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Trotz Bayern-Nein: Flick entscheidet am Ende der Saison über seine sportliche Zukunft

Hansi Flick
Foto: imago images

Die Bayern-Bosse haben in den vergangenen Tagen deutlich gemacht, dass man nicht gewillt ist seinen Erfolgscoach am Ende der Saison vorzeitig ziehen zu lassen. Vor allem Karl-Heinz Rummenigge bezeichnete dessen Verbleib als „Fakt“. Aktuellen Medienberichten zufolge ist das Bayern-Nein jedoch nicht in Stein gemeißelt und hängt von primär von Hansi Flick und dessen Wünschen ab.



Im Gespräch mit der „Welt am Sonntag“ hat Rummenigge zuletzt betont, dass ein vorzeitiger Flick-Abschied kommenden Sommer keine Option für die Bayern sei. Auch FCB-intern hat der 65-jährige gegenüber Flick auf die erfolgreiche Zusammenarbeit verwiesen und den klaren Wunsch geäußert diese weiter fortzusetzen. Das Problem: Die Bayern können diese Entscheidung scheinbar nur bedingt beeinflussen.

Flick will die Saisonziele nicht durch seine Zukunftsfrage gefährden

Wie die „Sport BILD“ berichtet, wird sich Flick erst am Ende der Saison mit der Frage beschäftigen ob und wie es mit ihm beim FC Bayern weitergeht. Klar ist: Der Bundestrainer-Job reizt den 56-jährigen nach wie vor. Sein Fokus liegt derzeit aber auf der laufenden Saison mit den Bayern und den sportlichen Zielen. Flick möchte diese nicht durch anhaltende Diskussionen rund um seine Person gefährden. Er selbst wird am Ende entscheiden, ob er in München bleibt oder den Lockrufen des DFB folgt.

Ein klares Nein von seiner Seite für die Löw-Nachfolge gab es bisher noch nicht. Laut der „Sport BILD“ hält sich Flick alle Optionen im Sommer offen und möchte abwarten wie sich die kommenden Monate in München entwickeln. Entscheidend dabei ist laut dem Blatt vor allem die Frage wie die Bayern-Bosse mit seinen „Transferwünschen“ umgehen werden. Die Kaderzusammenstellung ist schon seit Anfang an ein Streitherd zwischen Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic. Sollte es im Sommer erneut zu unterschiedlichen Einschätzungen kommen, ist es nicht ausgeschlossen, dass Flick die Reißleine zieht.

Das Streitpotenzial ist groß: Flick-Abwehrchef David Alaba wird den Verein verlassen, auch Jerome Boateng steht kurz vor einem Abschied. Zudem ist die Zukunft von Niklas Süle weiterhin ungewiss. Die T-Frage rund um Alexander Nübel wird sich im Sommer nochmals zuspitzen und auch Flick-Liebling Tiago Dantas wird Bayern-intern kritisch beäugt. Zudem drücken die Bayern-Verantwortlichen Corona-bedingt auf die Bremse und werden im Sommer keine Mega-Transfers realisieren.

Der DFB wartet auf ein Signal von Flick

Laut Rummenigge hat der DFB den Bayern zugesichert nicht aktiv auf Flick zuzugehen und dessen laufenden Vertrag zu respektieren. Laut der „Sport BILD“ bleibt der 56-jährige dennoch der Wunschkandidat für die Löw-Nachfolge. Oliver Bierhoff & Co. warten demnach auf ein Signal von Flick. Heißt im Klartext: Sollte dieser Bayern-intern seinen Wechselwunsch äußern, haben auch die DFB-Verantwortlichen das „Go“ um mit Flick zu verhandeln bzw. auf die Bayern zuzugehen.