„Wird nicht immer funktionieren“: Experte erkennt gefährliches Bayern-Muster

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Der FC Bayern hat bei der SV Elversberg mit 2:1 gewonnen und damit den zweiten Bundesliga-Sieg der noch jungen Saison eingefahren. Wirklich überzeugend war der Auftritt des deutschen Rekordmeisters allerdings nicht. TV-Experte Marcel Reif erkennt bei der Mannschaft von Vincent Kompany inzwischen ein Muster, das zum Problem werden könnte.

Zunächst zollte Reif allerdings dem Aufsteiger großen Respekt. „Elversberg hat das gemacht, was sie können, und das ist eine Menge. Das machen sie wunderbar, sie stellen sich auch nicht nur hinten rein und parken nur den Bus“, erklärte der ehemalige Kommentator in seiner BILD-Sendung „Reif ist Live“.


Dennoch sieht der 76-Jährige die Gründe für die lange offene Partie nicht ausschließlich beim starken Gegner. Aus seiner Sicht brauchen die Münchner derzeit regelmäßig zu lange, um die notwendige Intensität auf den Platz zu bringen.

„Elversberg hat es den Bayern nicht leicht gemacht und die Bayern haben es eigentlich wieder so gemacht wie zuletzt mehrfach. Das kann Vincent Kompany nicht wirklich gut gefallen“, betonte Reif.

Bayern schaltet immer wieder zu spät hoch

Tatsächlich waren ähnliche Phasen bereits in anderen Partien zu beobachten. Auch gegen den VfB Stuttgart und beim 5:0 gegen Bodø/Glimt benötigten die Bayern Anlaufzeit, ehe sie das Tempo deutlich erhöhten und die Begegnungen letztlich für sich entschieden.

Beim 0:0 auf Schalke funktionierte das dagegen nicht. Trotz vorhandener Möglichkeiten gelang es den Münchnern nicht mehr, den entscheidenden Treffer zu erzielen.

Auch in Elversberg wurde es eng. Nach der Führung durch Lennart Karl glich Maurice Krattenmacher für den Aufsteiger aus. Erst Harry Kane erlöste die Bayern in der 72. Minute mit seinem Treffer zum 2:1.

Für Reif liegt genau darin die Gefahr. Der Rekordmeister kann sich nicht darauf verlassen, jederzeit einen Gang hochschalten und die Partie anschließend noch entscheiden zu können.

„Wenn sich das als Muster in den Köpfen festsetzt – das kann einem Trainer nicht gefallen.“

Reif warnt vor Champions-League-Gegnern

Michael Olise
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Besonders mit Blick auf die Königsklasse sieht Reif Handlungsbedarf. Der Start gegen Bodø/Glimt gelang mit einem deutlichen 5:0 zwar ergebnistechnisch perfekt. Im weiteren Verlauf der Ligaphase warten allerdings Gegner, die schwächere Phasen deutlich konsequenter bestrafen könnten.

„Das wird nicht immer nur so funktionieren, denn die Ligaphase ist jetzt anders. Da hast du gleich ganz andere Gegner und nicht erst später“, warnte Reif.

Gleichzeitig weiß der Experte, dass die entscheidenden Wochen für den FC Bayern noch weit entfernt sind. „Die Saison für die Bayern beginnt irgendwann im Februar, März“, erklärte er mit Blick auf den Kampf um die großen Titel.

Bis dahin muss Kompany seine Mannschaft allerdings in die Position bringen, in allen Wettbewerben um die Titel spielen zu können. Gerade in der Champions League kann sich ein schwacher Abend in der Ligaphase auf die Ausgangslage für die K.-o.-Runde auswirken.

Die Ergebnisse stimmen bei den Bayern bislang weitgehend. Die Art und Weise lässt allerdings noch Luft nach oben. Reifs Warnung ist deshalb klar: Aus dem wiederholten Spiel mit angezogener Handbremse darf keine Gewohnheit werden.

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