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Flick verlässt die Bayern: Folgen nun auch weitere Spielerabgänge im Sommer?

Thomas Müller
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Ein Trainer verlässt einen Klub nur selten alleine. Der Abgang von Hansi Flick könnte folgerichtig auch weitreichende Veränderungen im Bayern-Kader nach sich ziehen. Vor allem die folgenden vier Spieler könnten nach dem Abgang des Trainers ihre Zukunft an der Isar überdenken.



Thomas Müller: Der 31-Jährige fasste unter Flick wieder Feuer

Thomas Müller präsentierte sich nach der Übernahme von Flick wie ausgewechselt. Der 31-Jährige agierte in den letzten 1,5 Jahren als verlängerter Trainerarm und riss seine Mannschaft als Wortführer mit. Vor allem das aggressive Pressing der Münchner passte perfekt zum laufstarken Offensivspieler. Müller zeigte sich effektiv vor dem Tor und endlich wieder gut gelaunt. Unter den Vorgängern Niko Kovac und Carlo Ancelotti war dies deutlich anders. Unter den beiden Ex-Trainern war das bayerische Urgestein nicht mal durchgängig gesetzt. Dies kratzte stark am Ego des Weltmeisters von 2014. Sollte nun also ein Trainer an die Isar kommen, der anders als Hansi Flick, nicht bedingungslos auf ihn setzt, könnte es zu einem Abschied kommen. Ausschließen möchte der Spieler nicht, dass er die Roten eines Tages verlässt. „Es wäre keine Schande, mal für ein anderes Team zu spielen“, bekräftigte er zuletzt in einem Interview.

Kingsley Coman: Vom Sündenbock zum Finalheld

Der Champions-League-Finaltorschütze Kingsley Coman scheint sich auch nicht so sicher zu sein, was die Zukunft für ihn bereithält. Während der Franzose zu Zeiten von Kovac oder Ancelotti mächtig in der Kritik stand, vertraute Flick dem Flügelstürmer zu jeder Zeit. Dieser dankte es ihm mit konstant guten Leistungen und wichtigen Toren. Trotz der Konkurrenz von Gnabry und Sané erklärte der Münchner Trainer in der Hinrunde, dass Coman der derzeit stärkste Außenbahnspieler der Bayern sei. Der 24-Jährige gehört klar zu den Profiteuren des Bayern-Coaches. Ob dies beim Nachfolger genauso wird, bleibt abzuwarten. Klar ist jedenfalls, dass der Tempo-Dribbler schon länger mit einem Abschied in Richtung Premier League liebäugelt. Der Flick-Abschied könnte sich auf die laufenden Vertragsgespräche auswirken.

Joshua Kimmich: Droht die Flucht zu Guardiola?

Abschiedsgedanken hat Joshua Kimmich in den letzten Monaten nicht wirklich geäußert. Trotz allem darf man nicht vergessen, dass der 26-Jährige nur noch bis 2023 Vertrag hat. Unter Flick hatte der Nationalspieler seinen festen Stammplatz als Mittelfeld-Leader. Was unter dem neuen Trainer passiert, steht auf einem anderen Stern. Berücksichtigen muss man auch die starke Verbindung von Pep Guardiola und dem Bayern-Star. Sollte der Katalane eine Chance sehen, Kimmich zu Manchester City zu locken, dürfte er nichts unversucht lassen.

Medienberichten zufolge legt Kimmich großen Wert auf die sportliche Perspektive in München. Sollte er diese unter dem neuen Trainer nicht sehen, könnte die Vertragsgespräche zu einer echten Wackelpartie werden.

Benjamin Pavard: Trotz mäßiger Leistungen bei Flick gesetzt

Benjamin Pavard überzeugte in dieser Saison keineswegs, bekam aber dennoch immer das Vertrauen von Hansi Flick. Der 25-Jährige wird sich jedoch steigern müssen, wenn er seinen Stammplatz die nächsten Jahre behalten will. Es ist durchaus möglich, dass die Bayern auf seiner Position noch aktiv werden und auch Niklas Süle hat es auf der ungewohnten Position nicht schlecht gemacht. Steht Pavard beim neuen Trainer nicht so hoch in der Gunst, birgt auch diese mittelfristig ein Problem für den FCB zu werden.