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Guardiola kritisiert die Super League und UEFA: „Jeder vertritt nur noch seine Interessen“

Pep Guardiola
Foto: imago images

Immer mehr Spieler und Trainer äußern sich zu den Super League-Plänen und zeigen sich dabei einsetzt und schockiert. Auch ManCity-Coach Pep Guardiola hat sich nun erstmals explizit zu der neuen „Superliga“ geäußert und diese kritisiert. Der Katalane ätzte aber zeitgleich auch gegen die UEFA.



Als Spieler bzw. Trainer eines ESL-Gründungsmitglieds ist es derzeit alles andere als einfach die richtigen Worte zu finden. Jürgen Klopp hat gestern die Super League-Pläne, seines eigenen Vereins, durchaus kritisch kommentiert, zeitgleich aber darauf verwiesen, dass er „zu wenige Informationen hat“ und grundsätzlich nichts „mit der Sache zu tun hat“.

Sein Trainerkollege Pep Guardiola, dessen Verein Manchester City ebenfalls ein Gründungsmitglied ist, fand deutlich klarere Worte. Der 50-jährige nahm aber auch die UEFA in die Pflicht und verwies dabei auf den Bayern-Stürmer Robert Lewandowski.

„Es ist kein Sport, wenn der Erfolg schon garantiert“

Auf der Spieltags-PK vor dem morgigen Duell gegen Aston Villa äußerte sich Guardiola wie folgt zu der ESL: „Sport ist kein Sport, wenn kein Verhältnis zwischen Anstrengung und Belohnung existiert. Es ist kein Sport, wenn der Erfolg schon garantiert ist. Es ist kein Sport wenn es nichts ausmacht ob du verlierst.“ Zeitgleich kritisierte dieser die Tatsache, dass es keine sportliche Qualifikation für die Super League gäbe: „Ich möchte den bestmöglichen Wettbewerb, und es ist nicht fair wenn ein Team kämpft und kämpft, am Ende ganz oben steht aber sich nicht qualifizieren kann weil das nur einigen wenigen Vereinen vorbehalten ist.“ Guardiola forderte zudem auf, dass sich die ESL-Gründer selbst zu ihren Plänen und Vorstellungen äußern: „Ich möchte, dass die Leute, die das entschieden haben rauskommen und sich erklären.“

Der Katalane kritisierte aber auch die UEFA und deren Verhalten. Dafür hatte er ein sehr anschauliches Beispiel parat: „Auch die UEFA hat versagt. Sie müssen Dinge klarstellen, kommunizieren. In der wichtigsten Phase der Saison wo wir um Titel kämpfen kann Lewandowski nicht spielen, weil er sich bei Länderspielen verletzt hat. Der UEFA ging es nur darum ihr Business durchzuziehen und Lewandowski konnte nicht spielen. Jeder denkt nur an sich. Jeder vertritt nur noch seine Interessen.“