Bundesliga

Reus rudert zurück: „Natürlich ist der FC Bayern das Maß aller Dinge“

Marco Reus
Foto: imago images

Wieder einmal stellt sich die Liga die Frage, ob in der kommenden Saison ein Weg am FC Bayern vorbei führt. Aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit für Julian Nagelsmann und das Team scheint die Gelegenheit für Dortmund oder Leipzig durchaus gegeben zu sein, den Serienmeister mehr als nur in Bedrängnis zu bringen. BVB-Kapitän Marco Reus sieht den deutschen Rekordmeister noch immer als Titelfavoriten, untermauert aber auch die eigenen Ansprüche.



Seit den Spielzeiten 2011 und 2012 sind die Dortmunder dem FC Bayern im Meisterschaftskampf nicht mehr wirklich gefährlich geworden. Dies lag vor allem an der fehlenden Konstanz der Borussen und zahlreichen Punktverlusten gegen vermeintlich schwächere Gegner. In der kommenden Saison soll damit Schluss sein: „Wenn ein Verein wie Borussia Dortmund diese Ziele nicht hat, dann weiß ich nicht, wovon wir sprechen sollen“, untermauert Reus gegenüber „Sky“ seine Ambitionen auf den Titelkampf.

„Wir müssen aber natürlich Spieltag für Spieltag alles auf den Platz bringen“

Allerdings weiß der Routinier auch, dass der FC Bayern nach neun Titelgewinnen infolge als Favorit in die neue Spielzeit geht: „Natürlich wissen wir, dass Bayern immer noch das Maß aller Dinge ist“, bleibt der Offensivspieler realistisch. Trotz allem denkt er nicht daran, die Ambitionen vorzeitig aufzugeben: „Jedes Jahr ist immer alles möglich. Wir müssen aber natürlich Spieltag für Spieltag alles auf den Platz bringen“, fordert der 32-Jährige. Dies gilt für die kommende Saison vermeintlich in besonderem Maßen, zumal Julian Nagelsmann noch keine Gelegenheit hatte, seine Vorstellungen und Ideen mit dem kompletten Team zu teilen.

Reus setzt für den Kampf gegen die Bayern vor allem auf die Karte „Mentalität“. Diese schwankte im Vorjahr doch erheblich, wenngleich das Team insbesondere in der Champions League durchaus Eindruck hinterlassen hat. „Wie wir auf dem Platz standen und mit dieser Energie dem Gegner unser Spiel aufgezwungen haben, das ist das, was wir uns vornehmen müssen. Wir sind eine Truppe, die liefern kann, wenn sie muss. Wir müssen aber den Schalter mal umlegen, dass wir immer liefern können“, erkläre der 32-Jährige.

Über 34 Spieltage gesehen ist dies auch zwingend notwendig, um den FC Bayern überhaupt ein wenig Sorgen bereiten zu können.