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Hainer setzt Nagelsmann unter Druck und fordert die „zehnte Meisterschaft in Serie“

Herbert Hainer
Foto: imago images

Noch weiß Julian Nagelsmann nicht genau, was ihm beim FC Bayern erwartet. Zwar ist der 33-Jährige Druck gewohnt, zumal er mit Hoffenheim einst um den Klassenerhalt spielte und mit RB Leipzig große Ziele verfolgt hat, jedoch ist der deutsche Rekordmeister sicherlich ein anderes Kaliber. Hier lautet das Motto fast schon „Meister werden oder fliegen“. Zudem soll die Meisterschaft souverän geholt werden. Präsident Herbert Hainer macht Nagelsmann demnach auch schon im Vorfeld klar, was er von ihm erwartet.



In drei Wochen wird Julian Nagelsmann bei den Bayern so richtig loslegen und mit den Vorbereitungen auf die neue Saison starten. Vermutlich sprudelt es in seinem vor Fußballverstand strotzendem Gehirn ohnehin schon nur so vor Ideen. Letztlich zählt am Ende aber nur, was schwarz auf weiß auf dem Ergebnis-Tableau bzw. auf der Tabelle steht. Präsident Herbert Hainer kündigte diese Woche an, auch unter dem neuen Coach „die höchsten Ziele, national und international“ anzupeilen.

Hainer will den zehnten Titel in Folge

Was genau das bedeutet ist eigentlich absolut klar. „Natürlich muss es nach unserem fünften Stern der Anspruch sein, die zehnte Meisterschaft in Serie zu gewinnen“, erklärt er im Interview mit dem Vereinsmagazin 51. Damit würden die Bayern endgültig an Juventus Turin vorbei ziehen, die nach neun Titeln in Folge in der abgelaufenen Saison an Inter Mailand scheiterten. Eine vergleichbare Serie hat es ansonsten in den europäischen Top-Ligen nie gegeben. Allerdings haben auch Teile dieser Saison schon gezeigt, dass ein Meistertitel auch in der Bundesliga kein Selbstläufer ist. Herbert Heiner fürchtet den möglichen Angriff von Dortmund mit Haaland und Sancho oder eines anderen Teams nicht. „Die Konkurrent wird es uns zwar auch in Zukunft schwer machen – aber mit unserer Mannschaft habe ich da keine Sorgen“, bleibt der Bayern-Präsident entspannt.

„Der Charakter der Spieler ist einzigartig“

Hainer bereiten auch die Abgänge von Alaba, Boateng oder Martinez keine Sorgen. „Beim FC Bayern ist ein neuer Stamm mit enormen Perspektiven gewachsen. Wir haben jetzt schon viele Spieler in unseren Reihen, die das Zeug für eine neue Ära haben“, freut er sich. „Julian Nagelsmann übernimmt ein Team, mit dem viel möglich ist“, setzt er den Trainer demnach unter Zugzwang. Hoffnung macht Hainer vor allem die Mentalität der neuen Bayern-Generation. „Der Charakter der Spieler ist einzigartig und ich bin fest davon überzeugt, dass wir in Zukunft erfolgreich sein werden“, hält er fest.

Kurz zusammengefasst: Der Bayern-Präsident schmiert den Spielern ordentlich „Honig ums Maul“, während er Nagelsmann bereits im Vorfeld einem ziemlich großen Erwartungsdruck aussetzt.