
Emotionale Worte nach Comeback: Kimmich spricht über Tod seines Vaters
Joshua Kimmich hat nach dem 2:2 gegen Borussia Dortmund bewegende Einblicke in die wohl schwierigste Phase seines Lebens gegeben. Der Mittelfeldspieler des FC Bayern, der zuletzt aufgrund eines familiären Trauerfalls pausiert hatte, sprach nach dem Bundesliga-Klassiker erstmals öffentlich über den Tod seines Vaters. Dabei wurde deutlich, wie schwer dem 31-Jährigen die Rückkehr auf den Fußballplatz gefallen ist.
Kimmich hatte sowohl das Champions-League-Spiel gegen den FC Arsenal als auch die Bundesliga-Partie gegen den SC Freiburg und das Pokalspiel gegen Magdeburg verpasst. Erst am Freitag kehrte der deutsche Nationalspieler ins Mannschaftstraining zurück. Gegen Dortmund stand er anschließend direkt wieder in der Startelf.
Nach dem Abpfiff rückte das sportliche Ergebnis für Kimmich allerdings in den Hintergrund. Stattdessen sprach der Bayern-Star über die besondere Beziehung zu seinem Vater und darüber, welche Bedeutung der Fußball in dieser schwierigen Zeit für ihn hat.
„Mein Papa hat mich mein ganzes Leben begleitet“
„Mein Papa hat mich mein ganzes Leben begleitet und unterstützt. Es war hart, zurückzukommen. Aber die Welt dreht sich weiter“, erklärte Kimmich nach dem Klassiker.
Besonders emotional wurde der Mittelfeldspieler, als er darüber sprach, wie präsent sein Vater auch während eines Fußballspiels für ihn ist. „Auf dem Platz denke ich am meisten an ihn.“
Mit diesen Worten machte Kimmich deutlich, dass ihn der Verlust auch bei seiner Rückkehr in den sportlichen Alltag begleitet.
Gleichzeitig erklärte der 31-Jährige, warum es ihm wichtig gewesen sei, gegen Dortmund wieder auf dem Rasen zu stehen. „Dennoch war es für mich auch wichtig, der Mannschaft heute zu helfen und wieder ein bisschen Normalität zu finden.“
Der Fußball ermöglicht Kimmich damit zumindest für kurze Zeit, sich auf etwas anderes zu konzentrieren. Bereits unmittelbar nach dem Spiel hatte er erklärt, dass man während einer Partie die persönlichen Sorgen zumindest zeitweise vergessen könne.
Sportlich zeigte sich der Bayern-Star bei seinem Comeback engagiert. Beim zwischenzeitlichen 2:1 durch Dayot Upamecano leitete Kimmich den Treffer mit einem gefühlvollen Chipball auf Harry Kane ein.
Kimmich bedankt sich bei Bayern und DFB

Besonders wichtig war für den Nationalspieler in den vergangenen Tagen der Rückhalt seines persönlichen und sportlichen Umfelds. „Der Verein, der DFB, alle drumherum haben meine Familie und mich in den vergangenen Tagen sehr unterstützt“, betonte Kimmich.
Die Unterstützung bei der Beerdigung sei für ihn und seine Familie etwas ganz Besonderes gewesen. Sie habe ihm gezeigt, dass er sich beim FC Bayern und innerhalb der Nationalmannschaft am richtigen Ort befinde.
Gleichzeitig befindet sich der Rekordmeister auch sportlich in einer schwierigen Phase. Cheftrainer Vincent Kompany fehlt weiterhin krankheitsbedingt. Gegen Dortmund mussten zudem Ismael Saibari, Serge Gnabry und Michael Olise angeschlagen ausgewechselt werden.
Kimmich hatte deshalb bereits unmittelbar nach dem Klassiker an den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft appelliert. „Jetzt zeigt sich, ob wir eine Mannschaft sind, und wir müssen zusammenhalten“, erklärte der Mittelfeldspieler.
Für Kimmich selbst dürfte die Rückkehr gegen Dortmund weit mehr als ein gewöhnliches Bundesliga-Spiel gewesen sein.
Nach dem schweren persönlichen Verlust wieder auf dem Platz zu stehen, war für den Bayern-Star ein wichtiger Schritt zurück in den Alltag. Seine Worte über seinen Vater zeigen jedoch, dass ihn die vergangenen Tage noch lange begleiten werden.
