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Ballack, Ze Roberto, Kroos & Co. – Diese Bayern-Stars spielten einst auch für Bayer Leverkusen

Ze Roberto und Michael Ballack
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Der FC Bayern ist heute Nachmittag (15:30 Uhr, live auf DAZN) zu Gast bei Bayer Leverkusen. Die beiden Teams haben sich in den vergangenen Jahren nicht nur packende Duelle in der Bundesliga geliefert, die beiden Klubs sind auch durch zahlreiche Transfers „miteinander verbunden“.



Die Bayern genießen den schlechten Ruf, dass sie ihre direkten Konkurrenten in der Bundesliga gerne Mal schwächen, in denen man ihnen die besten Spieler wegkauft. Dieser Vorwurf kam zuletzt auf, als man mit Marcel Sabitzer und Dayot Upamecano zwei Spieler von RB Leipzig verpflichtet hat. Auch Borussia Dortmund kann davon ein Lied singen und musste in den vergangenen Jahren Spieler wie Mario Götze, Mats Hummels oder Robert Lewandowski nach München ziehen lassen. In den 00er Jahren bedienten sich die Bayern-Bosse des Öfteren bei Bayer Leverkusen.

Die Liste an Spielern, die für die Werkself und für die Bayern gespielt haben, ist groß. In Summe sind es stand heute 14 Spieler. Nachfolgend haben wie die spektakulärsten Transfers aufgelistet.

Michael Ballack

Michael Ballack
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Drei Jahre lang stand Michael Ballack bei Bayer Leverkusen unter Vertrag, ehe er im Sommer 2002 zum FC Bayern wechselte. In Leverkusen wurde der „Capitano“ zu einem der torgefährlichsten Mittelfeldspieler der Welt. In der Saison 2001/02 führte Ballack die Werkself bis ins CL-Finale, dort musste man sich knapp Real Madrid geschlagen geben.

Besonders kurios: In der Saison 1999/00 hat Ballack den Bayern, mit einem Eigentor am letzten Spieltag gegen Unterhaching, maßgeblich zum Meisterschafts-Titel verholfen.

Ballack verließ die Bayern 2006 in Richtung Chelsea und feierte 2010 sein Comeback für Leverkusen. Zwei Jahre später beendete dieser seine aktive Laufbahn.

Ze Roberto

Neben Ballack wechselte auch Ze Roberto 2002 zum deutschen Rekordmeister. Der Brasilianer spielt insgesamt vier Jahre für Bayer und gehörte in dieser Zeit zu den Leistungsträgern. Ähnlich wie Ballack konnte der Mittelfeldspieler jedoch keinen Titel mit Leverkusen gewinnen und ist Teil der Generation „Vizekusen“.

Interessant: Ze Roberto verließ, wie Ballack, den FCB 2006. Nach einer Saison in seiner brasilianischen Heimat feierte er jedoch ein Comeback in München und blieb weitere drei Jahre.

Lucio

Mit Lucio wechselte 2004 ein weiterer Brasilianer vom Rhein an die Isar. Der kompromisslose Innenverteidiger blieb insgesamt fünf Jahre und sorgte mit seinen Offensivläufen immer wieder für viel Aufsehen.

Lucio
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Bitter aus Bayern-Sicht: Unmittelbar nach seinem Wechsel von den Bayern zu Inter konnte Lucio mit der Nerazzurri die Champions League gewinnen. Die Italiener setzten sich im Finale, mit Lucio, gegen die Münchner durch.

Niko und Robert Kovac

Niko und Robert Kovac wechselten im Sommer 1996 beide gemeinsam zu Bayer Leverkusen. Während es Niko drei Jahre später zum Rekordmeister zog, folgte sein älterer Bruder 2001. Die beiden Kroaten spielten zwei Jahre zusammen, ehe Niko zurück zur Hertha wechselte. Robert blieb noch zwei Jahre länger und verließ die Münchner 2005 in Richtung Juventus Turin.

Im Sommer 2018 kehrte beiden noch einmal zurück an die Säbener Straße: Niko Kovac wurde neuer Cheftrainer, sein Bruder agierte als Co-Trainer.

Paulo Sergio

Paulo Sergio
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Paulo Sergio ist ein weiterer Brasilianer, der über Leverkusen den Weg nach München fand. Der Offensivspieler wechselte jedoch 1997 zunächst von Bayer zur AS Rom und zwei Jahre später zum Rekordmeister. Sergio blieb insgesamt drei Jahre beim FCB und verließ den Klub nach dem CL-Triumph 2002 in Richtung Vereinigte Arabische Emirate.

Jorginho

Jorginho hat die Tradition der „brasilianische Leverkusener“ beim FC Bayern Anfang der 90er Jahre gestartet. Der Rechtsverteidiger wechselte 19912 nach München. Jorginho absolvierte 80 Spiele (sechs Tore, 17 Vorlagen). Wurde 1994 als Bayern-Profi Weltmeister mit Brasilien. In der Winterpause 1994/95 verließ er die Bayern in Richtung Japan.

Toni Kroos

Toni Kroos ist einer der weniger Spieler, die einst vom FC Bayern nach Leverkusen wechselten. In der Saison 2009/10 spielte der Mittelfeldspieler für ein Jahr auf Leihbasis für Bayer und schaffte dort den großen Durchbruch in der Bundesliga. Im Anschluss kehrte er zum FCB zurück und gewann zwei Jahre später die CL mit den Münchnern. 2014 folgte der Abschied in Richtung Real, wo Kroos nach wie vor unter Vertrag steht.

Toni Kroos
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Emre Can

Emre Can hat einen ähnlichen Weg eingeschlagen. Der deutsche Nationalspieler wurde einst in der Jugend beim Rekordmeister ausgebildet und absolvierte vier Spieler für die Bayern. Im Sommer 2013 wechselte Can zu Bayer Leverkusen. Bei der Werkself spielte der Defensiv-Allrounder groß auf. Ähnlich wie Kroos zog er ein Jahr bereits weiter, schloss sich jedoch dem FC Liverpool an. Aktuell spielt Can für Borussia Dortmund.

Arturo Vidal

Arturo Vidal ist der letzte Spieler, der von Leverkusen nach München wechselte. Im Sommer 2015 schloss sich der Krieger den Bayern an und blieb drei Jahre. Der Chilene bestritt 79 Spiele und gewann dreimal die deutsche Meisterschaft mit dem FCB. Zudem avancierte er dank seiner leidenschaftlichen Spielweise schnell zum Publikumsliebling in München.

Weitere Spieler die für Leverkusen und Bayern gespielt haben: Hans-Jörg Butt, Mitchell Weiser, Landon Donovan und Alois Reinhardt