Tauziehen um Neuer: Bayern und Schalke locken die Torwart-Legende

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Manuel Neuer steht am Samstag ein ganz besonderes Wiedersehen bevor. Mit dem FC Bayern gastiert der 40-Jährige bei seinem Heimatverein Schalke 04. Während sportlich drei Punkte im Mittelpunkt stehen, wird rund um die Partie auch über Neuers langfristige Zukunft diskutiert. Denn sowohl die Münchner als auch die Königsblauen können sich offenbar vorstellen, den Weltmeister von 2014 nach dessen Karriereende einzubinden.

Neuers Vertrag beim deutschen Rekordmeister läuft am Ende der aktuellen Saison aus. Ob er anschließend tatsächlich seine aktive Laufbahn beendet, hat der Torhüter noch nicht endgültig entschieden. Erst zuletzt erklärte er mit Blick auf die Rückkehr nach Gelsenkirchen, dass es seine letzte Saison sein könnte.


Auch darüber hinaus hat sich Neuer noch nicht festgelegt. Klar ist allerdings: Mit seiner Erfahrung und seiner Bedeutung für den deutschen Fußball dürfte der langjährige Bayern-Kapitän nach dem Karriereende zahlreiche Möglichkeiten haben.

Nun bringt sich auch Schalke in Stellung.

Schalke öffnet Neuer die Tür

Aufsichtsratschef Axel Hefer kann sich offenbar vorstellen, Neuer eines Tages wieder bei seinem Jugendklub zu sehen. Dabei sprach er auch über das schwierige Verhältnis zwischen dem Torhüter und Teilen der Schalker Fans nach dessen Wechsel zum FC Bayern im Jahr 2011.

„Als Verein können wir stolz sein auf seine Karriere. Sein Abgang war kontrovers, aber ich persönlich finde, dass jeder Fehler machen kann, gerade wenn er jung ist. Das ist dann irgendwann auch mal gut“, erklärte Hefer gegenüber der BILD.

Eine konkrete Rolle für Neuer nannte der Schalke-Boss nicht. Zunächst müsse der 40-Jährige ohnehin selbst entscheiden, welchen Weg er nach seiner aktiven Karriere einschlagen möchte.

Hefer geht davon aus, dass Neuer zunächst „erst mal seine Zeit genießen“ und sich anschließend Gedanken über seine Zukunft machen wird. „Ob er dann in der alten oder in der neuen Heimat tätig werden möchte – das muss er sich selbst überlegen.“

Mit alter Heimat ist Gelsenkirchen gemeint, mit der neuen München. Neuer durchlief auf Schalke sämtliche Nachwuchsmannschaften, schaffte dort den Durchbruch zum Bundesliga-Profi und wechselte 2011 zum FC Bayern. In München entwickelte er sich anschließend zu einer Klub-Ikone.

Auch Bayern möchte Neuer langfristig einbinden

Manuel Neuer
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Genau deshalb haben auch die Münchner großes Interesse daran, Neuer nach dem Ende seiner aktiven Karriere nicht vollständig zu verlieren.

Präsident Herbert Hainer machte deutlich, dass die Einbindung ehemaliger Profis seit Jahrzehnten zur Philosophie des FC Bayern gehört. „Es war immer Ziel des FC Bayern, ehemalige Fußballer in das Management einzubinden. Beste Beispiele sind Franz Beckenbauer, Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß“, erklärte der Bayern-Präsident.

Hainer ergänzte: „Natürlich ist es unser Wunsch, auch in Zukunft ehemalige Spieler, wenn sie denn bereit sind, einzubinden. Denn sie haben eine unheimliche Erfahrung, kennen den Klub und den Profifußball in- und auswendig, und das ist, was uns hilft.“

Ob Neuer tatsächlich eine Funktionärskarriere anstrebt, ist derzeit vollkommen offen. Ebenso wenig ist entschieden, wann er seine Handschuhe endgültig an den Nagel hängen wird.

Sollte es nach seiner aktiven Karriere allerdings in Richtung Management gehen, hätte Neuer offenbar gleich zwei interessante Optionen. Sowohl bei seinem Heimatverein Schalke als auch bei dem Klub, bei dem er zur Legende wurde, stehen ihm die Türen offen.

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