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Von Ballack bis Robben, Ribery und Alaba: Diese Stars haben den FC Bayern ablösefrei verlassen

Arjen Robben und Franck Ribery
Foto: IMAGO

Der FC Bayern wird kommenden Sommer mit Niklas Süle mal wieder einen hochkarätigen Spieler ablösefrei ziehen lassen müssen. Der 26-jährige Abwehrspieler befindet sich jedoch in guter Gesellschaft mit anderen FCB-Stars, die den deutschen Rekordmeister ebenfalls für lau verlassen haben. Wir werfen einen Blick auf die prominentesten Fälle der vergangenen 20 Jahre.



David Alaba

Der Vertragspoker mit David Alaba war vielleicht der längste und nervenaufreibendste der Vereinsgeschichte. Letztlich blieben jedoch alle Bemühungen ohne Erfolg. Der Österreicher entschied sich nach zwölf Jahren und endlosen Erfolgen beim FC Bayern, noch mal eine andere Herausforderung einzuschlagen. Der 29-Jährige ist seit Sommer 2021 für Real Madrid aktiv und wird nicht müde zu erwähnen, dass bei den Königlichen alles „noch ein wenig größer ist“.

Jerome Boateng

Während die Bayern-Bosse alles daran gesetzt haben, dass Alaba bleibt, hat man sich bei Boateng schlichtweg gegen eine Verlängerung entschieden. Der Routinier stand bereits in den Vorjahren vor dem Aus, hat sich unter Hansi Flick jedoch eindrucksvoll zurück gekämpft. Letztlich wollten die Münchner jedoch in der Abwehr einen Generationswechsel vollziehen. Der Innenverteidiger hat mit den Bayern zweimal die Champions League und zahlreiche nationale Titel errungen, weshalb einige über die Art und Weise der „Ausbootung“ verwundert waren. Seit dem Sommer 2021 kickt Boateng für Olympique Lyon.

Javi Martinez

Javi Martinez
Foto: imago images

Der Spanier kam im Sommer 2012 für die damalige Rekordsumme von knapp 40 Mio. Euro aus Bilbao. Gelohnt hat es sich allemal, zumal der defensive Mittelfeldspieler einen erheblichen Beitrag am Triple 2013 hatte. Leider wurde der Publikumsliebling in der Folgezeit häufig von Verletzungen zurückgeworfen. Beim europäischen Super-League-Finale gegen Sevilla konnte er noch ein letztes wichtiges Tor zum Titelgewinn erzielen. Im Sommer 2021 lief sein Vertrag aus und Martinez wechselte zum Qatar SC.

Franck Ribery

Der Franzose prägte das Münchner Offensivspiel über zwölf Jahre und bildete mit Arjen Robben gemeinsam die am meisten gefürchtete Flügelzange in Europa. Ribery spielte sich schnell in die Herzen der Fans und sorgte mit seinen Dribblings, Tricks und Toren für Furore und sicherte dem FCB vor allem wichtige Siege. Ribery war es unter anderem, der das CL-Siegtor von im Finale 2013 vorbereitet hat. Im Sommer 2020 entschieden die Bayern jedoch, dass es an der Zeit ist sich den Flügelstürmer zu trennen. Ribery wechselte im Anschluss zum AC Florenz und spielt mittlerweile beim US Salernitana.

Arjen Robben

Arjen Robben
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Arjen Robben kehrte dem FC Bayern im Sommer 2019 aus ähnlichen Gründen wie sein langjähriger Kollege Ribery den Rücken zu. „Mr. Wembley“ war dafür verantwortlich, dass der FC Bayern im Jahr 2013 endlich wieder den Henkelpott in die Höhe recken durfte. Der torgefährliche Holländer wird mit seinen Genie-Streichen und dem klassischen „Robben-Move“ von der rechten Seite in die Mitte immer in Erinnerung bleiben. Ähnlich wie Ribery plagte sich der Niederländer immer wieder mit Verletzungsproblemen herum, kämpfte sich jedoch immer wieder zurück. Nach seinem Aus 2019 in München, feierte er ein Jahr später ein Comeback beim FC Groningen. Im Sommer 2021 hängte Robben endgültig seine Schuhe an den Nagel.

Miroslav Klose

Der WM-Rekordtorschütze bleibt uns allen als Weltklasse-Stürmer in Erinnerung und wird in der Nationalmannschaft noch immer schmerzlich vermisst. Für den FC Bayern gilt dies jedoch nur bedingt. Nach seinem Wechsel von Werder Bremen konnte er anders als im DFB-Dress bei den Roten nur zu Beginn überzeugen. 24 Tore in vier Jahren waren letztlich doch ein wenig enttäuschend. Darum packte Klose auch im Jahr 2011 die Koffer und wechselte zu Lazio Rom. Später kehrte er jedoch als Jugend- und Assistenztrainer zurück und leistete dem FC Bayern hervorragende Dienste.

Mark van Bommel

Der Abschied von Mark van Bommel erhitzte die Gemüter im Sommer 2011 ordentlich. Der Holländer war immerhin Mannschaftskapitän und die zentrale Säule im Mittelfeld. Einen solchen Spieler lässt man normalerweise nur ziehen, wenn es nicht anders geht. Der Wechsel zum FC Barcelona war für den Routinier jedoch eher gezwungenermaßen. Rückblickend war der Abgang jedoch wahrscheinlich sogar ein Glücksfall für die Münchner. Erst durch den Wechsel des Niederländers konnte Bastian Schweinsteiger in die zentrale Rolle schlüpfen und den FC Bayern als Mittelfeld-Leader an die europäische Spitze führen.

Claudio Pizarro

Der peruanische Stürmer ist auch dank seiner Zeit beim FC Bayern zur absoluten Bundesliga-Legende geworden. Pizarro wechselte im Jahr 2001 aus Bremen zum FC Bayern und erzielte in 174 Spielen 71 Tore. Im Sommer 2007 entschied er sich jedoch, neue Wege zu bestreiten und schloss sich dem Premier-League-Klub FC Chelsea an. Bei den Blues wurde er allerdings nie glücklich, weshalb er schon bald zu Werder Bremen zurückkehrte. Von 2012 bis 2015 kickte er noch mal für den FC Bayern, ehe er sich nach Vertragsende erneut den Bremern anschloss.

Michael Ballack

Michael Ballack und Claudio Pizarro
Foto: imago images

Der ablösefreie Verlust von Michael Ballack war sicherlich einer der schmerzhaftesten in der Münchner Vereinsgeschichte. Der Mittelfeldspieler war Mitte der 2000er, neben Oliver Kahn, die absolute Führungsfigur und der Erfolgsgarant schlechthin beim FCB. Mit seiner Dominanz im Mittelfeld und seiner Torgefahr machte sich Ballack jedoch auch in England einen Namen. Um seinen Traum vom Champions-League-Titel zu erfüllen, wechselte zum Vertragsende im Sommer 2006 ablösefrei zum FC Chelsea.

Ze Roberto

Der Brasilianer wechselte im Sommer 2002 gemeinsam mit Michael Ballack von Bayer Leverkusen zum FC Bayern. Ze Roberto glänzte mit seiner überragenden Technik und erlebte vier erfolgreiche Jahre mit den Bayern. Jedoch schien es immer so, als hätte der Südamerikaner noch nicht alles gezeigt. Im Jahr 2006 trennten sich die Wege und Ze Roberto schloss sich Nacional Montevideo an. Bereits ein Jahr später kehrte der Kicker jedoch zurück und glänzte in seiner neuen Rolle im zentralen Mittelfeld sogar mehr, als er es zuvor auf der Außenbahn tat. Im Sommer 2009 lief sein Vertrag jedoch aus, weshalb er die Bayern ein zweites Mal verließ und sich dem Hamburger SV anschloss.

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Fast alles Spieler Legenden, deren Zeit abgelaufen war. Alaba wäre zu Fuß nach Madrid gelaufen, für kein Bayern Geld hätte sein Berater für ihn bei Bayern verlängert.
Ballack wollte unbedingt auf die Insel, was er im Nachhinein besser unterlassen hätte.
Mit Arjen , Ze Roberto, Pizarro und Franck zu verlängern hätte keinen Sinn gemacht. Klose war bei uns ein Fremdkörper. Mark hat den Platz für Schweini freigemacht – zum Glück.
Was sollen solche Berichte? Wieviel Spieler wechseln ablösefrei von anderen Vereinen zum FCB. Wieviel Ablöse hat Robert gekostet?????