FC Bayern News

Matthäus kritisiert Löw: „Er sollte gegen Portugal auf das Bayern-System setzen“

Joshua Kimmich
Foto: imago images

Mit der 0:1-Auftaktpleite gegen Frankreich hat die deutsche Nationalmannschaft keinen guten Start in die EURO hingelegt. Auch wenn die DFB-Elf über weite Strecken der Partie durchaus mit der Equipe Tricolore mithalten konnte, war die Kritik nach dem Spiel groß. Vor allem das taktische System von Bundestrainer Joachim Löw stand dabei im Fokus. TV-Experte Lothar Matthäus fordert, mit Blick auf das zweite Gruppenspiel gegen Portugal, ein Umdenken von Löw.



Die Dreierkette und die grundsätzlich sehr defensiv geprägte Formation gegen Frankreich sorgen derzeit für viel Diskussionen rund um die deutsche Nationalmannschaft. Auch die Tatsache, dass Joshua Kimmich von Löw als Rechtsverteidiger eingesetzt wurde stößt bei vielen Fans und Experten auf Unverständnis.

„Kimmich sollte wieder auf die Sechs“

Auch Lothar Matthäus kann die personellen und taktischen Entscheidungen des Bundestrainers nur bedingt nachvollziehen und wünscht Veränderungen für das Spiel gegen Portugal am kommenden Samstag: „Jogi Löw sollte gegen Portugal auf das Bayern-System setzen. Kimmich sollte wieder auf die Sechs. Die Galligkeit, die ein Pogba oder Kanté bei Frankreich gezeigt haben, hat mir in unserem Zentrum gefehlt. Da sehe ich nur Kimmich, der auf dieser Position mit seiner Aggressivität Akzente setzen kann.“

Unterstützung erhält Matthäus von Ex-Bayern-Spieler Mehmet Scholl, auch der wünscht sich einen Bayern-Block im Mittelfeld sieht: „Ich brauche einen Block im Zentrum. Was hat sich bewährt? Kimmich, Goretzka!“

„Wir haben genug Offensivkräfte auf dem Platz gehabt“

Nicht nur die Fans und Experten sind mit der taktischen Ausrichtung der DFB-Elf unzufrieden. Auch Ilkay Gündogan wünscht sich eine offensivere Grundaufstellung: „Ich als jemand, der sehr gerne offensiven Fußball spielt, erhoffe mir, dass wir gegen Portugal mehr nach vorne spielen!“

Bundestrainer Löw hingegen kann die Kritik nicht ganz nachvollziehen: „Wir hatten statt vier Verteidiger nur drei, mit Kroos und Gündogan zwei eher offensiv ausgerichtete Mittelfeldspieler. Mit Havertz, Müller und Gnabry noch mal drei Offensive, die aus dem Zentrum agieren. Also wir haben genug Offensivkräfte auf dem Platz gehabt.“