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Kimmich nimmt DFB-Team in die Pflicht: „Können nicht nur sagen, wie talentiert wir sind“

Joshua Kimmich
Foto: IMAGO

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft startet heute Abend in das neue Länderspieljahr. Hansi Flick und sein Team wollen mit einem souveränen Heimsieg gegen Israel ins WM-Jahr starten. Die Erwartungen sind groß, nicht nur bei Flick, auch bei Bayern-Profi Joshua Kimmich.



Die DFB-Stars machen keinen Hehl daraus, dass man nach der enttäuschenden Europameisterschaft im Vorjahr, bei der WM 2022 in Katar erneut voll angreifen möchte. Kapitän Manuel Neuer hat diese Woche deutlich gemacht, dass man den WM-Titel als Ziel ausgegeben hat. Auch Bundestrainer Hansi Flick hat den Titelgewinn „als großes Ziel“ ausgegeben.

Deutschland verfügt in dem talentierte 95er Jahrgang eine Vielzahl an Spielern, die sich im besten Fußballer Alter befinden. Hierzu gehört auch Joshua Kimmich vom FC Bayern. Der Mittelfeldspieler wird heute Abend gegen Israel nicht mit von der Partie sein, da seine Freundin das dritte Kind erwartet, dennoch hat der 27-Jährige vor dem Start in das neue Länderspieljahr deutlich Worte gesprochen.

„Ich weiß, dass wir titelfähig sind“

Im neuen DFB-Länderspielmagazin nahm der FCB-Profi seine neue Generation in die Pflicht und wehrt sich gegen Vergleiche mit der Generation Lahm/Schweinsteiger: „Es schmeichelt uns zu sehr. Wenn man sich die Ergebnisse anschaut, sieht man, dass unsere Vorgänger sich dem Erfolg angenähert haben. Ich weiß, dass wir es besser können, ich weiß, dass wir titelfähig sind. Das ist aber nur Theorie. Wir können nicht immer nur sagen, wie talentiert wir sind, wie viele von uns bei Top-Vereinen wichtige Rollen spielen. Und dann kriegen wir es wieder nicht hin.“

Unter Hansi Flick hat Deutschland zuletzt sieben Spiele in Folge gewonnen. Die Gegner hießen jedoch Liechtenstein, Armenien, Island, Rumänien und Nordmazedonien. Keine dieser Mannschaften gehört aktuell zur Top 20 in der FIFA-Weltrangliste. Auch Kimmich mahnt davor, dass man die Serie nicht überbewerten sollte: „Wir haben nach der EM besser in die Spur gefunden, ganz klar. Man muss schon genauer hinschauen und bewerten, gegen welche Mannschaften wir gespielt haben.“

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Also so viel Talent sehe ich da nicht. Die gesamte Defensive ist eine Katastrophe. Im Angriff fehlt uns (wie schon fast regelmäßig) ein Weltklassestürmer. Also „titelfähig“ ist was anderes…

Sehe ich leider genauso. Es sind einige wenige Positionen, die doppelt Top besetzt sind, bei anderen Positionen (Verteidigung, Sturm) krank es gewaltig.

Wobei es bei Tunieren (ähnlich wie in der CL) ja auch immer sehr auf Losglück in den KO-Runden ankommt.
2002 zum Beispiel hatten wir wirklich eine echte „Gurkentruppe“ – und sind Vizeweltmeister geworden. Der Weg durch die KO-Runde war damals Paraguay – USA – Südkorea 🙂

Ja, in der Qualifikation hatten wir einen echten Prüfstein. Nord Mazedonien. Das wird bei der WM anders lauten. Wenn ich richtig unterrichtet bin sind wir nicht mehr gesetzt.