FC Bayern News

Für Süle, Tolisso & Co. heißt es Gas geben: Diese Bayern-Stars müssen um ihre Zukunft bangen

Niklas Süle und Corentin Tolisso
Foto: imago images

Der Abgang von Hansi Flick und die Übernahme von Julian Nagelsmann ist für einige Bayern-Profis eine neue Chance sich zu beweisen. Dies gilt vor allem für die Profis, die zuletzt im Hintertreffen waren. Dabei stehen vier Spieler sowie eine ganze Reihe von Leihspielern besonders im Fokus.



Niklas Süle: Angezählt und gebrandmarkt

Niklas Süle hat eine sehr schwere Saison hinter sich. Häufig wurde der 25-jährige Innenverteidiger für seine mangelnde Fitness gescholten. Im Kampf mit Boateng und Alaba zog Süle recht klar den Kürzeren und musste viel Zeit auf der Bank verbringen. Wirklich überzeugend wirkten seine Einsätze zudem auch nicht. Trotz seiner Top-Anlagen hat es der Innenverteidiger den Sprung zum Weltklasse-Innenverteidiger bis dato noch nicht geschafft. Süle fehlte oftmals der letzte Biss, sich wirklich dahingehend zu schinden, um alles aus den Körper herauszuholen.

Derzeit versucht er jedoch mithilfe von intensiven Spezialeinheiten fit für die EM zu werden. Das Turnier wird wegweisend sein, zumal er nicht nur bei den Bayern um einen neuen Vertrag spielt, sondern auch andere Interessenten anziehen könnte. Noch ist Süle bis 2022 an die Münchner gebunden, wenngleich ihn die Münchner lieber dieses Jahr zu Geld machen wollen, als ihn im kommenden Jahr ablösefrei ziehen zu lassen.

Bourna Sarr: Bayern suchen schon nach einen Ersatz

So mancher wird sagen, dass es die acht Millionen für Bouna Sarr wirklich nicht gebraucht hätte. Verdenken kann man es ihnen nicht, zumal der Franzose bislang absolut nicht überzeugen konnte. Im Gegenteil: In den wenigen Minuten Spielzeit, die Sarr erhielt, war er immer ein Wackelkandidat. In München glaubt eigentlich niemand mehr an einen Durchbruch, außer vielleicht der Spieler selbst, der unter Nagelsmann eine neue Chance wittert. Die Bayern würden das Missverständnis vermutlich am liebsten beenden und dabei ein wenig Geld mitnehmen. Die Suche nach einen neuen Rechtsverteidiger soll schließlich schon laufen.

Corentin Tolisso: Verlieren die Bayern die Geduld?

Seit einigen Jahren schleppt sich Corentin Tolisso von einer Verletzung zur nächsten. Kein Wunder, dass der Franzose nie die Leistungen bringen konnte, die er eigentlich drauf gehabt hätte. In den letzten vier Jahren hat der Mittelfeldspieler 80 Pflichtspiele verpasst, weshalb die Geduld der Verantwortlichen langsam am Ende ist. Als konstante und leistungsstarke Nummer drei im zentralen Mittelfeld kann man mit Tolisso schlichtweg nicht mehr planen.

Der Klub würde sich mit Sicherheit nicht beschweren, wenn für Tolisso ein akzeptables Angebot eingeht. Die Chance darauf würde deutlich erhöhen, wenn der Spieler bei der EM für Frankreich eine größere Rolle übernehmen kann. Die Chancen dazu stehen jedoch nicht allzu gut. Die Bayern würden das Geld wohl gerne dahingehend nutzen, um eine dritte verlässliche Kraft fürs Mittelfeld zu verpflichten.

Marc Roca: Neustart unter Nagelsmann?

Trotz zahlreicher Ausfälle im zentralen Mittelfeld durfte der spanische Neuzugang so gut wie nie spielen. Zwischen Flick und Roca schien es irgendwie nie so richtig zu passen, wenngleich der Spieler in seinen wenigen Minuten eigentlich einen ordentlichen Eindruck hinterließ. Bei Roca besteht tatsächlich die Hoffnung, dass er von Julian Nagelsmann profitieren könnte. Gelingt es dem 24-Jährigen, sich im athletischen Bereich zu verbessern, könnte er durchaus eine Alternative werden. Er selbst will seinen Traum beim FC Bayern noch lange nicht begraben. Möglich wäre jedoch ein Leihgeschäft, bei dem sich der Spieler Selbstvertrauen und Spielpraxis zurückholen kann. Noch ist der Neuzugang aus Barcelona immerhin bis 2025 an die Münchner gebunden.

Die Leih-Rückkehrer: Hat nur Richards eine Zukunft?

Die meisten Leihen der Münchner liefen nicht sonderlich erfolgreich, weshalb die Betroffenen gleich unter Druck stehen. Zufrieden kann der Klub lediglich mit Chris Richards sein. Der US-Amerikaner könnte nach seiner überzeugenden Darbietung in Hoffenheim eine Back-up-Rolle übernehmen, oder weiterhin bei der TSG Praxis sammeln. Cuisance und Zirkzee haben bei ihren Leih-Stationen hingegen nicht wirklich etwas gerissen und sind wohl auch keine Typen, die die nötige Bayern-Mentalität mitbringen. Im Falle von Mai, Batista-Meier, Fein und Früchtl fehlt es wohl generell am nötigen Bayern-Niveau. So wirklich setzen kann der Klub demnach nur auf Richards.