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Sabitzer-Rätsel hält an: Bayern-Neuzugang bleibt weiterhin ein Problemfall

Marcel Sabitzer
Foto: IMAGO

Vieles deutete darauf hin, dass der FC Bayern mit Marcel Sabitzer den perfekten zwölften Mann verpflichtet hat. Der Österreicher kennt die Bundesliga, kann im Mittelfeld überall spielen, hat keinerlei fußballerische Mängel und gilt zudem als Kämpfer. Bislang haben sich die 15 Millionen Euro, die der FC Bayern im Sommer gezahlt hat, aber keineswegs gelohnt.



Marcel Sabitzer ist in München noch immer nicht angekommen. Der Ex-Leipziger wirkt wie ein Fremdkörper im Spiel der Bayern und wirkt auf ganzer Ebene verunsichert. Bereits in der Hinrunde verlor der Mittelfeld-Allrounder seine Rolle als erster Back-Up für Joshua Kimmich und Leon Goretzka an Corentin Tolisso. Letztlich wurde er auch noch von einer Verletzung zurückgeworfen, die ihn weitere Spielminuten gekostet hat.

Schwacher Auftritt gegen Gladbach: Sabitzer kann als Außenverteidiger nicht überzeugen

Beim Rückrunden-Auftakt gegen Gladbach musste Marcel Sabitzer als linker Außenverteidiger für Alphonso Davies einspringen und erwischte erneut einen schlechten Tag. Der Österreicher ließ seine Seite auffällig häufig offen. Zudem war er auch beim 1:1-Ausgelich von Neuhaus zu weit vom Gegenspieler entfernt. Natürlich hat Sabitzer ein schweres Los gezogen, weil er die Linksverteidiger-Rolle kaum kennt, allerdings erwartet Julian Nagelsmann von seinen Spielern, dass sie auf mehreren Positionen überzeugen können.

„Hat zehn Wochen nicht gespielt“

Immerhin zeigte sich der Bayern-Coach nach der schwachen Leistung seines Schützlings gnädig: „Sabi hat zehn Wochen nicht gespielt. Da kannst du nicht erwarten, dass er 35-mal hinterläuft, weil er halt sein erstes Spiel seit langer Zeit macht“, erklärte er im Interview mit DAZN. Der Spieler sei nach 60 Minuten schlichtweg „mausetot“ gewesen. Ganz schlüssig ist die Erklärung des Trainers jedoch nicht. Der Spieler durfte schließlich schon am 17. Dezember gegen den VfL Wolfsburg 15 Minuten absolvieren und hatte nun fast einen Monat Zeit, um sich wieder in Form zu bringen. Selbst wenn der Spielrhythmus natürlich noch fehlt, dürfte ein austrainierter Profi nicht nach 60 Minuten mausetot sein.

Die Erklärung für das Sabitzer-Tief muss dementsprechend umfassender sein. Nach der 1:2-Pleite im November gegen den FC Augsburg haderte der Coach schon mit den Auftritten des Profis: „In Sabi steckt viel mehr, als wir aktuell sehen“ und sprach von „einer Kopfsache“. Es scheint so, als würde sich der Kicker zu viele Gedanken machen und nicht frei im Kopf sein. Vermutlich kommt er sowohl mit der Erwartungshaltung von außen als auch von ihm selbst noch nicht zurecht.

Sabitzer außer Form und Goretzka verletzt: Muss Tolisso bis zum Sommer bleiben?

Das Sabitzer-Tief könnte für den FC Bayern weitreichende Folgen haben. Aufgrund der Verletzung von Leon Goretzka brauchen die Münchner dringend einen starken Mittelfeld-Back-Up. Aufgrund der Tatsache, dass Sabitzer hierfür nicht bereit zu sein scheint, muss Corentin Tolisso die Goretzka-Rolle einnehmen. Dieser soll aber eigentlich verkauft werden, um noch ein wenig Ablöse aus dem im Sommer vertragslosen Spieler generieren zu können. Nagelsmann hat sich allerdings bereits gegen einen Tolisso-Abgang ausgesprochen. Dies macht er wohl in erster Linie, weil Sabitzer den verletzten Goretzka nicht ersetzen kann.

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Challenger2. 0

Den wollte Nagelsmann unbedingt haben, obwohl er in Leipzig schon Ersatzmann war. Das war vorauszusehen.

Lala

Äh was redest du da für nen stuss? sabitzer war Leistungsträger und Kapitän von RB Leipzig.
Zum Saisonauftakt war er verletzt bzw. war nicht klar ob oder wohin er wechselt.