FC Bayern Campus

FC Bayern verpflichtet drei Nachwuchsspieler vom FSV Mainz 05

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Foto: IMAGO

Transfers von Jugendlichen gehören inzwischen zur Tagesordnung in der Fußball Bundesliga und werden von vielen Fans, Medien und Experten kritisch betrachtet. Auch der FC Bayern bedient sich gerne im Nachwuchsbereich anderer Klubs und hat nun drei Nachwuchsspieler auf einen Schlag verpflichtet.



Im März dieses Jahres haben mehrere Medien übereinstimmend berichtet, wonach der FC Bayern den 13 Jahre alten Mike Wisdom von Borussia Mönchengladbach für 300.000 Euro verpflichten möchte. Die Meldung sorgte damals für viel Aufsehen in der Fußball Bundesliga. Der FCB wurde teilweise scharf kritisiert für sein Vorgehen.

Die Münchner scouten nach wie wie vor aktiv in den jüngeren Altersklassen und haben nun drei Nachwuchsspieler vom Ligakonkurrenten Mainz 05 unter Vertrag genommen.

Bayern verpflichtet Brüder-Trio

Mit Ari (14 Jahre), Aviel (12 Jahre) und Alex Hentcho Nseke (9 Jahre) haben die Bayern drei Nachwuchsspieler auf einen Schlag von den Rheinhessen verpflichtet. Alle drei spielen auf den offensiven Flügelpositionen und werden künftig am Bayern-Campus ausgebildet und für die Juniorenteams der Münchner auflaufen.

Der 9-jährige Alex Hentcho Nseke gilt als eines der größten Nachwuchstalente seines Jahresgangs und wird von vielen Fans und Experten als „Wunderkind“ bezeichnet.

Im Gespräch mit „FCBinside“ bestätigt Ari Hentcho Nseke, dass die Bayern eine Ablöse bzw. eine Ausbildungsentschädigung für das Brüder-Trio zahlen. Über die konkrete Summe haben die beiden Vereine jedoch Stillschweigen vereinbart.

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Ich kann viel Verstehen, aber das nicht. Mit 9 Jahren deine Freunde hinter dir lassen. Meine Güte.

split happens

Wenn Eltern jobbedingt umziehen müssen, sind die Kinder auch gezwungen, sich auch in neuen Umgebungen zurecht zu finden. Dann geht das doch erst recht klar, wenn man selber die Chance auf eine außergewöhnliche Karriere haben kann. Und ein Alter von 9/10 eignet sich aufgrund des Übergangs von Grundschule zu einer weiterbildenden Lehreinrichtung doch sehr gut für diesen Schritt, weil die meisten bei diesem Übergang ohnehin neue Freundschaften knüpfen.

Müssen vs. Können sind halt zwei Dinge

Müssen ist es hier ja auch nicht, ist ja nicht so als würde Bayern die Kinder zwingen, nach München zu ziehen. So etwas wird doch meistens von den Eltern entschieden, und die sollten das Wohl der Kinder doch als oberste Priorität bei solchen Entscheidungen haben. Darüber können wir als Externe mMn relativ wenig zu sagen. Ich wünsche ihm auf jeden Fall alles Gute.

Verpflichten viele junge Spieler, aber nachher lieber teure Spieler für Millionen holen, statt den jungen in der ersten Mannschaft integrieren. Schade um diese Talente. Die würden besser zu Union oder Irgendwo wo sie eingesetzt würden.

Mainz z.B. soll ja dafür ein gutes Pflaster sein, setzen ligaweit die meisten Eigengewächse ein… Aber wenn es um Geld geht schalten viele Familien den Kopf aus.

„Wenn Eltern Jobbedingt umziehen müssen“???
Träum schön weiter…
Die Kinder werden gekrallt und die Eltern kriegen über den Verein einen „neuen Job“, um den Kinderhandel zu legitimieren. Definitiv 👎🏼👎🏼👎🏼
Moralisch im höchsten Maße verwerflich.

Karriere Chancen nutzen, jeder Mensch hat 2-3 Chancen im Leben etwas Großes zu tun. Wer falsch reagiert ist selbst Schuld.

Das Kommentar kommt von einem 37 Jährigen Immobilienmillionär der Prospekte verteilt. 😉

Möchte gerne wissen, wie es mit dem Jungen weitergeht.

Die Meinungen hier sind alle verständlich und gute Argumente.
Aber jetzt kommt es was ist das richtige was macht man. Gesetzt den Fall man lehnt das ab und Dein Kind ist dann mal 18 Jahre alt und du sagst ihm das vor 9 jahren ein FC Bayern angefragt hat Du aber nein gesagt hast wie ist wohl die reagtion Deines Kindes dann.
( wie bei einer Adoption). Was ist wenn es anders rum ist und Du ja sagst und das ganze nichts wird dann denkt man hätte ich es nicht gemacht.

Ein sehr gutes Beispiel für was ist möglich wenn ist —> Lionel Messi was aus Ihm wurde ist hinreichend bekannt.( Im Alter von 13 Jahren wanderten seine Eltern mit ihm und drei Geschwistern nach Barcelona aus )

Bei der ganzen Diskussion wird vergessen, dass man mit neun (!) Jahren sogar im kleinen Mainz gut Fußballspielen lernen kann und dafür nicht zu einem Verein gehen muss, der gerne auch mal immer mal wieder Talente prophylaktisch aufkauft und sie dann nach zwei,drei Jahren sang- und klanglos wieder loszuwerden.

Die Jungs tun mir leid.
Das ist doch alles wahnsinn

Ich bin kein Freund dieser Kindertransfers. Ich drücke den Jungs die Daumen.

Die Bayern wollten den 2008er, die anderen Jungs kommen halt mit, weil die Familie umzieht.

Bayern sollte auf den einheimischen Nachwuchs setzen und mal wieder eine Integrationsfigur bis zur ersten MAnnschaft bringen. Reine Söldertruppen bringen am Ende gar nichts.

Kein Mensch kann mir sagen, dass die sog. Wunderkinder am Ende besser sind als viele gleichaltrige. Das gibt doch die Sportart gar nicht her. Am Ende kommen unter 100 gleich guten Spielern nur eine Handvoll in die Bundesliga – und das hängt an vielen Faktoren.

Ich denke die quote von 5 auf 100 ist zu optimistisch. Wieviele Kinder sind in D in einem Verein und träumen vom Profifußball, bestimmt mehr als 100.000. Und tatsächlich sind es aktuell vllt 1000 Profis (1.-3.Liga). Also von 100 schafft es vllt einer, und der landet dann evtl auch „nur“ in der 3. Liga.
Ich finde Kindertransfers eine Sauerei… Lasst doch die Kids sich in ihrem gewohnten Umfeld entwickeln und dann mit 17 18 können sie immernoch den Verein wechseln. Und Mainz ist ja kein Amateurverein.

Sehr guter Beitrag, du sprichst mir aus der Seele!

Tja und wo sind die Einheimischen Talente, ach ja meist bei FFF oder Kleben mit dem Arsch auf dem Asphalt!

Talent ist 30% aber der Kopf (Charakter) macht 70% aus. Dazu brauchst du Glück mit deinem Körper und etwaigen Verletzungen.

Mainz ist für mich schon einheimisch. Is ja nicht so, das die Kids aus dem Orient in eine fremde Kultur verfrachtet werden. Und wenn wie oft genug passiert, der Vater weit weg einen tollen Job bekommt, wird ja auch umgezogen. Man sollte evtl auch mal sehen was für eine Chance das für die Jungs und die ganze Family ist. Wenn nur einer davon durchstartet, hat vermutlich die ganze Familie ausgesorgt. Finde ich nicht sooo verwerflich solche Chancen einzuräumen.

Purer Blödsinn! Mit 9 Jahren kann man keinen Spieler beurteilen. Selbst ein Moukoko, der mit 14 alles gegen die Wand gespielt hat, ist in der Bundesliga chancenlos…

Das ist allein schon deshalb Unsinn weil mit 9 Jahren ein Kind mitten in der Entwicklung ist und in vielerlei Richtungen gehen kann. Was will der FCB denn machen wenn es mal auf dem Platz kracht und der Bub keine Lust mehr auf die Mannschaft hat? Nur mal so als kleines Beispiel.

Hinzu kommt, dass man den Kindern schon irgendwie die Zukunft raubt. Ich mit 9 habe mit Freunden Cowboy und Indianer gespielt, wir waren in Wäldern, haben Baumhäuser gebaut oder versucht etc. Heutzutage sollen die jetzt am Campus „ausgebildet“ und auf Erfolg getrimmt werden, damit sie mal irgendwann vielleicht ein Star werden. Wers braucht…

Finde ich unmöglich.
Die Kids sollten ne unbeschwerte Kindheit haben, ohne Druck. Ätzend sowas.

Haben wir nicht erst kürzlich die U10 aus dem Spielbetrieb genommen?

[…] Nseke von Mainz 05 verpflichtet hat, gibt es viel Kritik am Vorgehen des Vereins, worüber „FCBinside“ berichtet. In den Kommentaren gibt es viel Unverständnis, einer schreibt: „Die Jungs tun mir […]

Nicht der FCB tut verwerfliches, sondern die Eltern.
Man kann auch NEIN sagen und gerade Mainz ist für top Jugendarbeit bekannt. Ist die Jugendarbeit bei uns wirklich besser? Die Aussichten nach der A-Jugend sind hier besser aber bis dahin ist es ein verdammt weiter Weg.

Vjeko Keskic

Vjeko Keskic

Gründer
Vjeko hat das Projekt fcbinside.de im Sommer 2019 gegründet. Während er in seiner Kindheit/Jugend noch als aktiver Kicker unterwegs war, schreibt er mittlerweile seit mehr als zehn Jahren regelmäßig über die schönste Nebensache der Welt. Auf dem Online-Portal "SPOX" wurden 2008 die ersten Blogbeiträge veröffentlicht, schon damals lag ein gewisser Fokus auf seiner großen Leidenschaft – dem FC Bayern.