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Enthüllt: Premier League blockiert die geplante CL-Reform, die Bundesliga hat ihr Go gegeben

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Foto: FABRICE COFFRINI/AFP via Getty Images

Schon seit Monaten halten sich hartnäckig die Gerüchte, dass die UEFA Champions League vor einer großen Reform steht. Zuletzt machten Meldungen die Runde, dass der europäische Dachverband bereits diese Woche die Reformpläne offiziell verabschieden möchte. Aktuellen Berichten zufolge wird dies jedoch nicht passieren. Grund: Die englische Premier League hat ihr Veto eingelegt.



Mehrere Medien hatten zuletzt berichtet, dass bei der morgigen Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees eine finale Entscheidung in Sachen CL-Reform fallen könnte. Laut der „BILD Zeitung“ wird diese nun jedoch auf den 19. April vertagt. Demnach besteht durchaus noch Diskussionsbedarf zwischen den einzelnen Verbänden und der UEFA.

Premier League ist unzufrieden mit der Verteilung der Gelder

In den vergangenen Wochen sind bereits zahlreiche Details über die „neue CL“ enthüllt worden. Geplant ist demnach, dass ab der Saison 2024/25 36 statt bislang 32 Teams an der Königsklasse teilnehmen. Zudem soll die Vorrundenphase mit acht Gruppen mit je vier Teams abgeschafft werden und durch ein neues Ligasystem ersetzt werden.

Durch die Erweiterung des Teilnehmerfelds wird es auch mehr Spiele geben und dadurch eine Anpassung des kompletten Fußball-Kalenders in ganz Europa. Genau dieser Punkt sorgt bei den Verantwortlichen der englischen Premier League zu bedenken. Die EPL wird mit 20 Teams und zwei Pokal-Wettbewerben ausgetragen. Auf der Insel gibt es deswegen faktisch keine Winterpause. Mehr CL-Spiele würden den Termindruck auf die Liga und die Vereine nochmals erhöhen. Neben dem drohenden Spielplanchaos gibt es zudem auch Ärger wegen der geplanten Verteilung der Prämien. Auch hier soll die Premier League mit dem aktuellen Verteilschlüssel nicht zufrieden sein.

Bayern und Dortmund haben bereits zugestimmt

Offen ist zudem, wie die vier neuen Startplätze verteilt werden. Gerüchten zufolge soll die Ligue 1 einen zusätzlichen Platz erhalten. Bei den anderen drei muss entschieden werden ob mehr nationale Meister dazukommen oder zusätzliche Top-Teams aus der UEFA-10-Jahreswertung.

Während die Premier League die Reform derzeit noch blockiert, hat die DFL und DFB bereits ihr „Go“ gegeben. Auch die beiden deutschen Verbände waren anfangs skeptisch, sind nun jedoch von den Reformplänen überzeugt. Auch der FC Bayern und Borussia Dortmund sollen bereits zugestimmt haben.