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Couch-Meisterschaft: Macht Stuttgart die Bayern heute doch noch zum Meister?

Hansi Flick
Foto: imago images

Der Champagner war eigentlich schon kalt gestellt. Vermutlich dachte kaum jemand daran, dass der FC Bayern nach der Mainz-Partie nicht seine 31. Meisterschaft feiern wird. Eine enttäuschende Vorstellung über die komplette Spieldauer hinweg und die folgerichtige 1:2 Niederlage sorgte jedoch dafür, dass die Feierlichkeiten nun erstmal vertagt sind. Eine neue Chance wartet aber bereits heute.



Bei den Bayern war am Samstag um 17:20 Uhr erst mal Frust schieben angesagt, nachdem man die vorzeitige Meisterschaft in Mainz überraschend verpasst hatte. „Ich muss diese Niederlage erst einmal verdauen. Die Mannschaft hat heute auf dem Platz von der Intensität nicht so gewirkt, wie wir das kennen. Es hat etwas langsam ausgeschaut“, kritisierte Bayern-Coach Hansi Flick seine Spieler. Kapitän Neuer, der den enttäuschenden Nachmittag mit einem Patzer eingeläutet hatte, zeigte sich ebenso enttäuscht. „Diese Niederlage trifft uns schwer. Wir haben uns viel vorgenommen, aber gerade in der ersten Halbzeit war das zu wenig“,  betonte er nach dem Spiel sichtlich bedient.

„Schauen natürlich hin“

Was die Meisterschaft angeht gilt jedoch das Prinzip „aufgeschoben ist nicht aufgehoben“. Tatsächlich könnte es nur 24 Stunden nach der Pleite schon so weit sein. Derzeit stehen die Münchner noch zehn Punkte vor RB Leipzig, was bedeutet, dass der Verfolger gegen Stuttgart unbedingt punkten muss. Bei einem Unentschieden hätten die Bayern neben neun Punkten auch noch 18 Tore Vorsprung auf RB, was den Titel zumindest zu 99 Prozent entscheiden würde.

Bei einem Leipziger Sieg müssten sich die Bayern noch mindestens zwei Wochen gedulden, zumal am nächstem Wochenende die Halbfinal-Partien im DFB-Pokal anstehen. Demnach werden die Blicke der Bayern-Profis erst einmal nach Leipzig gehen. „Wir wollen es selbst klar machen, schauen morgen aber natürlich hin“, versicherte Neuer.

Eine Sofa-Meisterschaft gilt nicht unbedingt als begehrenswert, wenngleich in Corona-Zeiten fast schon egal ist, ob man den Titel daheim, auswärts oder auf dem Sofa feiert. Vermutlich müssen sich die Münchner aber ohnehin bis zum Heimspiel gegen Gladbach gedulden, zumal Leipzig-Gegner Stuttgart erhebliche Verletzungsprobleme hat und Vereine im Niemandsland der Tabelle bekanntlich dankbare Aufgaben im Schlussspurt sind.