Eric Dier ist beim FC Bayern im Gespräch, lediglich die Einigung zwischen den Tottenham Hotspur und den Münchnern steht noch aus. Der Engländer könnte dem deutschen Rekordmeister gleich auf mehreren Ebenen helfen – wir blicken daher auf drei Gründe, weshalb ein möglicher Deal für die Münchner Sinn ergibt.
Thomas Tuchel wird aller Voraussicht nach mit einem neuen Defensiv-Allrounder beschenkt: Laut Sky hat man bereits eine mündliche Einigung mit Eric Dier erzielt. Demnach hat der FCB-Coach ein persönliches Gespräch mit dem 29-Jährigen geführt und diesen von einem Wechsel an die Isar überzeugt. Es gibt gleich mehrere Gründe, wieso ein Dier-Deal für den deutschen Rekordmeister ein Gewinn wäre.
1. Dier ist ein Allrounder
Im laufenden Winter-Transferfenster wollen sich die Bayern vor allem in der Defensive verstärken. Die Innenverteidiger-, Rechtsverteidiger- und Sechser-Position hat man an der Säbener Straße ins Visier genommen – Eric Dier kann all diese Positionen bekleiden. In der Vergangenheit spielte er bei den Londonern zumeist im Abwehrzentrum, wo die Münchner aufgrund der Asienmeisterschaft ganz besonders dünn besetzt sind.
Zudem soll der Engländer Medienberichten zufolge aber auch eine Option für das zentral defensive Mittelfeld sein, auch hier wurde Dier in seiner neuneinhalb-jährigen Tottenham-Zeit des öfteren eingesetzt und spielte sich besonders mit seinen Qualitäten gegen den Ball – Zweikampfstärke, Präsenz in der Luft, das Zulaufen von Räumen – damals in den Fokus.
Des Weiteren kann Dier auch die Rechtsverteidiger-Position für sich beanspruchen, wo Noussair Mazraoui in den kommenden Wochen fehlen wird. Für die Bayern wäre der 1,88 Meter große Rechtsfuß daher als Defensiv-Allrounder ein absoluter Gewinn.
2. Geringes finanzielles Risiko
Ein weiterer Vorteil eines Dier-Transfers: Die Bayern würden ein geringes Risiko bei einer Verpflichtung eingehen. Medienberichten zufolge wird die Ablösesumme nicht bei mehr als fünf Millionen Euro liegen, auch das Gehalt ist für die Münchner stemmbar. Hinzu kommt, dass der 29-Jährige angeblich einen bis 2025 laufenden Vertrag an der Isar erhalten soll. Die Spurs würden Dier darüber hinaus keine Steine in den Weg legen, sollte man ein Angebot im Januar erhalten.
Alle drei Faktoren machen mehr als deutlich, dass das Projekt Dier für den deutschen Rekordmeister definitiv kein gewagtes Unterfangen wäre. Der Marktwert des 49-fachen englischen Nationalspielers liegt aktuell bei zwölf Millionen Euro – aus finanzieller Sicht wäre das Gesamtpaket insbesondere für einen Wintertransfer daher fair.
3. Tuchel und Kane: Viel Zuspruch bei den Bayern
Dass Eric Dier schnell Anschluss bei den Bayern finden würde, gilt als wahrscheinlich. Tuchel drängt angeblich auf eine schnelle Verpflichtung und würde seinen Kader für die Rückrunde gerne bis zum Trainingslager in Portugal fix haben, damit die neuen Spieler ausreichend Zeit haben, sich zu integrieren. Da der 50-Jährige bereits persönlich mit Dier geredet haben soll und von ihm überzeugt zu sein scheint, könnte er sich auch aus sportlicher Sicht schnell im System des FCB-Coaches einfinden.
Außerdem würde sich Dier auch in der Bayern-Mannschaft wohlfühlen, da er als enger Freund von Harry Kane gilt. Zuletzt spielte der in Lissabon aufgewachsene Verteidiger bei Tottenham keine wirkliche Rolle mehr – ein Wechsel zum FC Bayern sollte auch für ihn Ansporn genug sein, sich bei Gareth Southgate wieder in den Fokus zu spielen und für die kommende Europameisterschaft zu bewerben.
In dem Zusammenhang ist wichtig zu erwähnen, dass Dier zwar unter Ange Postecoglou nicht gesetzt ist, zuvor jedoch (unter anderem bei Antonio Conte) ein fester Bestandteil der ersten Elf aus Nord-London war. In der vergangenen Spielzeit kam Dier auf 3.614 Einsatzminuten, verzeichnete in 33 Premier-League-Partien zwei Tore und einen Assist. Natürlich stand er deshalb auch über Jahre mit Harry Kane zusammen auf dem Platz – in der Allianz Arena würden sich die beiden daher blind verstehen.
Die letzte Tottenham-Saison, in der Dier weniger als 3.000 Minuten abspulte, war die Spielzeit 2019/20, auch damals kam er jedoch auf beachtliche 2.131 Minuten im Spurs-Trikot. Für den FC Bayern wäre ein Transfer deshalb gleich auf mehreren Ebenen ein absoluter Gewinn – vorerst müssen die FCB-Fans allerdings noch auf die Einigung zwischen den beiden Klubs warten.