FCB Frauen

Star muss unter Tränen raus! Verletzung von Eriksson schockt FCB Frauen

Magdalena Eriksson
Foto: IMAGO

Das letzte Heimspiel des Jahres hatten sich die FC Bayern Frauen bestimmt ganz anders vorgestellt. Gegen Ajax Amsterdam kam die Mannschaft von Bayern-Coach Alexander Straus trotz großer Überlegenheit nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Darüber hinaus verloren die Münchnerinnen verletzungsbedingt mit Magdalena Eriksson die nächste Leistungsträgerin.



So richtig rund läuft es für die FC Bayern Frauen in der aktuellen Champions League Saison noch nicht. Während die Bayern in der Bundesliga als einziges Team noch ungeschlagen sind und an der Tabellenspitze stehen, kommt die Mannschaft von Bayern-Coach Alexander Straus auf der internationalen Bühne noch nicht so wirklich in Fahrt. Nachdem die Münchnerinnen schon am ersten Gruppen-Spieltag nach einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung am Ende nicht über ein Remis gegen die AS Rom hinauskam, zeichnete sich am gestrigen Abend ein ähnliches Bild ab.

Verletzungsschock, zu Unrecht aberkanntes Tor und Ausgleichstreffer

Der FC Bayern war die spielerisch überlegende Mannschaft und ging früh durch Lea Schüller mit 1:0 in Führung. Allerdings folgte in der 23. Spielminute der erste Nackenschlag für die Straus-Elf: Leistungsträgerin Magdalena Eriksson verletzte sich am Sprunggelenk und musste vorzeitig ausgewechselt werden. Mit Tränen in den Augen musste sie auf einer Trage vom Feld gebracht werden.

Ein Ausfall, der extrem schwer wiegt. Schließlich befindet sich die schwedische Verteidigerin seit Wochen in Topform und erzielte in den vergangenen vier Spielen jeweils dreimal den Führungstreffer für die Bayern.

Nach diesem Verletzungsschock folgte der nächste Rückschlag: Die Münchnerinnen zeigten leistungstechnisch zunächst eine gute Reaktion nach der Eriksson-Verletzung. So erzielte Linda Dallmann den vermeintlichen Treffer zum 2:0, der allerdings aufgrund einer angeblichen Abseitsposition von Naschenweng zurückgepfiffen wurde. Jedoch ging aus den Wiederholungen klar hervor, dass bei diesem Tor alles regelkonform abgelaufen ist. Nur wenige Minuten später konnte Ajax Amsterdam ausgleichen. Im zweiten Spielabschnitt waren die Münchnerinnen zwar drauf und dran, wieder in Führung zu gehen, jedoch ließ man die Konsequenz im Abschluss vermissen, sodass es nach 90 Minuten beim 1:1 blieb.

Lohmann: “Es ist natürlich sehr ärgerlich”

Passend zum Spielverlauf fielen nach dem Schlusspfiff auch die Reaktionen auf Seiten der Münchnerinnen aus. So haderte u.a. Bayern-Coach Alexander Straus mit dem Remis: „Unser Ziel waren drei Punkte, deswegen ist das Unentschieden für uns natürlich zu wenig. Wir sind gut in die Partie gekommen und haben früh das Tor gemacht. Aber im Anschluss sind wir in meinen Augen zu tief gestanden, deswegen ist es uns nicht gelungen, in die Pressing-Momente zu kommen.”

Außerdem sieht der Norweger noch viel Raum für Verbesserung: “Warum wir das Heft des Handelns nach 15 Minuten aus der Hand gegeben haben, müssen wir analysieren. Das haben wir in der Pause auch angesprochen und ein paar Sachen angepasst. Die zweite Halbzeit war richtig gut von uns, Ajax hatte keine Chance und wir hatten gute Möglichkeiten, aber haben diese nicht verwertet. Daran müssen wir arbeiten.“

Ähnlich ernüchternd fiel auch das Fazit von Sydney Lohmann zum Spiel aus: „Es ist natürlich sehr ärgerlich. Wir wollten drei Punkte holen, aber das ist uns nicht gelungen. Wir haben es leider in den wichtigen Phasen nicht richtig hinbekommen. Da haben wir Ajax zu viel den Ball überlassen und waren zu passiv. Zudem waren wir im letzten Drittel teilweise zu hektisch und im letzten Pass und Abschluss zu ungefährlich. Deswegen geht das Unentschieden am Ende in Ordnung.“

Auch Torschützin Lea Schüller sprach nach dem Spiel die fehlende Kaltschnäuzigkeit im Abschluss an: „Wir sind von Beginn an gut ins Spiel gekommen, aber haben unsere Chancen nicht konsequent verwertet und das hat sich durch das ganze Spiel gezogen, dann ist es eben schwierig, die Partie zu gewinnen.”

Auch wenn die Bayern mit dem 1:1-Unentschieden hadern, hat man nach dem dritten Spieltag nach wie vor alles in der eigenen Hand. Denn mit fünf Punkten stehen die Münchnerinnen aufgrund des PSG-Siegs im Parallelspiel gegen die AS Rom auf dem ersten Tabellenplatz. Damit das auch so bleibt, möchte die Straus-Elf im neuen Jahr verbessert auftreten. Oder wie Schüller nach dem Schlusspfiff sagte: “Jetzt müssen wir eben die Spiele in der Rückrunde gewinnen, dann haben wir noch alles in der eigenen Hand.“

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3 Comments
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Gute Besserung!!

War die bei chelsea nicht auch schon dauerverletzt?

Neee. Sie war einmal drei Monate verletzt.

Jonas Gerhartz
Als gelernter Sportjournalist verfolgt Jonas intensiv die Entwicklungen rund um den FC Bayern. Dabei deckt er schriftlich nicht nur die News über den deutschen Rekordmeister ab, sondern berichtet auch über die Frauenmannschaft des FC Bayern.