Bundesliga

Unentschieden gegen Gladbach: 3 Erkenntnisse zum Liga-Auftakt

Thomas Müller
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Der FC Bayern hat den Bundesliga-Auftakt gegen Borussia Mönchengladbach mit einem 1:1 Unentschieden relativ ordentlich hinter sich gebracht. Gegen die Fohlen wechselte beim Nagelsmann-Team Licht und Schatten, was nach der kurzen Vorbereitungszeit nicht verwunderlich war, ab 



1. Dayot Upamecano ist noch kein Abwehrchef

Der Münchner Königstransfer Dayot Upamecano konnte der Bayern-Defensive noch nicht die erhoffte Stabilität verleihen. Der 22-jährige Franzose kam beim 0:1 knapp zu spät gegen den Vorbereiter Lars Stindl und hatte in der Endphase gleich zweimal Glück, dass er mit seinem ungeschickten Verhalten keine Elfmeter verursachte.

Zudem zeigte er sowohl im Spielaufbau als auch gegen den schnellen und körperlich starken Thuram Probleme. Deutlich souveräner agierte hingegen Nebenmann Niklas Süle, der sich in den Zweikämpfen resulut und mit dem Ball sicher präsentierte. Dennoch hatte die Viererkette durchaus noch einige Probleme, was nach den Abgängen von Boateng und Alaba sowie der Verletzung von Hernandez aber auch nicht überraschend.

2. Spuren des Flick-Fußballs noch klar erkenntlich

Aufgrund der späten Rückkehr der EM-Fahrer hatten Julian Nagelsmann und die Spieler nur wenig Zeit, einander kennen zu lernen. Demnach erklärte der Coach schon im Vorfeld, dass er zunächst an die Taktik von Hansi Flick anknüpfen möchte und erst nach und nach seine Ideen einfließen lassen wird. In der Partie gegen Gladbach bestätigte sich die Aussage des 34-Jährigen. Die Bayern spielten mutig und stellten mit einem aggressiven Pressing den Gegner unter Druck. Allerdings hatte die hoch stehende Abwehr, wie bereits häufig in der Vorsaison, Probleme bei Ballverlusten und schnellen Kontern. Das von Nagelsmann gerne genutzte System mit Dreier-/Fünferkette fand ebenfalls noch keine Anwendung.

3. Bayern noch mit konditionellen Problemen

Über 70 Minuten lang kontrollierten die Münchner das Geschehen klar und hätten eigentlich deutlich in Führung gehen müssen. Rein spielerisch zeigten sich die Bayern-Akteure  gewohnt sicher und kreativ, wodurch sich das Team zahlreiche Chancen erarbeitete. Trotz der kurzen Vorbereitungszeit schien auch die Abstimmung schon recht gut zu stimmen. Allerdings taten sich in der Schlussphase konditionelle Mängel hervor.

Nach zahlreichen vergebenen Chancen der Münchner, war in der Schluss-Viertelstunde eher Gladbach am Drücker. Immer wieder kamen die Bayern im Zweikampf zu spät und ließen auch die geistige Frische etwas vermissen. Nach der kurzen Vorbereitungszeit war aber mit diesem Szenario noch zu rechnen. Nun gilt es für die Bayern-Stars über den Spielrhythmus die nötigen letzten Prozente herauszukitzeln