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Bericht: Auch italienische Top-Klubs torpedieren CL-Reform

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Foto: VALERY HACHE/AFP via Getty Images

Ursprünglich wollte die UEFA am heutigen Mittwoch die neue CL-Reform verabschieden. Doch die finale Entscheidung wurde auf Mitte April vertagt. Aktuellen Medienberichten zufolge stellen sich vor allem die Top-Klubs aus Italien und England quer.



Die „BILD Zeitung“ hat gestern berichtet, dass die englische Premier League ihr Veto eingelegt hat bei der bevorstehenden CL-Reform. Demnach haben die Briten vor allem ein Problem mit der Erweiterung des Teilnehmerfelds und der Tatsache, dass dadurch der Spielplan aufgebläht wird. Laut dem „kicker sorgen jedoch nicht nur die englischen Klubs für Zoff, auch aus Italien gibt es immer mehr Widerstand gegen die aktuellen Reformpläne der UEFA.

Ceferin platzt der Kragen

Laut dem Fachblatt geht es den Vereinen wie dem AC Mailand und Juventus Turin primär darum mehr Geld aus der CL abzuschöpfen. Dafür haben diese scheinbar eine neue Gesellschaft gegründet, die sich um die Vermarktung des Wettbewerbs kümmern soll. An dieser Gesellschaft können sich CL-Vereine wiederum beteiligen.

Wie der „kicker“ berichtet, ist dieses Vorgehen bei UEFA-Präsident Aleksander Ceferin alles andere auf Gegenliebe gestoßen. Der Slowene hat seinen Unmut in zahlreichen Videokonferenzen in den vergangenen Tagen kundgetan und betont, dass die UEFA nicht gewillt ist die Vermarktung der CL aus der Hand zu geben.

Sollte es zu keiner Einigung zwischen der UEFA und den Klubs kommen, drohen dieser mit der Gründung einer „Super League“, quasi einem Konkurrenz-Wettbewerb zur CL. Laut BVB-Boss Hans Joachim-Watzke möchte man dieses Szenario mit der CL-Reform verhindern: „Der entscheidende Punkt, warum ich für das Schweizer Modell eintrete, ist, dass es in meinen Augen der einzige Weg ist, um eine Super League der internationalen Topklubs zu verhindern.“

Stand heute ist es geplant die Reform am 19. April offiziell zu verabschieden. Bis dahin müssen jedoch noch einiges Details mit den Klubs geklärt werden.