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Transfer-Hickhack geht in die nächste Runde: Was passiert mit Hakimi?

Achraf Hakimi
Foto: imago images

Die Suche nach einem Rechtsverteidiger zieht sich weiter in die Länge. Geeignete Kandidaten sind rar und solche zu einem annehmbaren Preis ein noch knapperes Gut. Bei einem der seiner absoluten Wunschkandidaten wird der FC Bayern nun wohl den Kürzeren ziehen.



Achraf Hakimi hat sich seit seiner Leihe in die Bundesliga zum Rivalen BVB auf die Wunschlisten diverser Top-Klubs gespielt. Danach zog es den jungen Marokkaner überraschend nach Italien. Seiner Ausbootung durch Real Madrid-Trainer Zinedine Zidane folgte zwangsweise der Wechsel zu Inter Mailand. 40 Mio. Euro ließen sich die Mailänder die Dienste des Nationalspielers kosten. Ein Wechsel, der sich für den Klub doppelt und dreifach gelohnt hat. Hakimi lieferte ab, holte mit Inter den Scudetto (Serie A-Meistertitel) und nun winkt den Mailändern auch noch eine üppige Ablöse für den Außenverteidiger. Der Verkauf von Hakimi ist nämlich schon längst beschlossene Sache, trotz, wie auch gerade wegen seiner Weltklasse-Leistungen.

Inter braucht Transfereinnahmen im Sommer

Auch Inter hat ähnlich wie viele große Klubs aus Spanien und England jahrelang Misswirtschaft betrieben und dem Erfolg schier alles untergeordnet. Auch die Klubfinanzen. Der chinesische Geschäftsmann und Vorstandsvorsitzende von Inter, Steven Zhang, hat die Führungsriege deshalb mit Spielerverkäufen beauftragt und Gelder in Millionenhöhe einzuspielen und die Bilanzen somit aufzupolieren. Rund 70-90 Millionen werden benötigt. Gleich zu Beginn des Transferfensters hat Bayern beim Management des begehrten Ex-Dortmunders vorgefühlt. Die Gespräche verliefen befriedigend. Die Ablöseforderung der Italiener, die sich auf 60 Mio., Tendenz steigend, beläuft, ließ das Interesse aber jäh wieder abkühlen.

Bayern, PSG oder Chelsea?

Um einen Transfer einzufädeln müsste Sportvorstand Salihamidzic also in höchstem Maße kreativ werden. Ein Leihgeschäft mit Kaufpflicht, ein Ratenmodell, Ablöse plus Spielertausch (Kandidaten wären Tolisso, an dem Inter schon letzten Sommer interessiert war und/oder Sarr) wären zwar für Bayern attraktiv, werden von Inter aber strikt abgelehnt. Deshalb dürfen sich nun Chelsea London und Paris SG Hoffnungen auf eine Verpflichtung machen. Die Ablöse wäre für beide problemlos zu stemmen. Angebote über 60 Mio. von beiden Klubs sind bereits bei Inter eingegangen. Ein Wettbieten bahnt sich an, das die Bayern nur gewinnen können wenn das viel zitierte Festgeldkonto geplündert, und die Transferphilosophie des FCB über Bord geworfen wird. Ein Szenario, dass so auf keinen Fall eintreten wird. Deshalb leider: Daumen runter für einen möglichen Hakimi-Wechsel zum FCB.