hansi Flick nicht wirklich bezeichnen. So wurden insbesondere in der Hinrunde Klagen laut, dass der Neuzugang nicht die richtige Einstellung an den Tag lege und sein Potenzial verschenkt. Im Verlauf der Rückrunde scheinen Trainer und Spieler jedoch mehr und mehr zusammenzufinden.



Gleich zum Saisonstart legte Leroy Sane beim spektakulären 8:0-Erfolg gegen Schalke 04 ein fantastisches Debüt an den Start. Rückblickend war dies für den Offensivspieler jedoch vielleicht gar nicht so gut, zumal er auf Anhieb an seinen drei Scorerpunkten gemessen wurden. So folgten für den 25-Jährigen im Verlaufe der Hinrunde größere und kleinere Krisen. Zwar zweifelte in München niemand an den großartigen Fähigkeiten des deutschen Nationalspielers, so wurde Kritik an dessen Mentalität dennoch lauter.

Zuletzt gerieten Spekulationen in Umlauf, wonach Flick Havertz oder Werner als potenzielle Neuzugänge vorgezogen haben soll. Gegenüber „Sky“ rechtfertigte sich der Bayern-Coach jedoch. „Es ist zu lesen, dass Leroy nicht mein Wunschspieler gewesen sei, sondern Werner und Havertz. Ich hätte am liebsten alle drei gehabt, aber wir haben uns alle auch für Leroy entschieden“, erklärte er vor der Partie gegen Lazio Rom.

Flick baut auf Saeé: „Er macht den Unterschied aus“

Nach vielen Schwierigkeiten sieht es nun so aus, als würde das Verhältnis zwischen Spieler und Trainer harmonischer werden. Dies liegt daran, dass Sane begriffen hat warum es geht und mit mehr Engagement und einer verbesserter Fitness ins neue Jahr gestartet war. Somit konnte Sane seine Performance zuletzt enorm steigern. „Im Training sieht man immer wieder seine Klasse. Er hat eine Leichtigkeit im Spiel, ist teilweise ein Künstler, der teilweise ein bisschen im Standby ist – das hat er abgelegt“, beschreibt Flick die Wandlung seines Schützlings.

Wettbewerbsübergreifend kommt dieser bislang auf acht Tore und zehn Vorlagen. Kein schlechter Wert für einen Spieler, der ein Jahr kein Pflichtspiel bestreiten konnte. „Ich habe gesagt, wir brauchen Zeit und die hat er bekommen. Jetzt zeigt er, was er kann. Er ist ein Spieler, der den Unterschied ausmacht und wir sind froh, dass wir ihn haben“, lobt der Bayerncoach. Eine erfreuliche Wende, nachdem Sane von so manch einem schon als „Missverständnis“ abgeschrieben wurde.