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Erschreckende Statistik: Insgesamt 45 Spieler haben sich bei der EURO verletzt

Frankreich EM 2021
Foto: imago images

Für die Fans ist die Fußball-Europameisterschaft seit knapp einer Woche beendet. Die Vereine und Spieler werden sich jedoch noch längere Zeit mit den Nachwehen der EURO rumschlagen müssen. Wie die UEFA bekannt gegeben hat, haben sich insgesamt 45 Spieler bei dem Turnier verletzt.



Schon lange vor der EM 2021 gab es viele Stimmen, die sich kritisch über die Anzahl der Spiele und die großen Reisestrapazen geäußert haben. Trotz Corona-Pandemie hielt die UEFA jedoch an ihrem pan-europäischen Turnier fest. Die 51 EM-Spiele wurden in insgesamt elf Ländern ausgetragen. Teilweise gab es Mannschaften die ihre drei Vorrundenspiele an drei unterschiedlichen Spielorten ausgetragen mussten.

Viele Spieler sind bei dem Turnier an ihr körperliches Maximum gegangen und einige sogar darüber. Dies zeigt vor allem die Anzahl an verletzten Spielern während der Fußball-Europameisterschaft.

Fast ein Spieler hat sich pro EM-Spiel verletzt

Die UEFA unterteilte die Ausfälle während der EURO in vier Kategorien. Ein Großteil davon, über zwei Drittel, waren Muskel- oder Knochenverletzungen. Zudem wurden weitere Ausfallgründe wie Corona-Infizierungen oder der Zusammenbruch von Dänemarks Christian Eriksen gelistet. Laut dem europäischen Dachverband haben sich insgesamt 45 Spieler während der EURO verletzt. Heißt im Klartext: Bei fast jedem Spiel gab es einen Verlezten.

Auch den FC Bayern bzw. Lucas Hernandez hat es erwischt. Der Franzose kehrte mit einem Meniskusrissnach München zurück. Hernandez wurde operiert und fällt nun wochenlang aus. Besonders schlimm hat es das belgische Team mit insgesamt sieben Verletzungen getroffen

Neben Christian Eriksen, gab es auch viele schwere Verletzungen: Italiens Leonardo Spinazzola (Achillessehneneinriss) sowie Ukraines Artem Basedin (Kreuzbandrisse) werden monatelange ausfallen und in dieser kommenden Saison vermutlich gar nicht mehr zum Einsatz kommen.

„Damit müssen wir leben“

Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidzic äußerte sich vergangene Woche über den Ausfall von Hernandez. Auch wenn der 43-jährige alles andere als begeistert ist, gibt es laut dem Bosnier kaum Möglichkeiten für die Klubs dem entgegenzuwirken: „Es ist immer unglücklich, wenn sich die Spieler dann bei der Nationalmannschaft verletzten. Aber damit müssen wir leben.“

Laut Oliver Schmidtlein, ehemaliger Physiotherapeut des FC Bayern und des DFB, war die hohe Anzahl an verletzten Spieler vorherzusehen: „Die Belastung ist schlichtweg enorm. Sie war speziell die vergangenen beiden Spielzeiten so hoch, dass man sie auch nicht mehr durch verstärkte Regenerationsmaßnahmen auffangen konnte.“