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Nagelsmann und seine alten Bekannten: Wer profitiert vom neuen Bayern-Coach?

Nagelsmann und Gnabry
Foto: imago images

Alles wird für Julian Nagelsmann nach seiner Ankunft an der Säbener Straße nicht Neuland sein. Dies liegt nicht nur an seiner bayerischen Herkunft und seiner Vergangenheit als Bayern-Fan, sondern auch daran, dass er in München auf mehrere alte Bekannte stoßen wird. Während er mit Dayot Upamecano aktuell in Leipzig zusammenarbeitet, kennt er Serge Gnabry und Niklas Süle aus Hoffenheimer Zeiten. Da stellt sich natürlich die Frage, ob das Trio einen kleinen Startvorteil besitzt. 



Blickt man auf die Vergangenheit und die Gegenwart, so wird man feststellen, dass alle drei Kicker eine erfolgreiche Zeit mit Julian Nagelsmann verbracht haben. Dies ist auch nur logisch, zumal das Trio unter dem 33-Jähigen zu Spielern heranwuchsen, die den Sprung zu den Bayern schafften. Ein Nachteil kann die gemeinsame Vergangenheit also schon mal nicht sein. Allerdings wird der neue Coach streng nach Leistung aufstellen, ohne Rücksicht auf vergangene Tage zu nehmen.

Upamecano freut sich auf Nagelsmann: „Es macht Spaß, mit ihm zu arbeiten“

Dayot Upamecano dürfte es jedoch schon ein wenig leichter haben, bei den Bayern Fuß zu fassen, zumal der Klub für ihn selbst noch Neuland ist. Einen vertrauten Coach zu haben, der einige Abläufe im Vergleich zu Leipzig identisch lassen wird, macht die Eingewöhnung angenehmer. „Es ist schön, weil ich seine Spielphilosophie und seine Art kenne. Es macht Spaß, mit ihm zu arbeiten. Er versteht das Spiel und weiß genau, was gefragt ist. Ich habe große Fortschritte unter ihm gemacht. Vor allem im taktischen Bereich hat er mir geholfen“, betonte dieser jüngst im Gespräch mit dem „kicker“.

Der 22-Jährige weiß aber auch, dass er keinen direkten Bonus besitzt. „Ich starte bei null, wie alle anderen Spieler auch“, erklärt er. Sein Standing dürfte unter Nagelsmann allerdings nicht schlecht sein.

Findet Süle in Nagelsmann den ersehnten Fürsprecher?

Kein gutes Standing hatte zuletzt Niklas Süle. Einen richtigen Fürsprecher scheint der Innenverteidiger im Verein nicht zu haben. Mit Julian Nagelsmann dürfte sich das ändern. Die gemeinsame Zeit in Hoffenheim wird ihn nicht unbedingt dabei helfen, um in die Startelf zu rücken, allerdings könnte es dazu beitragen, dass er einen neuen Vertrag erhält.

Es ist jedenfalls anzunehmen, dass der zukünftige Bayern-Coach nicht unbedingt glücklich darüber wäre, wenn die Bayern seinen Abwehrchef aus vergangenen Tagen vom Hof jagen. Alleine deshalb dürfte die Nagelsmann-Verpflichtung für Süle ein Vorteil sein. Fehlende Einstellung wird dieser aber auch nicht dulden. „Er braucht was zwischen die Hörner“, mahnte der junge Coach schon zu Hoffenheimer Zeiten.

Serge Gnabry unter Nagelsmann in neuer Rolle?

Für Serge Gnabry wird vor allem die System-Frage spannend. Stellt der Coach auf eine Dreierkette um, fällt vorne eine Position weg. Allerdings würden in diesem Falle zwei recht offensiv eingestellte Schienenspieler agieren, wovon Gnabry die rechte Seite einnehmen könnte. Die Rolle kennt der Nationalspieler aus seiner Zeit in Hoffenheim, wo er durchaus zu überzeugen wusste. Es könnte also durchaus sein, dass wir den 25-Jährigen zukünftig etwas defensiver und weiter außen agierend sehen werden.

Wirklich glücklich dürfte er damit jedoch nicht sein, zumal seine Torgefahr unter der neuen Position leiden würde. Immerhin könnte er sich aber den offensiven Konkurrenzkampf entziehen. Nagelsmann als Bayern-Coach könnte für Gnabry Fluch und Segen zugleich sein.