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Oliver Kahn schließt juristische Schritte gegen die Zuschauerbeschränkungen aus

Oliver Kahn
Foto: Getty Images

Mehrere Bundesliga-Klubs erwägen juristische Schritte gegen die aktuellen Zuschauerbeschränkungen einzuleiten. Vor allem Dortmund-Boss Hans-Joachim Watzke hat zuletzt öffentlich betont, dass der BVB nicht mehr länger gewillt ist vor leeren Tribünen zu spielen. Für den FC Bayern kommt solch ein Vorgehen nicht in Frage wie Oliver Kahn betont hat.



Laut RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff prüft Leipzig derzeit mit anderen Bundesligisten eine gemeinsame Klage gegen die anhaltenden Zuschauerbeschränkungen. Gegenüber der „BILD Zeitung“ machte Mintzlaff deutlich, dass die Ergebnisse der jüngsten Ministerpräsidentenkonferenz in Bezug auf Großveranstaltungen für die Vereine „nicht nachvollziehbar“ sind. Auch BVB-Boss Watzke schließt juristische Schritte nicht mehr aus und fordert eine Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen in der Bundesliga.

„Da können schonmal die Gedanken aufkommen“

In München ist man deutlich gelassener, was insbesondere daran liegen dürfte, dass die bayerische Landesregierung eine (teilweise) Fan-Rückkehr beschlossen hat. Seit Donnerstag sind im Freistaat wieder bis zu 10.000 Zuschauer bei Sportgroßveranstaltungen zugelassen. Der FC Bayern wird sein kommendes Heimspiel gegen RB Leipzig (5. Februar) somit wieder mit Zuschauern bestreiten.

Klubchef Oliver Kahn betonte zudem, dass der FCB nicht über juristische Schritte nachdenken würde: „Da können schonmal die Gedanken aufkommen, dass man die gesamten Regeln, die unterschiedlich waren, irgendwann nicht mehr nachvollziehen kann. Wir sind allerdings immer bisher sehr gut gefahren in der Zusammenarbeit mit den Ämtern, der Staatskanzlei, den handelnden Personen. Das ist der Weg, den wir verfolgt haben.“

Bayern hat bereits mehr als zehn Mio. Euro Einbußen hinnehmen müssen

Aktuell herrscht ein Flickenteppich in Sachen Zuschauer in der Bundesliga. Während in Bayern bis zu 10.000 Zuschauer zugelassen sind, dürfen die NRW-Klubs wie Dortmund, Köln und Gladbach nur vor 750 Fans spielen. Für die Klubs sind Geisterspiele bzw. eingeschränkte Zuschauerkapazitäten ein finanzielles Desaster. Gerüchten zufolge verliert der FCB pro Heimspiel ohne Zuschauer 3,5 Mio. Euro.

Gegen Mainz, Wolfsburg und Gladbach haben die Bayern vor komplett leeren Tribünen gespielt. Gegen Bielefeld, Hertha und Köln war das Stadion maximal zu 25 Prozent ausgelastet. Der Rekordmeister hat damit deutlich mehr als zehn Mio. Euro Einbußen hinnehmen müssen in der laufenden Saison.

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