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Bericht: Der FC Bayern erwägt Gehaltskürzungen für Joshua Kimmich & Co.

Joshua Kimmich
Foto: Getty Images

Das aktuelle Corona-Chaos beim FC Bayern hält den Klub, die Spieler und die Fans derzeit gewaltig in Atem. Insgesamt fünf FCB-Profis befinden sich seit Dienstag in Quarantäne. Wann Niklas Süle, Joshua Kimmich, Serge Gnabry, Jamal Musiala und Eric Maxim Choupo-Moting die häusliche Isolation verlassen dürfen ist derzeit noch vollkommen offen. Aktuellen Medienberichten zufolge drohen einigen Spielern nun auch finanzielle Konsequenzen.



Wie „SPORT1“ berichtet, beschäftigen sich die Bayern-Verantwortlichen derzeit mit der Frage, wie sie mit dem Thema Gehaltszahlungen für die isolierten Spieler umgehen. Grund: Seit Anfang November sind Arbeitgeber nicht mehr dazu verpflichtet Lohnfortzahlungen für ungeimpfte Arbeitnehmer in Quarantäne zu leisten.

Heißt im Klartext: Wer nicht geimpft ist und in Quarantäne muss, hat für diesen Zeitraum keinen Anspruch auf sein Gehalt. Stand heute könnten die Münchner damit zumindest das Salär von Joshua Kimmich für die Zeit kürzen, welche er in Quarantäne verbringen muss. Der 26-jährige hat Ende Oktober öffentlich bestätigt, dass er nicht geimpft ist.

Aktuellen Medienberichten zufolge sind auch Jamal Musiala, Eric Maxim Choupo-Moting und Serge Gnabry nicht geimpft. Ein Indiz dafür ist unter anderem die Tatsache, dass sich alle drei nach dem Kontakt zum infizierten Niklas Süle sofort in Quarantäne begeben mussten. Eine offizielle Bestätigung seitens des DFB bzw. der Bayern gibt es dazu jedoch nicht.

Die Bayern könnten knapp 740.000 Euro einsparen

Nach Informationen von „SPORT1“ könnten die Bayern durch Gehaltskürzungen für die vier betroffenen Spieler rund 740.000 Euro einsparen. Viel Geld, auch für die Bayern, die zuletzt den Gürtel deutlich enger schnallen mussten. Zumal Oliver Kahn & Co. nach der Kimmich-Beichte immer wieder betont haben, dass man den Spielern eine Impfung empfiehlt.

Ob der FCB jedoch tatsächlich die Gehälter kürzen wird ist derzeit noch offen. Laut dem TV-Sender ist noch keine finale Entscheidung gefallen. Klar ist nur: Die Bayern-Verantwortlichen diskutieren diese Möglichkeit aktuell intensiv.

Rechtlich sind die Bayern auf der sicheren Seite

Aus Sicht von Dr. Joachim Rain, einer der führenden Rechtsexperten auf diesem Gebiet, hat der Rekordmeister rechtlich freie Bahn: „Ein juristisches Vorgehen dagegen hätte nur Erfolg, wenn die zugrundeliegenden Rechtsgrundlagen vom Gericht für unwirksam erachtet würden, etwa weil sie einen indirekten Impfzwang begründen. Dass ein Gericht dies so sieht, ist eher unwahrscheinlich“ betonte dieser gegenüber „SPORT1“. Demnach tragen Kimmich & Co. durch ihren Verzicht auf das Impfen die Verantwortung für ihren drohenden Dienstausfall.

Rain rechnet zudem damit, dass ein Lohnfortzahlungs-Stopp für Fußball-Spieler bald gängige Praxis sein wird.