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Kippt die 50+1-Regel in der Bundesliga? Kartellamt schafft bald Klarheit

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Die 50+1-Regel sorgt schon seit Jahren für hitzige Diskussionen in der Bundesliga. Während sich in der Vergangenheit eine große Mehrheit der 36 Profi-Klubs für die Reglung stark gemacht hat, wurden zuletzt immer mehr Stimmen lauter, die eine Reform fordern. Zudem gibt es nach wie vor Zweifel ob die 50+1-Regel rechtskonform ist. Aktuellen Medienberichten zufolge wird sich das Bundeskartellamt hierzu zeitnah äußern.



Die Deutsche Fußball-Liga hat im Sommer 2018 ein Verfahren eingeleitet, um potenzielle kartellrechtliche Bedenken bezüglich der 50+1-Regel auszuräumen. Wie der „kicker“ berichtet, herrscht nun bald Klarheit ob die grundsätzliche Anwendung der Regel rechtskonform ist oder nicht. Demnach wird das Bundeskartellamt Ende Mai/Anfang Juni das Ergebnis ihrer Prüfung vorstellen. Sollte die Behörde Bedenken hierzu äußern, könnte die Regel kippen.

Hainer spricht sich für die Abschaffung der 50+1-Regel aus

Während die europäischen Top-Ligen in England, Italien, Frankreich und Spanien schon seit geraumer Zeit die 50+1-Regel abgeschafft haben, hält die Fussball Bundesliga weiterhin daran fest, dass Investoren nicht Mehrheitsanteile an einem Klub übernehmen dürfen.

Bayern-Präsident Herbert Hainer hat sich in der Vergangenheit bereits offen dafür gezeigt die 50+1-Regel abzuschaffen: „Ich war früher immer ein Befürworter, da ich nicht wollte, dass sich ein Investor als eine Art Selbstdarsteller einkauft. Inzwischen wäre ich eher dafür, 50+1 aufzugeben und den Vereinen die Chance zu überlassen, ihre eigenen Regeln zu machen.“

Auch Kölns Manager Horst Heldt hat im Vorjahr betont, dass man sich im Zuge der Corona-Krise intensiv mit der Regel auseinandersetzen muss: „Ich bleibe Fußballromantiker und möchte mir das auch nicht nehmen lassen. Doch in der Verantwortung, in der ich und andere stehen, ist es wichtig, seine Lehren zu ziehen. Ich glaube, dass es immer sinnvoll ist, in Krisen das ganze System zu hinterfragen.“