„Kein Leader-Spieler“: Harte Kritik an Bayern-Star Kimmich

Sebastian Mittag
Foto: Getty Images

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Joshua Kimmich soll unter Jürgen Klopp eine zentrale Rolle im DFB-Team spielen. Ex-Nationalspieler Max Kruse hält ihn jedoch nicht für einen echten Leader.

Joshua Kimmich bleibt auch unter Jürgen Klopp eine der wichtigsten Figuren der deutschen Nationalmannschaft. Für Max Kruse ist der 31-Jährige trotz seiner herausgehobenen Rolle allerdings nicht der Führungsspieler, den das DFB-Team benötigt.


Im „Beidfüßig“-Podcast des Portals „Wettbasis“ äußerte Kruse deutliche Zweifel an Kimmichs Qualitäten als Leader. Hintergrund ist die Diskussion um fehlende Führungspersönlichkeiten im deutschen Fußball, die zuletzt unter anderem der frühere DFB-Direktor Oliver Bierhoff angestoßen hatte.

Kruse sieht dieses Problem auch in Klopps 44 Spieler umfassendem XXL-Aufgebot. Dem ehemaligen Nationalspieler fehlen Typen mit Ecken und Kanten. Die Mannschaft sei aus seiner Sicht zu sehr vereinheitlicht, „weil alles glattgebügelt ist“.

Ausdrücklich nahm der 38-Jährige dabei auch Kimmich ins Visier: „Für mich ist auch Joshua Kimmich, trotz Binde bei Bayern, kein Leader-Spieler.“

Kruse zweifelt an Kimmichs Führungsqualitäten

Für Kruse reicht es nicht aus, als Kapitän aufzutreten oder auf dem Platz mit großer Aggressivität voranzugehen. „Leadership zeigt sich nicht nur durch die Kapitänsbinde und hartes Einsteigen, Leadership ist so viel mehr. Für mich ist Kimmich nicht der Richtige dafür“, stellte der frühere Bundesliga-Profi klar.

Klopp scheint die Rolle des Bayern-Stars deutlich anders zu bewerten. Der neue Bundestrainer setzt bei seinem Neustart auf Kimmich als erfahrene Führungsfigur. Bei seiner ersten Kaderverkündung betonte der 59-Jährige, dass ein Spieler mit Kimmichs Erfahrung und Alter innerhalb der neu formierten Mannschaft vorangehen müsse.


 

Auch sportlich hat Klopp eine klare Entscheidung getroffen. Nachdem Kimmich bei der Weltmeisterschaft noch als Rechtsverteidiger eingesetzt worden war, soll er künftig wieder dort spielen, wo er auch beim FC Bayern unter Vincent Kompany gesetzt ist.

„Wir sehen ihn als Mittelfeldspieler“, stellte Klopp klar. „Wir hatten nicht ein Gespräch, in dem wir von ihm als Rechtsverteidiger gesprochen haben.“

Damit soll Kimmich künftig wieder aus dem Zentrum heraus das DFB-Spiel lenken. Gleichzeitig fordert Klopp von seinem Kapitän und den übrigen Nationalspielern vor allem gegen den Ball mehr Konsequenz.

„Stabilität kommt nur von der Defensive, wie man defensiv arbeitet – und da brauche ich jeden Einzelnen. Da geht es jetzt darum, dass wir uns darauf einlassen. Das gilt für Jo wie für jeden anderen auch“, verdeutlichte Klopp.

Während Kruse Kimmich die Eignung als echter Leader abspricht, plant Klopp somit weiterhin mit dem Bayern-Profi als einer der zentralen Figuren seines DFB-Neustarts.

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