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Heynckes über Süle: „Wenn er seine Lebensführung anpasst, wird er ein Top-Innenverteidiger“

Niklas Süle
Foto: imago images

Niklas Süle steht derzeit an einem Scheideweg in seiner Karriere. Der 25-jährige Abwehrspieler wird immer wieder mit einem Abschied vom FC Bayern in Verbindung gebracht, aber auch eine Vertragsverlängerung in München ist nach wie vor möglich. Ex-FCB-Coach Jupp Heynckes hat den Innenverteidiger in die Pflicht genommen.



Im Sommer 2017 wechselte Süle von der TSG Hoffenheim zum FC Bayern. Der gebürtige Frankfurter galt damals als eines der vielversprechendsten Abwehrtalente im deutschen Fußball und war mit Anfang 20 bereits Teil der A-Nationalmannschaft. Knapp vier Jahre später kämpft Süle um (s)einen Platz beim Rekordmeister. Der Innenverteidiger ist in den vergangenen Jahren immer wieder zwischen Ersatzbank und Startelf gependelt. Ein Kreuzbandriss hat zudem dafür gesorgt, dass er lange Zeit außen vor blieb.

Für den ehemaligen Bayern-Trainer Jupp Heynckes ist Süle ein „spezieller Fall“. Der 76-jährige hat den Abwehrspieler für dessen Lebensführung kritisiert, hofft jedoch nach wie vor, dass er die Kurve in München kriegt.

„Er kann sich ein Beispiel an Lewandowski oder Kimmich nehmen“

Heynckes kennt Süle noch bestens aus gemeinsamen Zeiten beim FCB. In der Saison 2017/18 spielte der Abwehrhüne knapp eine Saison und der Trainer-Legende. Im Gespräch mit dem „kicker“ nimmt Heynckes Süle in die Pflicht: „Man muss den jungen Spielern vertrauen und vor allem mit ihnen arbeiten. Ein spezieller Fall ist Niklas Süle. Wenn er absolut professionell arbeitet und seine Lebensführung seinem Beruf anpasst, wird er ein Innenverteidiger von internationalem Top-Format.“

In den vergangenen Monaten machten immer wieder Gerüchte die Runde, wonach Süle keinen „professionellen Lebensstil“ pflegen würde. Der 25-jährige soll demnach regelmäßig Gewichtsprobleme haben. Süle selbst hat dies zuletzt deutlich dementiert: „Irgendein Schwätzer hat das gestreut – und die Leute übernehmen das. Süle wieder zu schwer‘, das liest sich gut, da wird zwei Monate lang drüber gesprochen, und die Leute lachen. Es stimmt aber nicht.“

Klar ist jedoch auch: Die Kritik kommt nicht von irgendjemanden, sondern von einem ehemaligen Trainer, der täglich mit ihm zusammengearbeitet hat. Laut Heynckes gibt es für Süle genügend Vorbilder beim FC Bayern an den er sich in Sachen Lebensführung und Trainingseifer orientieren kann: „Er kann sich jeden Tag beim FC Bayern ein Beispiel an Lewandowski oder Kimmich nehmen.“

Zukunft beim FC Bayern ist weiterhin offen

Ob Süle jedoch die Chance erhält dies zu tun ist weiterhin offen. Laut Sportvorstand Hasan Salihamidzic laufen die Gespräche weiterhin. Der 43-jährige deutete aber an, dass diese in „die eine oder andere Richtung“ gehen können. Heißt im Klartext: Eine Vertragsverlängerung ist genauso möglich wie ein vorzeitiger Abschied diesen Sommer.

Süle hat einen auslaufenden Vertrag beim FCB. Sollte er keinen neuen Arbeitsvertrag unterzeichnen im Sommer, werden die Bayern-Bosse auf einen Verkauf drängen, um wenigstens noch eine Ablöse zu generieren. Gerüchten zufolge wären die Münchner ab 20 Mio. Euro gesprächsbereit.