Die Zukunft von Leon Goretzka bleibt weiter offen. Mehr als sieben Wochen nach seinem Abschied vom FC Bayern ist der 31-Jährige noch immer vereinslos. Dabei schien es zu Beginn des Transfersommers noch so, als könne sich der ehemalige Bayern-Star seinen neuen Klub beinahe aussuchen. Nun bleibt dem Mittelfeldspieler möglicherweise nur noch eine Option.
Kurz vor Beginn der Saison 2026/27 hat Leon Goretzka immer noch keinen neuen Verein gefunden. Lange galten einige Topklubs wie der FC Barcelona, Juventus Turin oder der AC Mailand als mögliche Abnehmer.
Inzwischen hat sich das Bild jedoch deutlich verändert. Mehrere namhafte Vereine wurden mit Goretzka in Verbindung gebracht, konkrete Fortschritte blieben allerdings aus. Eineinhalb Wochen vor dem Ende der Transferperiode werden die Optionen für den Mittelfeldspieler zunehmend weniger.
Der italienische Transferexperte Gianluca Di Marzio verfolgt die Situation des 73-fachen Nationalspielers genau. Im Gespräch mit Wettfreunde.de hält er deshalb einen Wechsel in die Türkei inzwischen für durchaus realistisch.
„Es würde mich nicht überraschen, wenn er in die Türkei wechselt“, erklärte Di Marzio.
Vor allem die finanziellen Möglichkeiten der türkischen Topklubs könnten dabei eine Rolle spielen. Während das Interesse aus anderen europäischen Topligen zuletzt abgekühlt ist, sind die Vereine aus der Süper Lig offenbar weiterhin in der Lage, hohe Summen für ablösefreie Spieler aufzubringen. Unter anderem Mohammed Salah zog es in diesem Sommer ablösefrei in die Türkei.
Serie-A-Interesse abgekühlt
Besonders die italienische Serie A galt lange als mögliche Destination für Goretzka. Juventus Turin soll den ehemaligen Bayern-Profi weiterhin auf der Liste haben, konzentriert sich aktuell jedoch auf andere Baustellen.
„Im Moment gibt es kein Interesse an Leon Goretzka, da Juventus Turin auf andere Positionen wie die Torwartposition und die Innenverteidigung fokussiert ist. Goretzka steht zwar auf der Liste von Juventus, aber sie müssen zuerst Spieler verkaufen, bevor sie neue verpflichten können, erklärte Di Marzio.
Auch der AC Mailand wurde mit dem Mittelfeldspieler in Verbindung gebracht. Zuletzt scheint sich das Interesse aus Italien jedoch insgesamt abgekühlt zu haben.
„Der AC Mailand wurde ebenfalls mit dem Spieler in Verbindung gebracht, und nun warten wir ab, ob Mailand noch etwas unternimmt, um ihn zu holen. Ich denke aber, dass er am Ende in die Türkei wechseln könnte, weil dort sehr viel Geld für ablösefreie Spieler gezahlt wird“, ergänzte der Transferexperte.
Hohe Forderungen werden zum Problem
Ein Grund für die schwierige Suche nach einem neuen Verein sollen die finanziellen Vorstellungen des Mittelfeldspielers sein. Berichten zufolge fordert Goretzka ein Jahresgehalt von rund sieben Millionen Euro netto. Zusätzlich soll ein Handgeld in Höhe von etwa zehn Millionen Euro im Raum stehen.

„Es ist wirklich merkwürdig, dass er vertragslos ist, denn er ist ein unglaublicher Spieler. Wahrscheinlich haben sie ein hohes Handgeld, eine hohe Unterschriftsgebühr und ein üppiges Gehalt gefordert. Im Moment haben sie sich daher noch nicht entschieden, wohin die Reise geht“, führte Di Marco aus.
Die Türkei könnte für Goretzka deshalb tatsächlich zum letzten großen Ausweg werden. Während europäische Topklubs zögern, bieten die finanziell potenten Vereine der Süper Lig offenbar die besten Voraussetzungen für einen kurzfristigen Deal.

