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Mané, de Ligt & Co. – Wie können sich die Bayern ihre neuen Top-Stars leisten?

Herbert Hainer, Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic
Foto: IMAGO

Der FC Bayern rüstet für die kommende Saison ordentlich auf. Nach dem Transfer-Coup mit Sadio Mané haben die Münchner mit Matthijs de Ligt direkt nachgelegt. Knapp 120 Millionen Euro hat der deutsche Rekordmeister bis dato in der laufenden Wechselperiode ausgegeben. Viele Fans und Medien fragen sich: Woher kommt plötzlich das viele Geld her?



Im Sommer 2019 haben die Bayern rd. 140 Millionen Euro in neue Spieler investiert und damit einen neuen Ausgabenrekord aufgestellt. Allein für Lucas Hernandez hat man damals 80 Millionen Euro an Atletico Madrid überwiesen. Kurioserweise haben die Münchner auch diesen Sommer für einen Innenverteidiger tief in die Tasche gegriffen. Matthijs de Ligt kostet 67 Millionen Euro. Weitere zehn Millionen könnten durch Bonuszahlungen fließen.

Knacken die Bayern die 150 Millionen Euro-Marke diesen Sommer?

Doch de Ligt wird vermutlich nicht der letzte Neuzugang diesen Sommer bleiben. Mit Konrad Laimer und Mathys Tel haben die Bayern zwei weitere Spieler fest im Visier. Sollte man bei beiden den Zuschlag erhalten, wird man mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit einen neuen Ausgabenrekord verbuchen, der über 150 Millionen Euro liegen dürfte.

Kurios ist: Zu Beginn des Jahres hatten die Bayern-Bosse noch betont, dass man nicht bereit ist das Wettbieten auf dem Transfermarkt im europäischen Fußball mitzugehen. Oliver Kahn, Herbert Hainer und Hasan Salihamidzic haben stets auf die Corona-Verluste hingewiesen, welche sich auf knapp 100 Millionen Euro belaufen. Wenige Monate später hat kein Verein in Europa so viel Geld für neue Spieler ausgegeben wie die Münchner.

Bayern greift auf sein Festgeldkonto zurück

Auf die Frage woher die Bayern plötzlich so viel Geld haben, gibt es mehrere Antworten: Durch die Verkäufe von Robert Lewandowski, Omar Richards und Marc Roca, sowie weiteren Nachwuchsspielern hat man mehr als 70 Millionen Euro an Einnahmen generiert. Diese Erlöse erhöhen den finanziellen Spielraum bei den Neuzugängen. Wie „Sky“ berichtet, möchte man durch zusätzliche Verkäufe (Chris Richards, Joshua Zirkzee, Marcel Sabitzer, Bouna Sarr) weitere Einnahmen generieren.

Nach „Sky“-Informationen verfügen die Bayern zudem nach wie vor über ihr berühmt-berüchtigtes Festgeldkonto. Laut dem Pay-TV-Sender befinden sich auf diesen um die 100 Millionen Euro. Geld, welches in der Vergangenheit für Investitionen zur Seite gelegt wurde.

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Guter Zeitpunkt auf die Reserven zurückzugreifen, wenn nicht jetzt, wann dann. Es gibt keine Zinsen und das Sparbuch schießt keine Tore.

Wenn sich erstmal alle Vereine in Europa von den Corona Einbußen erholt haben, gehen auch die Preise für Spieler und Gehälter wieder hoch.

Und nur wenn man in der CL weiterhin oben mitspielt Fliesen auch die großen Einnahmen.

Sehe die Gehälter schon hoch genug.

Ich denke das auf dem Festgeldkonto noch genug Geld da ist da uli immer gut gewirtschaftet hat. Wenn man so nimmt haben wir bis jetzt 50 mile investiert, wenn wir noch ein paar Spieler loswerden können wir auch noch was nachlegen, laimer und tel würde ich gern bei uns begrüßen, Mia San Mia, gruß marco

50 Mio! 50.000 wäre bissl wenig

„Oliver Kahn, Herbert Hainer und Hasan Salihamidzic haben stets auf die Corona-Verluste hingewiesen, welche sich auf knapp 100 Millionen Euro belaufen.“ Es wäre in einem solchen Artikel aus Seriösitätsgründen sehr wichtig, darauf hinzuweisen, dass diese Verluste ganz klar Umsatzverluste sind, der Umsatz also entsprechend geringer als im jeweiligen Vorjahr war. Im eigentlichen finanziellen Ergebnis (Ausgaben vs. Einnahmen = Gewinn oder Verlust) ist der FC Bayern bisher in JEDEM Geschäftsjahr in den letzten Jahren mit einem (z.T. recht geringen) PLUS herausgegangen…

Last edited 22 Tage zuvor by Polonius

Macht so weiter wir Fans versuchen euch zu Helfen für Neue Spieler zu kaufen.

Danke für den Bericht, der mir auch nochmal einen Einblick in die Frage gibt.

Am Ende wird die Transferbilanz gar nicht so schlecht ausfallen. Chris Richards und Zirkzee werden noch zusammen circa 30 Mio bringen. Dann hat man Einnahmen von circa 112 Mio Euro. Lewa 60, O. Richards 10 und Roca mindestens 12. Das gleicht dann de Ligt und Mané wieder aus. Alles im Lack.

„Oliver Kahn, Herbert Hainer und Hasan Salihamidzic haben stets auf die Corona-Verluste hingewiesen, welche sich auf knapp 100 Millionen Euro belaufen.“ Es wäre in einem solchen Artikel aus Seriösitätsgründen sehr wichtig, darauf hinzuweisen, dass diese Verluste ganz klar Umsatzverluste sind, der Umsatz also entsprechend geringer als im jeweiligen Vorjahr war. Im eigentlichen finanziellen Ergebnis (Ausgaben vs. Einnahmen = Gewinn oder Verlust) ist der FC Bayern bisher in JEDEM Geschäftsjahr mit einem (z.T. recht geringen) PLUS herausgegangen…

Auf Transfermarkt.de kann man die Transferbilanz nachvollziehen.
Hier haben die Bayern ein aktuelles Transferminus von 50 Mio.

https://www.transfermarkt.de/fc-bayern-munchen/transfers/verein/27/saison_id/2022

Wenn die Bayern so weiter machen (den weltbesten Neuner abgeben und jede Menge neues Personal einkaufen), könnte ihnen das Gleiche passieren wie Löw mit seinem Generalumbruch.

Zuviel personelle Veränderung auf einmal braucht Zeit zum Einspielen. Von blindem Verständnis wollen wir garnicht reden. Ich befürchte einen klassischen Fehlstart, der am Saisonende sogar die Meisterschaft kosten könnte. Weniger ist manchmal mehr und erleichtert das Augenmaß…

Mane und de Ligt wären als Neuzugänge vorerst genug gewesen. Im Winter hätte man bedarfsorientiert gezielt nachjustieren können. Und zwar mit Klasse anstatt mit Masse…

Was momentan abgeht, kommt mir ein wenig vor wie blinder Aktionismus…

Das kann ein Trainer in so kurzer Zeit kaum richten. Am besten, die Bosse schenken Nagelsmann einen Container Schweißtücher.

Falls er die Mannschaft aber bis spätestens zum vierten Spieltag zum Funktionieren bringt – Hut ab. Dann ist er für mich der Allergrößte… Und zwar größer als Klopp und größer als Pep…

Sehe ich anders. Man hat außer bei Lewy durchwegs Spieler abgegeben, die die Erwartungen nicht erfüllt haben ( ja, auch Süle gehört dazu).

Mit dem Einspielen magst du Recht haben, aber das betrifft Dortmund, Leipzig und Leverkusen gleichermaßen.

Last edited 21 Tage zuvor by Hubery07

Ich bin ganz deiner Meinung!

Jedes Wort an diesem Beitrag ist vollkommen überflüssig

Blubber Blubber nach dem vierten Spieltag haben die Bayern schon 3 Punkte Vorsprung auf den Zweiten, also Träum dir die Apokalypse woanders schön.

Niemand würde es mehr freuen als mich, wenn ich hier falsch liege. Aber ich dachte, das hier sei ein demokratisches Forum, wo man auch mal Bedenken äußern kann.

Um Vorsprung auf den Zweiten zu haben muss man erstmal Erster sein, mein ahnungsloses Dickerchen

Im Winter einkaufen ist Humbug!
Klasse gibt es zu der Zeit eigentlich nicht, und wenn, dann total überteuert und ohne Teilnahme für die CL.
Man kauft prinzipiell nicht im Winter, ausser man hat Probleme.

Aktueller Saldo bei Transferbilanz – 50 Millionen
Mathys und Laimer etwa weitere 50 Millionen Ausgaben
Transferbilanz – 100 Millionen = Festgeldkonto leer
Richards + Zirkzee +30 Millionen
Sabitzer und Sarr bestehen keine Interessenten
Festgeldkonto dann 30 Millionen im Plus

Du musst den Gewinn des Kalenderjahres berücksichtigen. Ergo, Festgeldkonto rappelvoll!

Die Vereine geben das Geld doch nicht sofort aus. Die Ablösesumme wird über die Vertragsdauer abgeschrieben. Bei zb 100 Mio Ablöse mit einem Vertrag über 5 Jahre hat Bayern nur 20 Mio ergebniswirksame Aufwendungen. Transfererlöse, wie der in der Bilanz bereits abgeschriebene Lewandowski, verursachen dagegen sofort ergebniswirksame Erlöse. Dadurch erzielt Bayern bisher in dieser Transferperiode bereits ein Transferüberschuss.

Dann können die ja Deiner Meinung nach gleich nochmals auf Einkaufstour geben…..
Ist schon abenteuerlich, Deine G+V Rechnung. Würde Dir mal einen Kurs bei der VH empfehlen…

Stimmt. Man muß im übrigen zw steuerlicher Betrachtung und Liquiditäts-Gesichtspunkten unterscheiden.

Bayern hat noch nie auf Raten gekauft. Diese Jahr ist das erst mal.

Sie hatten einen Umsatzrückgang von ca. 100 Mio. Das ist nicht gleichbedeutend mit einem Verlust. Unterm Strich hat man trotz Corona mit einem kleinen Gewinn abgeschlossen d.h. das Festgeldkonto ist seit Jahren angewachsen in den letzten zwei Jahren nur nicht so stark. Von daher kann man auch mal in die Zukunft investieren.

Hat Sky über das berühmt-berüchtigte Festgeldkonto jetzt tatsächlich Wissen zum aktuellen Saldo? Was soll man denn noch alles glauben? Warum wussten sie es denn vorher nicht. Blamage für die Journalisten, jetzt noch auf dicke Wissens-Lederhose zur Schadensbegrenzung machen.

Dass berühmte Festgeldkonto die Transfers sind mega aber hoffentlich heben sie genug Geld für Harry kane im nächsten Jahr auf denn der Engländer ist granate

Hoffentlich nicht! Übrigens hat Bayern über 300 Mio auf dem Konto. Das reicht locker für den Engländer.

Uli hat zur Rettung seines Ziehsohnes das Festgeldkonto frei gegeben.

so kann man das sehen – fehlt nur noch ein Kracher im Sturm.

80m Einnahmen … Dann 150m Ausgaben und das festgeldkonto schmilzt um 70m auf 30 … Ja gut … Dann ist halt nächstes Jahr nix mehr drin, ..;ich hoffe Nagelsmann gewinnt dann drei Pokale anstatt einem … Flick hat mit nix das Triple geschafft…. Wenn nicht darf er gehen oder?

Nachdem der größte Pleite-Club aller Zeiten, Spieler wie am Fließband verpflichten kann, stelle ich mir diese Frage beim FC Bayern nun wirklich nicht.

Top, mehr gibts dazu nicht zu sagen

Tzz fragen wo Geld her kommt bayern hatte schon immer Festgeld Konto. Weil sie über Jahre vernünftig wirtschaften .

Der Verein ist ja keine Bank, also raus mit der Kohle.
Allerdings geht’s ja nicht nur um die Ablöse, sondern auch um die immensen Gehälter, die sich der FCB sogar für Ergänzungsspieler leistet.
Da ist man, wie jeder andere Verein auf Einnahmen aus CL, Fernsehgelder und Sponsoren abhängig.
Solange die, trotz der wichtigen Probleme auf der Welt so weiter sprudeln, wird die Spirale immer weiter gegen und man bezahlt 30 Mio für ein Talent.
Scheint so, als wären nicht mal die Scheichs bereit soviel zu investieren.

Servus beieinander,

hier wird das ganze Schlamassel ja ganz schön beschrieben.

Der Kern der Mannschaft mit der die Erfolge 2020 unter Hansi Flick errungen wurden stammte noch aus der Ära Hoeneß und Sammer.
Hasan Salihamidzic wollte ja schon 2019 eingreifen, leider nur mit mäßigem Erfolg.
Unter den außergewöhnlichen Umständen 2020 konnte er dank eines Glücksgriffes Namens Hans Flick, übrigens auch noch von Mattias Sammer geholt, den Erfolg ernten, der von seinen Vorgängern gesät wurde.
Aber bereits seit Amtsantritt von Hasan Salihmidzic wurde die Substanz der Mannschaft jährlich schwächer.
Aber das ist die Folge wenn man einen Anfänger auf einen verantwortungsvollen Posten setzt.
Dann werden eben auch Anfängerfehler gemacht.
Mit wichtigen Spielern konnten die Verträge nicht verlängert werden, die getätigten Transfer erfüllten die Erwartungen nicht. Aber Fehler kann man ja mit Geld recht machen.

Kurz um, hier wurde sehr viel Lehrgeld bezahlt.

Man kann nur hoffen dass die diesjährigen Verpflichtungen die Erwartungen erfüllen, denn vermutlich war das der letzte Versuch, ich fürchte nach dieser Transferperiode ist das legendäre Festgeldkonto endgültig Geschichte.

Aber frei nach Cato:

„Im Übrigen bin ich der Meinung, dass der FC Bayern einen neuen Vorstand braucht“

Das stimmt doch leider hinten und vorne alles nicht.
Der FC Bayern München hat die letzten Geschäftsjahre immer Gewinn gemacht, auch wenn diese im Coronajahr nur knapp 2 Millionen war. Insgesamt konnten sie also all die Jahre ihre Eigenkapitalquote erhöhen, diese beläuft sich zur Zeit auf 491 Millionen Euro. Selbst wenn Bayern München dieses Jahr mit einer negativen Transferbilanz rausgeht, heißt das noch lange nicht, dass sie dieses Geschäftsjahr Verlust machen.