Eberl kämpft um Last-Minute-Lösung: Bayerns letztes Transferproblem

Foto: IMAGO

Füge uns als bevorzugte Quelle bei Google hinzuFolgen

Das Sommer-Transferfenster geht in die heiße Schlussphase. Nur noch wenige Tage bleiben dem FC Bayern, um seine letzten Personalfragen zu klären. Während auf der Zugangsseite praktisch nichts mehr passieren dürfte, beschäftigt die Verantwortlichen noch ein Abgang.

Sportvorstand Max Eberl hat zuletzt deutlich gemacht, dass die Münchner zu 99 Prozent keinen weiteren Spieler verpflichten werden. Damit bleibt es bei Nathaniel Brown, Ismael Saibari und Bara Ndiaye als den drei Neuzugängen des Sommers.


Auch bei den Verkaufskandidaten konnten die Bayern zuletzt wichtige Lösungen finden. Bryan Zaragoza hat den Rekordmeister in Richtung Espanyol Barcelona verlassen. Der Spanier wechselte zunächst auf Leihbasis, wobei eine Kaufpflicht vereinbart wurde. Auch bei Joao Palhinha gelang der gewünschte feste Abschied in Richtung Benfica Lissabon.

Damit bleibt nur noch ein großes Transferproblem übrig: Sacha Boey.

Eberl macht deutlich: „Wir würden ihn gerne abgeben“

Der Rechtsverteidiger spielt in den sportlichen Planungen der Münchner keine Rolle mehr. Sollte bis zum Ende der Transferperiode keine Lösung gefunden werden, droht dem Franzosen ein schwieriges Halbjahr mit wenig Aussicht auf Spielzeit.

Eberl machte aus der Situation zuletzt kein Geheimnis. „Bei Sacha haben wir klar kommuniziert, was unsere Gedanken sind. Wir würden ihn gerne abgeben“, erklärte der Bayern-Sportvorstand.

Dass Boey zuletzt auch bei Marketing-Maßnahmen des Rekordmeisters fehlte, hängt laut Eberl ebenfalls mit der ungeklärten Zukunft des Franzosen zusammen. „Was dann bis zum 1. September passiert, wird man sehen“, ließ der 52-Jährige die weitere Entwicklung offen.

Boey war im Januar 2024 für rund 30 Millionen Euro von Galatasaray Istanbul nach München gewechselt. Beim FC Bayern konnte er sich jedoch nie dauerhaft durchsetzen und wurde zudem immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen.

In der Rückrunde der vergangenen Saison kehrte der 25-Jährige bereits auf Leihbasis zu Galatasaray zurück. Die Türken besaßen eine Kaufoption in Höhe von rund 15 Millionen Euro, verzichteten im Sommer allerdings darauf, diese zu aktivieren.

Galatasaray könnte Bayern doch noch erlösen

Sacha Boey
Foto: Getty Images

Nun könnte es überraschend zu einer erneuten Zusammenarbeit kommen. Das türkische Portal Fanatik hatte zuletzt berichtet, dass sich Galatasaray wieder mit Boey beschäftigt.

Demnach kommen sowohl eine erneute Leihe als auch ein festes Engagement zu veränderten finanziellen Konditionen infrage. Auch Boey selbst soll einer weiteren Rückkehr nach Istanbul grundsätzlich offen gegenüberstehen.

Für den FC Bayern gibt es dabei einen entscheidenden Vorteil: Während das Transferfenster in vielen europäischen Top-Ligen bereits am 1. September schließt, können die türkischen Klubs noch bis zum 4. September neue Spieler verpflichten.

Eberl und Co. hätten damit einige zusätzliche Tage, um ihr letztes großes Transferproblem doch noch zu lösen. Nach den Abgängen von Zaragoza und Palhinha wäre ein Boey-Transfer der finale Schritt, um den Kader für die neue Saison endgültig zu bereinigen.

Füge uns als bevorzugte Quelle bei Google hinzuFolgen
Teile diesen Artikel