FCB Frauen

Misslungener Saisonauftakt: FCB Frauen patzen gegen Frankfurt

Am Freitagabend eröffnete Eintracht Frankfurt und der FC Bayern die neue Bundesliga-Saison 2022/23 der Frauen. Dabei trennten sich beide Mannschaften leistungsgerecht mit 0:0-Unentschieden. Für die Mannschaft von Trainer Alexander Straus war das torlose Remis ein erster Dämpfer zum Saisonauftakt.



Vor einer Rekordkulisse von 23.200 Zuschauern im Deutsche Bank Park schickte Trainer Straus seine Mannschaft fast unverändert in die Partie. Im Vergleich zum Pokalspiel beim FC Ingolstadt rotierte der Norweger nur auf einer Position, sodass Klara Bühl für Linda Dallmann in die erste Elf rückte.

Intensive erste Hälfte

Die Zuschauer im Deutsche Bank Park sahen einen munteren Beginn beider Mannschaften. Die Münchnerinnen waren gleich gut im Spiel und kamen schon in der dritten Spielminute zu einer guten Torgelegenheit. Lina Magull spielte einen sehenswerten Steckpass auf Lea Schüller, die frei aufs Tor von Stina Johannes zu lief. Doch das Schiedsrichterinnen-Gespann um Katrin Rafalski pfiff den Angriff aufgrund einer möglichen Abseitsstellung von Schüller zurück.

Im Laufe des Eröffnungsspiels fand die Eintracht immer besser ins Spiel und störte die Bayern früh im Spielaufbau. Bei dem hohen Anlaufen der Hessinnen hatten die Roten zunehmend Probleme sich spielerisch zu befreien. Nach einer gespielten halben Stunde stagnierte das Spielgeschehen erstmals. Beide Trainer hatten ihre Mannschaften so gut eingestellt, sodass sich beide Teams im Mittelfeld beinahe neutralisierten. Zudem war das Spiel geprägt von intensiven Zweikämpfen rund um den Mittelkreis. Beispielsweise grätschte Georgia Stanway zwar fair, aber hart Laura Freigang um, die ungünstig auf die linke Schulter fiel und im Laufe der Partie auch ausgewechselt werden musste.

Nach einer intensiven erste Hälfte hatten die Frankfurterinnen zwar mehr Spielanteile ohne aber zwingend gefährlich zu werden. So ging es mit einem torlosen Remis in die Halbzeitpause.

Bayern kommt mit Schwung aus der Pause

Nach dem Seitenwechsel kamen die Münchnerinnen mit ordentlich Offensivdrang aus der Pause. So präsentierte sich die Mannschaft von Straus präsenter im Gegenpressing, woraus die erste richtig gute Gelegenheit für die Bayern resultierte. So verlor die Frankfurter Verteidigerin Sjoeke Nüsken den Ball im Aufbauspiel, sodass Lina Magull frei zum Abschluss kam. Allerdings konnte Schlussfrau Johannes den Schuss gerade noch so zur Ecke parieren. In der Anfangsviertelstunde waren die Bayern im Mittelfeld präsenter als die Eintracht, was auch mit der Einwechslung von Sydney Lohmann für Georgia Stanway zusammenhing.

Allerdings konnten die Münchnerinnen kein zählbares Kapital aus ihrer Druckphase schlagen, sodass sich das Spielgeschehen wieder ausgeglichener gestaltete. In der Schlussviertelstunde drängten die Hessinnen die Bayern vermehrt in die eigene Hälfte und kamen zu mehreren aussichtsreichen Möglichkeiten. So erhielt Géraldine Reuteler in der 77. Spielminute die große Gelegenheit zur Frankfurter Führung. Nach einem misslungenen Klärungsversuch von Saki Kumagai fasste sich die Schweizerin ein Herz und schoss den Ball per Dropkick aufs Bayern-Tor. Allerdings konnte Schlussfrau Luisa Grohs den Ball noch mit einer sehenswerten „Flugeinlage“ über das Tor lenken.

In dieser Phase des Spiels bestimmte Frankfurt das Spiel und war dem Führungstreffer näher als die Bayern. Doch die Mannschaft von Straus witterte bis zum Schlusspfiff auf ihre Chancen. So hatte Lina Magull in der Nachspielzeit die letzte aussichtsreiche Gelegenheit. Nach einer guten Flanke von Caro Simon köpfte Lina Magull freistehend aufs Eintracht-Tor. Allerdings bekam die Kapitänin nicht genug Druck hinter den Ball, sodass dieser kein Problem für Johannes darstellte.

„Nicht zufrieden“

Nach der Partie haderten die Bayern mit ihrer Leistung bei Eintracht Frankfurt. „Es war ein umkämpftes Spiel und die Intensität war sehr hoch. Eintracht hat es uns im Gegenpressing schwer gemacht. Heute waren wir nicht gut genug, um zu gewinnen. Wir hatten Chancen, aber haben diese nicht genutzt. Wenn wir 1:0 in Führung gehen, wäre das Spiel anders gelaufen. Heute nehmen wir den Punkt mit, aber wissen, dass wir uns in den nächsten Spielen steigern müssen. Die Stimmung im Stadion war heute natürlich überragend, das war eine großartige Erfahrung für die Spielerinnen“, so Trainer Straus nach dem Liga-Auftakt.

Auch Lea Schüller hadert mit der Leistung am gestrigen Abend: „Die Kulisse war natürlich überragend, da freut man sich, wenn man ins Stadion kommt. Wir sind mit dem Unentschieden nicht zufrieden, das hätten wir viel besser machen können. Am Anfang waren wir meiner Meinung nach zu ängstlich und haben zu viele lange Bälle gespielt. Eigentlich haben wir es in den letzten Spielen gut gemacht, aber heute sind wir nicht zufrieden.“

Nach dem Topspiel ist vor dem Topspiel: Am kommenden Dienstag geht es für die Bayern in der Champions League-Qualifikation auswärts gegen Real San Sebastián. Das Hinspiel der CL-Qualifikation spielen die Münchnerinnen in San Sebastián bevor es dann eine gute Woche später zum Rückspiel am Bayern-Campus kommt.

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9 Comments
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Keine Zuschauer, kein Interesse = keine Kommentare.

logisch.

Brazzo ist schuld..!

😂😂😂

Wer sonst. Der hat den Mädels das warme Wasser abgedreht.

Sogar die Trolle interessieren sich plötzlich für die frauenmannschaft. Keine Ahnung warum die Frauen aktuell genau so planlos wie die Männer spielen. Wahrscheinlich landen Bayern und Frankfurt irgendwo hinter Wolfsburg in der Liga, falls sie nicht doch noch ins Rollen kommen. Vielleicht kann sich Bayern wenigstens den dfb pokal holen.

Dann hast du aber unsere Zweite noch nicht gesehen. Die sind momentan unterirdisch. 0.5 gegen Burghausen – schlimm!

Murphys Gesetz 😂

Kommt der Bericht, um nicht negativ aufzufallen?!
Dann konsequenterweise auch über die Amateure, alle U – Mannschaften, die Kegler und die Schachspieler berichten!

Die Trolle bekommen bei Männerartikeln nicht mehr genug Aufmerksamkeit. Herrlich. Also wenn ihr portale nur über Männer sucht, dann müsstet ihr vielleicht nochmal auf ganz anderen Seiten suchen. Ist ja nicht schlimm, wenn man sich ausschließlich für Männer interessiert, nur halt unter diesem Artikel deplatziert.

Jonas Gerhartz
Jonas ist seit klein auf leidenschaftlicher Bayern-Fan. Wo der FC Bayern ist, ist Jonas nicht weit. Er verfolgt intensiv die aktuellen Entwicklungen rund um den FCB und hat durch sein laufendes "Sportjournalismus & Sportmarketing" Studium eine Leidenschaft fürs Texten über seinen Herzensverein entwickelt.