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„Hainer raus“-Rufe – Bayern-JHV wird zum Debakel für die Verantwortlichen!

Herbert Hainer
Foto: IMAGO

Nach dem Corona-Wirbel in den vergangenen Tagen ging es auch bei der gestrigen Jahreshauptversammlung des FC Bayern ordentlich zur Sache. Wie bereits im Vorfeld erwartet wurde, stand dabei vor allem das umstrittene Katar-Sponsoring im Fokus. Während die Mitglieder ihrem Ärger Luft machten, wirkten die Verantwortlichen sichtlich genervt von dieser Thematik.



Obwohl der sog. „Katar-Antrag“ offiziell nicht zugelassen wurde, war dieser am Donnerstagabend omnipräsent im Münchner Audi Dome. Bei nahezu jeder Wortmeldung der Mitglieder wurde dieses thematisiert, sehr zum Ärger des Präsidiums und des Vorstands. Präsident Herbert Hainer wurde bereits nach seinem ersten Aussagen zur Causa Katar von den Mitgliedern ausgebuht.

Dieses Bild erstreckte sich über den gesamten Abend hinweg. Während die Mitgliedern, unter anderem auch Antrags-Initiator Michael Ott, immer wieder drauf drängten, dass es zu einer Abstimmung über das Katar-Sponsoring kommt, verwies das Präsidium auf ein Urteil vom Landgericht München, welches wenige Stunden zuvor verkündete hatte, dass der „Katar-Antrag“ nicht zur Jahreshauptversammlung zugelassen werden wird, da der FC Bayern München eV nicht über die geschäftlichen Beziehungen der FC Bayern München AG be- bzw. abstimmen darf.

„Wir sind Bayern – und ihr nicht!“

Bis kurz nach Mitternacht lieferten sich Mitglieder und Präsidium ein Wortgefecht nach dem anderen. Nach über fünf Stunden beendete Herbert Hainer die Versammlung, obwohl noch Wortmeldungen anstanden. Daraufhin folgten lautstarke Proteste im Audi Dome: „Hainer raus!“ Und: „Wir sind die Fans, die ihr nicht wollt.“ Und: „Wir sind Bayern – und ihr nicht!“ Der 67-jährige reagierte sichtlich irritiert: „Ja sag a mal, was is denn des?“

Besonders bitter: Ehrenpräsident Uli Hoeneß wollte am Ende nochmals ans Rednerpult treten, um die Stimmung zu beruhigen. Doch die Lage war zu diesem Zeitpunkt bereits „eskaliert“. Hoeneß verließ die Bühne wortlos.