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Corona-Wahnsinn beim FC Bayern – 3 Gründe, warum die FCB-Bosse nun durchgreifen müssen

Joshua Kimmich
Foto: IMAGO

Aufgrund von Quarantäne-Maßnahmen muss der FC Bayern aktuell auf insgesamt sieben Spieler verzichten. Lediglich Niklas Süle und Josip Stanisic sind geimpft, die restlichen fünf haben nach wie vor keine Corona-Schutzimpfung erhalten. Mit Blick auf die jüngsten Entwicklungen spitzt sich die Lage beim deutschen Rekordmeister immer weiter zu. Vor allem die Führungsriege rund um Oliver Kahn gerät immer mehr unter Druck. Viel Zeit sollten sich die Bayern-Bosse nicht mehr lassen um (konsequente) Entscheidungen zu treffen.



Seit knapp vier Wochen herrscht das Corona-Chaos beim FC Bayern. Angefangen hat alles Ende Oktober mit der Covid-Erkrankung von Cheftrainer Julian Nagelsmann, der Quarantäne-bedingt zwei Wochen ausfiel. Seitdem müssen die Bayern nahezu jeden Tag neue Hiobsbotschaften verkünden. Mit sieben Profis in Quarantäne scheint der Höhepunkt seit heute endgültig erreicht zu sein. Nun liegt es an den Bayern-Bossen den sportlichen und finanziellen Schaden zu minimieren – so schnell wie möglich. Wir haben nachfolgend drei Gründe aufgeführt, warum Oliver Kahn & Co. nun durchgreifen müssen.

1. Die Bayern haben das Heft des Handelns nicht mehr in den eigenen Händen

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Bayern derzeit fünf ungeimpfte Spieler in ihrem Kader haben. Bis dato hat nur Joshua Kimmich dies öffentlich bestätigt. Laut Angaben der „BILD am Sonntag“ sind auch Jamal Musiala, Serge Gnabry, Eric Maxim Choupo-Moting und Michael Cuisance nicht geimpft. Es ist sicherlich kein Zufall, dass sich ausgerechnet diese fünf Spieler derzeit (zum wiederholten Male) in Quarantäne befinden, nach dem sie vom Gesundheitsamt München als Kontaktperson ersten Grades eingestuft wurden.

Auch wenn die Verantwortlichen in den vergangenen Tagen stets betont haben, dass man die Entscheidung der Spieler respektiert und akzeptiert, befinden sich die Bayern in einer Art Geiselhaft. Die ungeimpften Spieler sind nicht nur eine Gefahr für sich selbst, sondern auch für alle anderen Bayern-Profis. Die Impfdurchbrüche bei Nagelsmann, Niklas Süle und Josip Stanisic haben dies zuletzt deutlich gezeigt.

Allein die Tatsache, dass sich Kimmich durch einen Kontakt im privaten Umfeld erneut in Quarantäne begeben muss, zeigt wie abhängig die Münchner von dem Verhalten der betroffenen Spieler sind und wie wenig Einfluss man de facto hat. Die Bayern müssen das Heft des Handelns wieder in die eigenen Hände nehmen. Hierzu bedarf es klarer Regeln und eine konsequente Umsetzung dieser. Mit der angekündigten Gehaltskürzung für ungeimpfte Spieler hat man einen ersten Schritt gemacht. Weitere müssen folgen, sollte sich in absehbarer Zeit nichts an dem Verhalten von Kimmich & Co. verändern.

2. Der sportliche und finanzielle Erfolg gerät zunehmend in Gefahr

Auch wenn Julian Nagelsmann das Fehlen von Joshua Kimmich bei der 1:2-Niederlage gegen den FC Augsburg nicht als Ausreden gelten lassen wollte, zeigte sich der 34-jährige sichtlich genervt davon, dass einer seiner absoluten Leistungsträger aktuell nicht zur Verfügung steht.

Die Münchner sind bisher noch mit einem blauen Auge davon gekommen in Sachen Quarantäne-Ausfälle. Dies kann sich in den kommenden Wochen jedoch ändern. Weitere Patzer in der Bundesliga könnten spätestens beim Topspiel gegen Borussia Dortmund am 4. Dezember dazu führen, dass man die Tabellenführung verliert.

In der Champions League hat man die (sportlichen) Schäfchen bereits ins Trockene gebracht, finanziell geht es in den verbliebenen beiden Spielen gegen Kiew und Barcelona jedoch noch um viel Geld. Um genau zu sein um 5,6 Mio. Euro, denn jeder Sieg in der Gruppenphase der Königsklasse bringt 2,8 Mio. Euro. Geld welches in Corona-Zeiten und reduzierten Zuschauer-Kapazitäten auch der FC Bayern sehr gut gebrauchen kann.

Es wird spannend zu sehen wie Nagelsmann auf die aktuellen Quarantäne-Ausfälle reagiert bzw. ob der Klub neben den finanziellen Konsequenzen auch sportliche Maßnahmen trifft. Laut „BamS“-Information steht derzeit eine Trainings-Isolation der ungeimpften Spieler im Raum.

3. Die Stimmung bei den Bayern-Fans droht endgültig zu kippen

Seit der Impfbeichte von Joshua Kimmich ist eine hitzige Debatte unter den Bayern-Fans darüber entfacht, ob sich Fußballprofis impfen lassen sollten. Während der 26-jährige anfänglich von einigen Fans noch für seine „standhafte Meinung“ gefeiert wurde, gab es von Anfang an mehr kritische Stimmen. Mit Blick auf die jüngsten Entwicklungen werden die „Kimmich-Befürworter“ immer weniger, die Kritiker nehmen deutlich zu. Das Image des „zukünftigen Bayern-Kapitäns“ hat spürbare Schrammen abbekommen. Auch Gnabry, Musiala und Choupo-Moting galten bis vor kurzem noch als „Fan-Lieblinge“, alle vier drohten diesen Status zu verlieren, wenn dies nicht schon erfolgt ist.