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Eduardo Camavinga und der FC Bayern: Ein Flirt ohne Happy End

Eduardo Camavinga
Foto: imago images

Der FC Bayern zog lange Zeit eine Verpflichtung von Eduardo Camavinga in Betracht. Am Ende bekam jedoch Marcel Sabitzer den Zuschlag. Camavinga wechselte indes zu Real Madrid. Wie nun bekannt wurde, hatten die Münchner keine wirkliche Chance im Camavinga-Poker.



Neben Saul Niguez und Marcel Sabitzer war der junge Franzose laut Transfer-Experte Fabrizio Romano einer der aussichtsreichsten Kandidaten für das FCB-Mittelfeld diesen Sommer. Der Mittelfeldstar passte genau ins Profil: jung, dynamisch, offensiv wie defensiv einsetzbar, immer mit Zug zum Tor. Medienberichten zufolge war Camavinga Teil des „Schattenteams“ von Hasan Salihamidzic. Dabei handelt es sich um eine Auswahl von als bayerntauglich eingestuften Spielern, die die Transferabteilung des FCB über die Jahre zusammengetragen hat. Es blieb bei einer losen Kontaktaufnahme mit dem Berater des jungen Franzosen. Die Gespräche blieben ohne Ergebnis.

Starke Konkurrenz und die Finanzen verbauten Transfer

Ein Grund für das Scheitern des Transfers war erneut das liebe Geld. Eine Ablösesumme von 30 Mio. Euro exklusive Beraterhonorar, dazu die alles andere als verhaltenen Gehaltsforderungen des Spielers, waren dem FC Bayern in Zeiten der Corona-Pandemie zu viel. In der Rückschau waren der FCB, wie auch Mitbewerber Paris Saint-Germain ohnehin von Anfang an chancenlos im Poker um Camavinga. Die Entscheidung des Talents war nämlich in erster Linie keine gegen den FC Bayern oder PSG, sondern für Real Madrid.

Camavinga und Real Madrid: Eine Liebeshochzeit

Camavinga macht keinen Hehl daraus, dass sein größter Traum seit Kindheitstagen darin bestand eines Tages im Trikot der „Galaktischen“ aufzulaufen. Dafür nahm der Neuer-Madrider sogar in Kauf, im Zweifelsfall weniger Gehalt einzustreichen. Das Vertragsangebot der Pariser soll jenes der „Königlichen“ in Sachen Gehalt nämlich überboten haben laut Romano. Der kommende Starspieler lehnte jedoch ab und schloss sich zu niedrigeren Bezügen Real Madrid an. Wenn der Fall Camavinga für den FC Bayern auch schmerzhaft sein mag, so gibt er doch Grund zur Hoffnung, dass Geld im heutigen Fußball doch nicht alles ist. Dem neutralen Zuschauer wird Camavinga jedenfalls, nun also im Trikot Reals, noch viel Freude bereiten.