Nächster Bayern-Ausrutscher? Darum ist Elversberg brandgefährlich

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Nach dem überraschenden 0:0 auf Schalke will der FC Bayern am heutigen Sonntag zurück in die Erfolgsspur. Um 17:30 Uhr gastiert der deutsche Rekordmeister bei der SV Elversberg. Mit einem Sieg könnten die Münchner nach vier Punkten aus den ersten beiden Bundesliga-Partien wieder näher an die Spitzengruppe heranrücken.

Ein Selbstläufer dürfte die Aufgabe im Saarland allerdings nicht werden. Elversberg hat einen starken Start in die neue Saison hingelegt und verfolgt einen deutlich anderen Ansatz als Schalke am vergangenen Wochenende. Während sich die Königsblauen gegen Bayern weit zurückzogen und mit großer Intensität verteidigten, zeichnet sich die SVE vor allem durch einen mutigen und spielerischen Ansatz aus.


Auch Vincent Kompany hat darauf bereits hingewiesen. „Elversberg kam mehr über Ballbesitz und Lösungen mit dem Ball und Schalke kam eher über das Gegenpressing und das Umschaltspiel. Das kann man auch ganz klar aus den Daten sehen. Es ist eine Mannschaft, die fußballerisch die Basis für den Erfolg gelegt hat und jetzt sehr gut in die Bundesliga gestartet ist.“

Drei Aspekte könnten für die Bayern am Sonntag besonders wichtig werden.

Elversberg will Bayern mit Tempo und Pressing stressen

Eine der größten Stärken der Mannschaft von Vincent Wagner ist ihr geradliniges Spiel nach Ballgewinnen. Elversberg benötigt häufig nur wenige Stationen, um das Mittelfeld zu überbrücken und in gefährliche Räume zu gelangen.

Die Abläufe wirken dabei eingespielt. Spieler starten frühzeitig in die Tiefe, während der Ball schnell nach vorne transportiert wird. Besonders gefährlich wird es, wenn der Gegner hoch verteidigt und nach Ballverlusten keine ausreichende Absicherung besitzt.

Genau hier sind die Bayern gefordert. Die Münchner dominieren ihre Spiele gewöhnlich mit viel Ballbesitz und schieben weit nach vorne. Verliert der FCB den Ball in ungünstigen Situationen, könnten sich für Elversberg jene Räume öffnen, die der Aufsteiger gerne attackiert.

Hinzu kommt das aggressive Pressing der Saarländer. Schon in der vergangenen Saison gehörte die hohe Intensität zu den Markenzeichen der Mannschaft. Elversberg möchte den Gegner früh unter Druck setzen und Fehler erzwingen, statt sich dauerhaft am eigenen Strafraum zu verschanzen.

Für Bayern könnte genau das aber auch eine Chance sein. Gelingt es Kimmich und Co., die erste Pressinglinie sauber zu überspielen, dürften sich Räume ergeben, die es gegen Schalke kaum gab.

Standards als zusätzliche Elversberg-Waffe

Maurice Krattenmacher
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Neben dem offenen Spiel muss die Bayern-Defensive auch bei ruhenden Bällen aufmerksam sein. Elversberg verfügt über technisch starke Standardschützen und mehrere Spieler, die in der Luft gefährlich werden können.

Gerade nach schnellen Umschaltaktionen könnte das zum Faktor werden. Müssen die Münchner Konter mit Fouls stoppen, erhält der Aufsteiger Freistöße in aussichtsreichen Positionen. Unnötige Standards sollten die Bayern deshalb möglichst vermeiden.

Auf dem Papier bleibt der Rekordmeister selbstverständlich klarer Favorit. Über 90 Minuten dürfte es für Elversberg zudem schwierig werden, die enorme Intensität gegen die Münchner dauerhaft aufrechtzuerhalten.

Dennoch hat der Saisonstart gezeigt, dass der Aufsteiger mutig genug ist, auch gegen individuell überlegene Mannschaften seinen eigenen Fußball zu spielen. Kompany weiß deshalb, was seine Mannschaft erwartet.

Nach dem Punktverlust auf Schalke dürfen sich die Bayern jedenfalls keinen weiteren Ausrutscher erlauben. Dafür müssen sie vor allem drei Elversberger Waffen kontrollieren: das schnelle Umschaltspiel, das intensive Pressing und die gefährlichen Standards.

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