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Musiala führt Bayern aus der Krise – 3 Erkenntnisse zum Heimsieg gegen Leverkusen

Jamal Musiala und Leroy Sane
Foto: Getty Images

Der FC Bayern hat am Freitagabend mit einem 4:0-Erfolg gegen Bayer Leverkusen zurück in die Erfolgsspur gefunden. Ein FCB-Profi stach mit seiner Leistung wieder einmal hervor – Jamal Musiala. Der 19-Jährige war mit drei Scorerpunkten maßgeblich an dem Sieg beteiligt. Wir liefern Euch drei Erkenntnisse zum Heimerfolg gegen Leverkusen.



Die Bedeutung dieser Bundesliga-Paarung am 8. Spieltag war den Bayern schon in den Anfangsminuten anzumerken. Nach vier sieglosen Spielen in Folge musste unbedingt wieder ein Erfolgserlebnis in der Bundesliga her. Mit dieser Einstellung ging der deutsche Rekordmeister in die Partie und erzielte die frühe Führung durch Leroy Sané in der 3. Spielminute. Nach dem Führungstreffer liefen die Bayern weiter an und belohnten sich für eine starke spielerische Vorstellung mit einer 3:0-Pausenführung. In zweiten Durchgang schaltete die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann ein paar Gänge zurück und erspielte sich nur noch wenige Abschlüsse. Kurz vor dem Schlusspfiff setzte Thomas Müller, nach einem individuellen Fehler von Torhüter Lukas Hradecky, mit dem Treffer zum 4:0 den Schlusspunkt.

1. Musiala ist der Dreh- und Angelpunkt im Bayern-Spiel

Auch wenn sich der FC Bayern in den letzten Wochen in einer Ergebniskrise befand und viele Bayern-Spieler wie Sadio Mané, Serge Gnabry & Co. ihrer Form hinterher liefen, war Jamal Musiala meist ein Lichtblick im Spiel der Münchner. Wie auch am gestrigen Abend. Der 19-Jährige war der Dreh- und Angelpunkt im Spiel des Rekordmeisters und forderte viel den Ball, um der Partie seinen Stempel aufzudrücken. Und das gelang dem Shootingstar eindrucksvoll. So war Musiala an drei von vier Toren direkt beteiligt und erzielte selbst einen Treffer zur zwischenzeitlichen 2:0-Führung. Wie gut Musiala dem Bayern-Spiel tut, zeigen seine bisherigen beeindruckenden Saisonstatistiken. So kommt dieser wettbewerbsübergreifend auf 12 Torbeteiligungen in elf absolvierten Pflichtspielen. Außerdem führt der 19-Jährige mit fünf Saisontoren die Torschützen-Liste des Rekordmeisters an.

Das gestrige Spiel hat mal wieder gezeigt, dass Musiala mit seiner aktuellen Form nicht mehr aus der Bayern-Elf wegzudenken ist. Oder wie es der Ehrenpräsident des FC Bayern Uli Hoeneß unter der Woche forderte: „Wenn er so spielt, muss er beim FC Bayern und in der Nationalmannschaft gesetzt sein.“

2. Bayern kann auch (wieder) effizient sein

Im Abschlusstraining am vergangenen Donnerstag soll Trainer Julian Nagelsmann ausgiebig die Torabschlüsse seiner Bayern-Spieler trainiert haben. Und das zahlte sich gestrigen Abend aus. So erzielten die Bayern mit vier abgebenden Torschüssen gleich drei Tore in der ersten Halbzeit und konnten das Topspiel früh für sich entscheiden.

Ausgenommen von dem CL-Spiel gegen den FC Barcelona, sah das in den vier letzten Bundesligaspielen allerdings ganz anders aus. Trotz zahlreicher Torchancen, konnte der deutsche Rekordmeister nur vier eigene Treffer erzielen. Zu wenig, wenn der Anspruch lautet, alle Spiele gewinnen zu wollen. Das frühe Tor von Sané war der vermeintliche „Dosenöffner“. Auch Trainer Julian Nagelsmann betonte nach dem Schlusspfiff der Partie, wie wichtig es sei, früh ein eigenes Tor zu schießen, um das eigene Selbstvertrauen wieder zurückzugewinnen.

3. Wichtiger Sieg für den Jahresendspurt

Mit dem gestrigen Sieg über Leverkusen fiel gleichzeitig auch der Startschluss für den Jahresendspurt bis zur anstehenden Winter-WM in Katar. Denn der FC Bayern kann mit sechs englischen Wochen am Stück auf einen vollgepackten Terminkalender blicken. Der gestrige Heimerfolg war nicht nur wichtig für die Tabellensituation, sondern auch um mit einem guten Gefühl in die nächsten Spiele zu gehen.

Insbesondere bei einem so vollen Terminkalender muss auch die Belastungssteuerung stimmen. Dazu zählt es auch Spiele frühzeitig für sich zu entscheiden, um mit den eigenen Kräften gut zu haushalten. Dies ist dem deutschen Rekordmeister am gestrigen Abend gut gelungen, sodass man nach einer starken Leistung mit 3:0 in die Halbzeit gehen konnte und im zweiten Durchgang wichtige Kräfte einsparte.

Das gestrige Spiel gegen Bayer Leverkusen war ein Paradebeispiel dafür, dass in erster Linie die Ergebnisse stimmen müssen, um auch eine gute Belastungssteuerung zu finden.

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…ein Spieltag später: „wieso fühlt es sich schon wieder so an als werden wir am Ende wieder mit 10+ Punkten Meister?”

Wenn man es einmal realistisch betrachtet, war es ein gutes Spiel des FCB gegen einen schwachen Gegner, mehr nicht! Jetzt schon wieder davon zu sprechen, dass man aus der Krise raus ist, halte ich für falsch. Die nächsten Spiele müssen zeigen, ob es gestern der Auftakt war zu alter Dominanz. Seien wir geduldig und warten ab, wie der FCB gegen Dortmund performt.

Stimm ich dir zu und am Samstag muss wieder ein ! gesetzt werden

Völlig korrekt, da bin ich bei Dir.

Gegen Dortmund wäre doch auch ein Spiel gegen einen schwachen Gegner.

Der Trainer hätte auch mal Tel wieder bringen können anstatt den alternden Choupo!!! JN setzt nicht auf jungen Nachwuchs!!!!

Also ich kann das schon verstehen, für Titelgewinne ist es nunmal wichtiger im letzten Saisondrittel einen Choupo zu haben der in engen Spielen nochmal nen Unterschied machen kann als Brecheisen vorne drin. Nachdem der nun auch überhaupt nicht in Form ist muss man ihn langsam dort hinführen

Gutes Spiel gestern vom FCB.
Punkt.
Und ein guter Spieltag für uns.
Union Berlin kassiert in Frankfurt die erste Niederlage.
Und der BVB verliert in Köln. Es war bereits die dritte Niederlage des BVB in dieser Saison.
Und nächsten Samstag setzt es hoffentlich die vierte.

Genau so ist es, der FC Bayern gewinnt dort, und sie sind vielleicht schon Tabellenführer,
oder zweiter?

1) gutes Spiel gegen ganz schwaches Bayer
2) Musiala muss immer spielen
3) Nagelsmann wechselt beschissen

Die nächstè Woche wird den Weg weisen. Schlagen wir Pilsen deutlich und machen auch in Dortmund ein gutes Spiel mit 3 Punkten…..dann war das der Turnaround. Kommt es anders, scheitert Nagelsmann.

Last edited 1 Monat zuvor by Martin Hagemann

@MH

Wieso sollte JN denn scheitern, wenn es für uns beim BVB nicht klappt??
Dann müsste Terzic in Dortmund längst gescheitert sein: 3 BL-Niederlagen und eine CL-Niederlage bei ManCity.

Man sollte nicht jedes Spiel zum Endspiel erklären. Schon gar nicht bereits am 9. Spieltag.

So schlecht wie der BVB heute war, verlieren wir da nicht. Aber gesetzt dem Fall, dass wir da wieder mal mistig spielen, seltsam wechseln, usw…..kommt wieder Unruhe rein.
P.S. schönen Abend noch. Ich guck jetzt erstmal mit Sohnemann Bremen gg Gladbach. Superspiel bisher.

Last edited 1 Monat zuvor by Martin Hagemann

Ruhig bleiben, die gewinnen beide Spiele, immer mit der negativen Zukunft…!

meine Erkenntnis aus dem Spiel und der bisherigen Saison: führen wir früh, gewinnen wir das Spiel, die Gegner glauben nicht mehr an sich. Schiessen wir aber in den ersten 30 Minuten kein Tor, spielt es in die Karten der Gegner, wir schaffen es nicht uns durchzusetzen und schwimmen. Also so leichtfüßig war es noch nicht. In Dortmund wird sich zeigen wo wir stehen

Genau richtig analysiert👍

@Christian

Es gilt aber erst recht für den BVB: Nach dem Spiel gegen uns wird sich zeigen, wo der BVB steht. Der hat in dieser Saison inzwischen bereits dreimal verloren.

Ja Brazzo4Ever.

Johannes ist nicht Brazzo4Ever. Finde seine Kommentare zwar auch etwas sehr unkritisch und schönfärbend, aber er beleidigt niemanden und begründet seine Meinung vernünftig. Von daher ist doch alles in Ordnung. Ausserdem hat er eine komplett andere Diktion als uns Brazzo4Ever.

@MH

Danke.
Nun, wenn man meine Kommentare hier verfolgt: es gab sicher auch schon kritische Kommentare von mir zur Mannschaft und zum Trainer; von wegen „unkritisch“ und „schönfärbend.“
Aber ich finde, über ein 4:0 kann man sich ganz einfach auch mal nur freuen.

Last edited 1 Monat zuvor by Johannes

Kann und sollte man. Aber man sollte auch sehen, dass Bayer erstens unglaublich schwach war und zweitens ohne Keeper gespielt hat. Von daher war es ein ordentliches Spiel, aber auch nicht mehr. Weil viele Großchancen (außer den teils hergeschenkten Toren) hatten wir jetzt auch nicht wirklich😉
So, bin raus für heute. Allen noch einen angenehmen Abend.

Last edited 1 Monat zuvor by Martin Hagemann

Jetzt kommt das 4te Mal!

Gegen BVB und besonders gegen ..Freiburg wird sich zeigen ob es tatsächlich vorne die Krise vorbei ist . Leverkusen war ein Witz gestern

Gegen die gewinnen wir meist hoch, das war noch im Schongang-2te HZ!

Nagelsmann hat nicht gesagt, das frühe Tor sei wichtig gewesen, um das eigene Selbstbewusstsein zurückzugewinnen. Bitte nicht anderen Worte in den Mund legen, die so nie gefallen sind. Das ist unseriös und unfair.

Last edited 1 Monat zuvor by pwet

Das Spiel war Ansicht schön und gut anzusehen, aber warum zum Teufel darf ein Kimmich einen Freistoß schießen?

Mane war leider sehr glücklos, abgesehen vom Treffer wurde er regelmäßig sauber vom Ball getrennt.

Musiala gehört die Zukunft, der Junge ist einfach nicht zu fassen, so viel Spielwitz und Genialität mit 19 absolut froh ihn zu haben.

Und schön das er es sich nicht von Kimmich abguckt, beim kleinsten lüftchen den Flieger zu machen.

Leverkusen hat bewiesen, dass sie aktuell zurecht auf einem Abstiegsplatz stehen. Wenn der FC Bayern zur Halbzeit gegen diesen schwachen Gegner 3 : 0 führt, dann kann man auch anderen Spielern Einsatzzeiten gewähren. Gravenberch und Tel sind junge, qualifizierte Spieler die sich beweisen wollen. Bei den englischen Wochen, die jetzt kommen, wäre die Schonung in der 2. Spielhälfte von Leistungsträgern keine schlechte Entscheidung gewesen. Selbst einem Kimmich könnte eine Pause nicht schaden.

Wenn man heute wieder sieht wie effektiv der klassische Neuner Fuellkrug im Strafraum spielt, dann bleibt ergaenzend als dauerhafte Erkenntnis der Vorrunde:

Ohne Mittelstuermer zu spielen ist einfach keine gute Idee

Da fällt einem eigentlich nur ein Satz ein: It `s boys against girls.
Wenn auch Hradecky ganz sicher nicht seinen besten Tag hatte, hier wurde ein Klassenunterschied sehr deutlich.
Musiala verdient sich ein Sonderlob. Die gegnerischen werden sich sehr bald auf ihn einstellen und versuchen das Supertalent aus dem Spiel zu nehmen.
Die Intensität bei uns war sehr hoch und ergo war Lev. zum Zuschauen verdammt.
Damit hat das Team auch klargestellt dass sie Nagi jetzt nicht abwählen wollen.
In den kommenden Wochen wird „Konstanz“ das Modewort sein.
Dass die Biene Maja ohne Haaland einfach nicht die Qualität hat haben wir gegen die Kölner mal wieder gesehen.
Mit Timo Werner hat Leipzisch wieder Fahrt aufgenommen udn wird aller Voraussicht nach der einzige chte Konkurrent in der BL sein.
Die Effizienz Vorne muss man beim FCB jetzt mal konstanter bringen.
Wir wollen nicht vergessen dass der erste Treffer ein abgefälschter Ball war udn Hradecky klar 2 Stück “ auf seiner Kappe“ hat.
Fazit: Hohe Intensität mit Effizienz beim Musiala Abend.

Vieles richtig, bedenke nur, dass der FC Bayern in der zweiten Hälfte-wegen Mittwoch,
noch im Schongang gespielt hat. Keine Angst die kommen wieder, gewinnen beim BVB!

Klar, Dienstag geht es ja bereits 18.45 h gegen Pilsen.
Da hat Lev aber nochmal Glück gehabt.

Jonas Gerhartz
Jonas ist seit klein auf leidenschaftlicher Bayern-Fan. Wo der FC Bayern ist, ist Jonas nicht weit. Er verfolgt intensiv die aktuellen Entwicklungen rund um den FCB und hat durch sein laufendes "Sportjournalismus & Sportmarketing" Studium eine Leidenschaft fürs Texten über seinen Herzensverein entwickelt.