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„Aus Respekt vor Gerd Müller“ – Hamann fordert Lewandowski-Verzicht gegen Augsburg

Robert Lewandowski
Foto: imago images

Mit seinem Treffer gegen den SC Freiburg hat Robert Lewandowski am vergangenen Wochenende den Uralt-Rekord von Gerd Müller eingestellt und kommt nun auf 40 Tore in einer Saison. Der Pole kann sich mit einem weiteren Treffer beim Bundesliga-Finale gegen den FC Augsburg zum alleinigen Rekordhalter machen. TV-Experte Dietmar Hamann würde sich wünschen, dass der 32-jährige Angreifer gegen den FCA nicht zum Einsatz kommt.



Die Lobeshymnen auf Robert Lewandowski klingen langsam ab, könnten in wenigen Tagen jedoch wieder Fahrt aufnehmen. Der Bayern-Stürmer hat mit seinem 40. Saisontreffer am vergangenen Samstag Bundesliga-Geschichte geschrieben und kann diese gegen Augsburg noch fortschreiben.

Kurioserweise gibt es viele Fans, Medien und Experten, die sich wünschen, dass Lewandowski sich gegen den FCA nicht zum alleinigen Rekordhalter macht. Auch Ex-Bayern-Profi Dietmar Hamann gehört dazu.

„Was wäre das für ein Zeichen“

Der TV-Experte äußerte sich bei „Sky90“ wie folgt zu Lewandowski und dem 40-Tore-Rekord von Gerd Müller: „Was würde das für ein Zeichen setzen, an die Welt, an den Fußball, an die Leute, aus Respekt vor Gerd Müller zu sagen: Wir lassen den Lewandowski nicht spielen. Er muss natürlich damit einverstanden sein, dass der Gerd seinen Rekord nicht verliert.“

Lewandowski selbst hat nach dem Freiburg-Spiel betont, was für eine Ehre es für ihn sei mit Gerd Müller auf einer Stufe zu stehen. Im Spiel zollte er dem 75-jährigen, der mit einer schweren Demenzkrankheit im Altersheim lebt, zudem seinen Respekt und jubelte nach seinem Treffer mit einem T-Shirt das Müllers Konterfei und die Aufschrift „4 Ever Gerd“ trug.

Der 32-jährige kündigte aber zeitgleich an, dass er gegen Augsburg versuchen möchte noch mindestens einen Treffer zu erzielen. Ein freiwilliger Verzicht kommt für den Weltfußballer nicht in Frage.

„Das finde ich nicht ganz fair“

Heribert Bruchhagen, der ebenfalls bei „Sky90“ zu Gast war, konnte den Vorschlag von Hamann nicht wirklich nachvollziehen: „Aber Didi, das finde ich nicht ganz fair. Ich verstehe deine Argumente, aber hier wird ein Druck aufgebaut. Das ist zu viel verlangt, was du dir wünscht.“ Der langjährige Fußball-Manager betonte, dass man die beiden Rekorde nicht miteinander vergleichen kann und verwies darauf, dass Müller seinen Legendenstatus nicht verlieren wird: „An Gerd Müller wird niemand kratzen können. Auch nicht Lewandowski, wenn er 42, 43 Tore macht.“