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Angstgegner Augsburg bezwungen – 3 Erkenntnisse zum Achtelfinal-Einzug

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Foto: Getty Images

Am Mittwochabend zog der FC Bayern mit einem 5:2-Erfolg beim FC Augsburg ins DFB-Pokal-Achtelfinale ein. Dabei benötigten die Münchner einige Zeit, um richtig in die Partie zu finden. Am Ende konnte der deutsche Rekordmeister allerdings (mal wieder) ihren Angstgegner „Augsburg“ bezwingen und steht im Achtelfinale des DFB-Pokals. Wir liefern Euch drei Erkenntnisse zum Sieg beim FCA.



Es war ein „DO OR DIE“-Spiel in der WWK-Arena in Augsburg und so gestaltete sich auch der Spielverlauf. Von Beginn an verlangte der FC Augsburg dem deutschen Rekordmeister alles ab und startete besser in die Partie. So hatten die Münchner in der Anfangsphase große Probleme mit der intensiven Zweikampfführung des FCA und gingen verdient durch den Treffer von Mads Pedersen (9. Min) mit 0:1 in Rückstand. Die Bayern brauchten eine gute Viertelstunde, um das Spielgeschehen zu übernehmen und kamen nach Chancen von u.a. Jamal Musiala zum zwischenzeitlich verdienten Ausgleich durch Choupo-Moting (27.). Bis zum Pausen-Pfiff hatten die Bayern noch einige gute Möglichkeiten, um in Führung zu gehen. Dennoch ging es für beide Mannschaften mit einem 1:1-Unentschieden in die Halbzeit

Nach dem Seitenwechsel belohnte sich der deutsche Rekordmeister für eine gute Anfangsphase und ging durch die Treffer von Joshua Kimmich (53.) und Eric Maxim Choupo-Moting (59.) mit 3:1 in Führung. Kurz nach der erzielten Zwei-Tore-Führung erzielten die Augsburger ihren zweiten Treffer (65.) des Abends und belohnten sich ebenfalls für einen weiterhin engagierten Auftritt. Als der Spielverlauf wieder in Richtung der Augsburger zu kippen drohte, erlöste Jamal Musiala die Bayern (74.) mit seinem Treffer zum 4:2. Den Schlusspunkt eines intensiven Pokalfights setzte Alphonso Davies (90.+1) mit dem fünften Treffer der Münchner.

1. Bayern kann auch Augsburg

Mit dem Pokal-Los „FC Augsburg“ in der zweiten Runde des DFB-Pokals hatte der FC Bayern einen vermeintlichen „Angstgegner“ zugelost bekommen. Angstgegner? Zwar gingen die Bayern aus 41 Duellen 30 Mal als Sieger vom Platz, allerdings hatte die Mannschaft von Trainer Nagelsmann zuletzt so ihre Probleme gegen Augsburg. Dies zeigten zumindest die letzten drei Spiele gegen die Fuggerstädter. So hat der deutsche Rekordmeister seine zwei letzten Spiele (0:1 & 1:2) beim FCA jeweils verloren und konnte im letzten Heimspiel „nur“durch einen späten Foulelfmeter knapp mit 1:0 gewinnen. Zudem haben die Bayern ihre bisher einzige Pflichtspiel-Niederlage in Augsburg kassiert.

Und auch am gestrigen Abend hatte es die Münchner mal wieder kalt erwischt, als die Augsburger nach knapp zehn gespielten Minuten mit 1:0 in Führung gingen. Nur dieses Mal habe die Mannschaft laut Eric Maxim Choupo-Moting „große Moral und Mentalität“ bewiesen und sich wieder zurück in die Partie gekämpft.

Die gestrige DFB-Pokalspiel hat gezeigt, dass die Münchner auch mal wieder in Augsburg als Sieger vom Platz gehen können, was in den letzten Jahren nicht der Fall war.

2. Choupo-Moting zeigt (erneut) seine Stammspieler-Qualitäten

Im Sommer 2020 wechselte Eric Maxim Choupo-Moting von Paris Saint-Germain zum deutschen Rekordmeister. Mit der Verpflichtung des Kameruners konnten Hasan Salihamidzic & Co. einen erfahrenden Back-Up-Stürmer für Lewandowski verpflichten, der sich auch mit einer Joker-Rolle zufrieden gab.

Seit dem Abgang von Robert Lewandowski und der anhaltenden „Mittelstürmer-Diskussion“ an der Säbener Straße setzte Trainer Julian Nagelsmann in den letzten Spielen vermehrt auf Choupo-Moting. Und das mit Erfolg! So zahlte der 33-Jährige Kameruner das erhaltende Vertrauen vom Trainer eindrucksvoll zurück und wurde gegen den SC Freiburg sowie auch gegen den FCA zum wichtigen Match-winner für die Münchner. Am vergangenen Wochenende fungierte Choupo noch vermehrt als Wand- und Zielspieler für seine Mitspieler. Gestern zeigte der Kameruner auch seine Abschluss-Stärke und steuerte gleich zwei entscheidende Treffer zum Weiterkommen bei.

Mit der erneut bemerkenswerten Leistung gegen den FC Augsburg untermauert Eric Maxim Choupo-Moting seinen derzeitigen Startplatz in der Anfangself.

3. Bayern (mal wieder) mit „schläfriger“ Phase

Auch wenn die aktuelle Saison noch relativ jung ist, zeigte der FC Bayern bereits mehrere „Gesichter“ in den bisherigen Pflichtspielen. Auf der einen Seite brilliert der deutsche Rekordmeister mit absoluten Glanz-Leistungen. Beispielsweise gegen Eintracht Frankfurt oder beim letzten Heimsieg gegen Freiburg. Aber auf der anderen Seite holten die Münchner des öfteren auch durch kurze Schwächephasen und mit kleinen Ungenauigkeiten ihre Gegner wieder zurück ins Spiel. So verspielte man beispielsweise gegen Dortmund und Stuttgart einen schon sicher geglaubten Sieg nach einer langanhaltenden Führung.

Am gestrigen Abend hat der FC Bayern zwar nach 90 Minuten klar mit 5:2 gewonnen, aber verschliefen die so wichtige Anfangsphase in einem K.O.-Spiel. So liefen die Münchner früh einem Rückstand hinterher und machten sich das Leben dadurch nur unnötig schwer. Insbesondere in den K.O.-Spielen im Pokal oder in der Königsklasse können diese „schläfrigen“ Phasen durchaus sehr gefährlich werden und auch Leon Goretzka fand deutliche Worte zur schlechten Anfangsphase und betitelte diese als eine „Katastrophe“.

Das gestrige Spiel hat auch gezeigt, dass der FC Bayern insbesondere in K.O.-Spielen von Anfang an präsent sein muss, um ein Weiterkommen, sei es im Pokal oder in der Königsklasse nicht zu gefährden.

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Na, als Angstgegner würde ich Augsburg nicht bezeichnen.
Nur weil wir die letzten beiden BL-Spiele in Augsburg verloren haben ist das noch lange kein Angstgegner.
Da gab es früher viel längere Serien.
In Lautern oder gar in Frankfurt haben wir mal über ein Jahrzehnt nicht gewonnen.
In Frankfurt waren es sogar 17 oder 18 Jahre, wenn ich mich richtig erinnere (Von 1971 bis 1988 oder 1989).

Angstgegner–oder Problemgegner– ist in der letzten Jahren für mich Gladbach, aus welchen Gründen auch immer.

Ob EMCM tatsächlich die Lösung unserer „Sturmprobleme“ ist, das muss man abwarten.
Da sind Freiburg und Augsburg kein echter Maßstab.
Wenn er diese Leistung auch in der CL in Barcelona und gegen Inter bringt, dann wäre das schon eher ne Ansage für ne Dauerlösung.

Wir kreieren viele Chancen, lassen aber noch immer zu viele liegen.
Und eine andere negative Erkenntnis: Selbst wenn wir mit 2 Toren vorne liegen kann man sich eines Sieges noch nicht sicher sein.

Das hat das Spiel in Dortmund gezeigt. Und auch das gestern in Augsburg.
In Dortmund kann das ja noch passieren. Aber wenn du in Augsburg mit 2 Toren vorne liegst, dann muss die Messe gelesen sein.
War sie nach unserem 3:1 leider noch nicht.

Solche Dinge müssen wir abstellen.

Last edited 1 Monat zuvor by Johannes

Angstgegner ist genau genommen ni cht Gladbach, sondern der Torwart von Gladbach. Warum auch immer.

Vor dem (bzw. denen) müssen wir im Pokal aber keine Angst mehr haben 😉

@Andy Rush

Stimmt.
Das Problem haben uns die „Lilien“ abgenommen.
Danke nach Darmstadt.

@Josef….

Genau.
Da ist was dran.
Aber ich glaube, ab nächster Saison brauchen wir dieses Angst nicht mehr haben.
Der Sommer verlässt Gladbach doch nach dieser Saison, oder nicht??

Der Sommer hat uns alle seit 2 Monaten verlassen… 😃

Völlig richtig

„Sepp Herberger!“ : „Ein Spiel dauert neunzig Minuten!“

So schaut’s aus!!

Jonas Gerhartz
Jonas ist seit klein auf leidenschaftlicher Bayern-Fan. Wo der FC Bayern ist, ist Jonas nicht weit. Er verfolgt intensiv die aktuellen Entwicklungen rund um den FCB und hat durch sein laufendes "Sportjournalismus & Sportmarketing" Studium eine Leidenschaft fürs Texten über seinen Herzensverein entwickelt.