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Salihamidzic äußert sich zu Boateng-Abgang: „Dass ich ihn nicht mochte, ist totaler Schwachsinn“

Hasan Salihamidzic
Foto: Getty Images

Die Causa Jerome Boateng war in der vergangenen Saison sicherlich mit ein Grund für die Streitigkeiten zwischen Hasan Salihamidzic und Hansi Flick. Besonders unglücklich war der Zeitpunkt der Verkündung, dass man sich von dem verdienten Abwehrspieler trennen wird. Unmittelbar vor dem Champions-League-Spiel gegen Paris ließ der Münchner Sportvorstand die Fußballwelt wissen, dass Boateng die Bayern nach zehn Jahren verlassen muss. 



Hasan Salihamidzic musste sich einiges anhören, nachdem der Abschied von Boateng offiziell wurde. Während Flick, der sich für einen Boateng-Verbleib stark machte, am Mikrofon vor dem Paris-Spiel auf dem falschen Fuß erwischt worden schien, zeigte sich ein großer Teil der Fangemeinde erbost darüber, wie mit dem verdienten Spieler umgegangen wurde. In der Amazon-Doku „FC Bayern – Behind the Legend“ rechtfertigte sich Salihamidzic nun für sein Handeln.

„Ich finde es ein bisschen unglücklich“

„Bei Bayern München entscheiden wir in der Gruppe, nicht nur eine Person. Dass es nun nach außen kam, dass ich ihn nicht mochte, ist totaler Schwachsinn“, setzte er sich zu Wehr. Tatsächlich ist zu bedenken, dass Rummenigge und Hoeneß in den Jahren davor schon durch Hintereingang verabschieden wollten und der Spieler in der Führungsetage nicht das höchste Standing hatte.
Der Bosnier rechtfertigte außerdem den ungünstigen Zeitpunkt für die Entscheidung. „Er hat zwei Kinder und Familie, er muss planen und da war es für mich wichtig, dass er das erfährt“, erklärte er.

Der Spieler selbst scheint jedoch von der Art und Weise seines Abschieds noch immer ein wenig verletzt zu sein. „Zehn Jahre – kann man mal so machen. Ich finde es ein bisschen unglücklich und die Art und Weise geht sicherlich auch besser, aber so ist das“, äußerte sich Boateng ebenfalls in der Amazon-Doku.