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Scholl über sein Verhältnis zu Kahn: „Wir mögen uns einfach nicht“

Mehmet Scholl
Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

In seiner Zeit als Spieler war Oliver Kahn gleichermaßen respektiert und gefürchtet. Dies gilt jedoch nicht nur für seine Gegenspieler, sondern auch für seine Teamkollegen. Der Torwart-Titan galt als explosiv und vom Erfolg besessen. Ein echtes Alphatier also, dass sich in seiner langen Laufzeit auch Feinde gemacht hat. Hierzu gehört auch Mehmet Scholl, der jedoch selbst zugibt, ebenfalls kein einfacher Typ zu sein.



In ihrer gemeinsamen Zeit von 1994 bis 2007 gewannen Oliver Kahn und Mehmet Scholl zahlreiche Titel, wobei der Champions-League-Triumph mit Sicherheit der Höhepunkt war. Trotz zahlreicher gemeinsamer Erlebnisse sind die beiden jedoch alles andere als gute alte Weggefährten. Gegenüber der „BILD Zeitung“ verriet Mehmet Scholl, dass zwischen ihm und Kahn Eiszeit herrscht. Der 50-Jährige hegt auch nicht den Wunsch, dass sich das Verhältnis noch mal bessert. „Um Gottes Willen, nein, nein, nein“, antwortete er auf die Frage, ob er in Zukunft an einem Gespräch mit seinem früheren Teamkammeraden interessiert sei.

Doch warum zeigt sich Scholl eigentlich so abgeneigt gegenüber einen Plausch mit einem ehemaligen Mitspieler. „Weil wir uns nicht mögen“, zeigt sich Scholl schonungslos ehrlich. So direkt diese Aussage auch sein mag, tut diese Offenheit auch irgendwo gut.

„Das Verhältnis ist nicht mehr zu kitten“

Das schlechte Verhältnis der beiden Akteure hat sich bereits zu Spielerzeiten entwickelt. Zwischendrin sei das Verhältnis zwar auch mal gut gewesen, jedoch letztlich vieles schief gelaufen. Genauer wollte Scholl nicht auf die Funkstille eingehen. Allerdings bestätigte er, dass das Verhältnis nicht mehr zu kitten sei. „Und zwar beidseitig“, stellt er klar. Allerdings wusste Scholl auch Privates und Sportliches zu trennen. „Ich bin heilfroh und glücklich, dass ich diesen Wahnsinnigen, der er damals im Tor war, hinter mir hatte“, erinnert er sich. Nach der Karriere teilt er sich jedoch ein Schicksal mit zahlreichen ehemaligen Topstürmern dieser Welt. „Ich habe Angst vor Krieg und Oliver Kahn“, so Mehmet Scholl.

Inwiefern diese jedoch berechtigt ist, bleibt fraglich. Zwar war der mehrmalige Welttorhüter als Spieler ein Vulkan, so zeigt er sich bei den Bayern heutzutage eher als Ruhepol. Der 51-Jährige wirkt reif, abgeklärt und fast schon konfliktscheu. Schließlich hat er sich beim großen Zoff zwischen Hansi Flick und Hasan Salihamidzic bislang auffallend zurückgehalten.