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Vier-Punkte-Plan: So will Kahn den FC Bayern zukunftssicher aufstellen

Oliver Kahn
Foto: Getty Images

Die kommenden Wochen und Monate sind nicht nur sportlich eine Herausforderung für den FC Bayern, sondern vor allem auch finanziell. Klubchef Oliver Kahn hat deshalb einen Vier-Punkte-Plan entwickelt, womit der 52-Jährige sicherstellen möchte, dass der deutsche Rekordmeister nicht den Anschluss an die europäischen Spitzen-Klubs verliert.



Diese Woche erst hat Oliver Kahn dargestellt, wie groß der Unterschied bei den TV-Erlösen zwischen der Premier League und der Bundesliga ist. Sollte sich dies so weiterentwickeln, drohen die Münchner ins Hintertreffen zu geraten. Der Vorstandsvorsitzende der Münchner will dieser Entwicklung jedoch entschieden entgegenwirken und sich nicht kampflos gegen die Investoren-Klubs aus England, Spanien und Frankrich geschlagen geben. Deshalb hat der 52-Jährige nun einen Vier-Punkte-Plan erstellt.

Sponsoring als wichtiger Eckpfeiler beim FC Bayern

Der erste Punkt ist dabei das Sponsoring: „Wir sind im Bereich Sponsoring unter den Top drei in der Fußballwelt. Diese Position werden wir in Zukunft auf Basis unserer weltweiten Strahlkraft weiter ausbauen“, erklärt Kahn gegenüber der „tz“ Kahn.

Dem Vernehmen nach stehen die Münchner kurz davor den Vertrag mit ihrem Hauptsponsor, der Deutschen Telekom, zu verlängern. Der neue Deal soll dem FCB knapp 20 Mio. Euro Mehreinnahmen sichern. Zudem möchten die Bayern ihre Internationalisierung weiter vorantreiben. Dazu hat man erst vor kurzem ein neues Auslandsbüro in Bangkok eröffnet, um den südostasiatischen Markt anzugehen.

Transfermarkt als zweite wichtige Säule

Die Bayern sind dafür bekannt, dass man nicht bereit ist den Ablöse-Wahnsinn auf dem Transfermarkt mitzugehen. Vielmehr legt man den Fokus auf junge oder ablösefreie Spieler, während die Leistungsträger im Kader langfristig gehalten werden sollen. Für Kahn sei „kluges und effizientes Agieren auf dem Transfermarkt“ wichtig und er unterstreicht: „Dazu gehört auch die ständige Weiterentwicklung unserer Nachwuchsarbeit.“

Passend dazu hat der „kicker“ vor kurzem berichtet, wonach die Münchner künftig vermehrt „junge Perspektivspieler“ verpflichten möchte und keine fertigen Stars. Wenn notwendig, können diese Spieler nach einer gewissen Zeit beim FCB wieder gewinnbringend verkauft werden. Somit möchte man die Transfererlöse deutlich ankurbeln.

Digitale Welt: Mehr Nähe zu den Fans

Auch die Bayern-Anhänger sind für Kahn eine wichtige Säule mit dem Blick in die Zukunft: „Wir wollen die Nähe und Qualitätsbeziehung zu unseren Fans weiter ausbauen“, erklärt Kahn und weiter: „Hier wird uns die ständige Weiterentwicklung der digitalen Welt neue Möglichkeiten des Fuß­ballerlebnisses im Stadion und über andere Kanäle bieten.“

Wie konkret dies aussehen wird ist derzeit noch offen. Die Münchner haben Ende 2019 ein eigenes eSport-Team gegründet. Die beiden FCB-Macher Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge haben sich in der Vergangenheit stets gegen diesen Schritt ausgesprochen. Mit Blick auf die europäische Konkurrenz haben die Bayern in diesem Bereich noch einen deutlichen Nachholbedarf.

Bayern-Mentalität behalten – Mia san Mia

„Der vierte Faktor ist die Siegesfähigkeit und Mentalität, die den Klub über Jahrzehnte auszeichnet und die fest in der DNA des FC Bayern verankert ist: „Diese werden wir weiter kultivieren, denn das wird auch in den kommenden Jahren ein elementarer Erfolgsfaktor sein. Wenn es uns gelingt, in diesen Bereichen erfolgreich zu agieren, werden wir eine weitere sportlich und wirtschaftlich erfolgreiche Dekade des FC Bayern erleben“, führt Kahn aus.

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Solche Präsentationen und Säulenmodelle des Erfolges habe ich schon in so vielen Wirtschaftsunternehmen gesehen. Die werden dann durch externe Unternehmensberater erstellt und ausgearbeitet, von den Kommunikationsexperten nochmal für alle anschlussfähig weichformuliert und dann von den Machern präsentiert. Das aber nicht als Kritik, warum soll es beim FC Bayern anders sein (naja, vielleicht wünscht man sich als Fan, dass der Verein anders agiert als ein reines Wirtschaftsunternehmen).

Was mir aber sehr auffällt – und das spürt man auch hier im Forum -:
Der dritte Punkt „Mehr Nähe zu den Fans“ klappt doch überhaupt nicht, ganz im Gegenteil. Man entfernt sich doch immer mehr.
Mehr ECHTE Nähe schafft man doch nicht dadurch, dass man bei Facebook oder Instagramm schöne von der eigenen PR Abteilung hochglanzpolierte und künstlich geschaffene Geschichten einstellt. Das ist digitale Scheinnähe.
Echte Nähe schafft man aber z.B. in der Jahreshauptversammlung als echt Personen vor Ort, indem man Meinungen zulässt, auf Meinungen eingeht, sich mal unter die Mitglieder mischt. Aber das ist natürlich unbequemer.
Mehr Nähe schafft man auch durch ein emphatisches, „echtes“ und verbindliches Auftreten, durch weniger „nur“ der reine Betriebswirt sein. Auch hier empfinde ich persönlich einiges an Verbesserungspotential.

Eine wichtige Säule könnte es auch sein, sich personell so aufzustellen, dass man im Management vorrangig mit prpfessionell arbeitenden und fachlich kompetenten Personen arbeitet. da wäre auf jeden Fall auf der Position „S*o*t*o*s*a*d“ einiges zu verbessern…

Das könnte man auf jeden Fall.
Aber dann würde man ja seine eigene Position (und sein damit verbundenes hervorragendes Einkommen) in Frage stellen…

Dieses Konzept hört sich ja sehr vielversprechend an! Und Kahn und Hainer traue ich das auch langfristig zu weil letzterer auch Marketing Boss von Adidas war. Zu Hasan Salihamidzic kann ich leider nur sagen, für den Sportvorstand eines Weltvereins wie dem FCB extrem ungeeignet aber damals ein sehr guter Spieler für uns 👍

Da ist möglicher Weise das Problem:
Nur weil man einen enormen Kampgeist auf einem Fussballplatz hatte oder besonders gut Torschüsse abwehren konnte, qualifiziert einen das nicht automatisch dafür ein mittelständisches Unternehmen mit 1.000 Angestellten zu führen.

Dann solltest Du dich Mal mehr dir befassen was Kahn schon während seiner Fußballzeit und danach gemacht hat…BWL Studium und MBAStudium mit Masterabschluß anschließend ….ach was erzähl ich Dir überhaupt…er war ja nur ein guter Torwart….

Ich habe selbst ein BWL-Studium mit Master. Damals dachte ich auch damit bin ich der König der Welt. Nach 15 Jahren im Berufsleben kann ich sagen: Das ist eine gute Grundlage fuer das Berufsleben, nicht mehr und nicht weniger,

Hohe Ablöse nicht mitmachen? Was war das dann mit Hernandez

Vier-Punkte-Plan muss auch umgesetzt worden. Ich hätte als punkt eins Brazzo als Greenkeeper eingesetzt und iemand anders eingestelt der meer Verstand hat von Fussball

Lern erst mal deutsch

Wenn man andere kritisiert sollte man es ERSTMAL selbst richtig machen. Just sayin‘

Leider hast Du auch reichlich wenig Ahnung ..Brazzo wurde angestellt um den Verein für die Zukunft fit zu machen…da ist er mit Musiala, Stanicic Davis , und ein paar anderen aus dem Nachwuchsbereich die nun einen Profivertrag erhalten haben gut dabei…außerdem soll er Säulen der Mannschaft halten…Kimmich..Coman und wer schon alles verlängert hat ..mGnabry Müller und Lewa kommen auch noch…alles andere waren Ergänzungsspieler die den Verletzungen und der Pandemie geschuldet waren…das nicht jeder wie eine Granate einschlägt dürfte klar sein…aber mit Sane und Choup als Backup klug eingekauft ..wenn man es also unter dem Strich sieht ….bis auf vielecht Alaba und Boateng alles gut gemacht und vom Greenkeeper weit entfernt. Allerdings sollten sie vieleicht überlegen Dich als Berater einzustellen…

Oder doch als Träumer!!!

Dann soll er sich mal professionellen Sportdirektor suchen!!!!!!!!!

Ich verstehe das so:
Man suchst noch den Einstieg eines weiteren großen Hauptsponsors und verkauft (der aktuellen Situation geschuldet) noch einmal ein Aktienpaket des Vereins in der Größe jener 8,73 % wie es beriets ja schon mal der Fall war) – Das würde einen einmaligen Effekt auslösen > 150 bis 200 Mio. €uro).
Mann könnte dann aber zugleich ein Aktien-Rückkauf-Programm vereinbaren. Normalisiert sich die Situation wieder (volles Stadion) – dann kann man diese Situation wieder auf den Stand von jetzt stellen!