An der Säbener Straße wird es während der ungewöhnlich langen Länderspielphase deutlich ruhiger. Zahlreiche Profis des FC Bayern sind mit ihren Nationalmannschaften unterwegs. Ganz verwaist ist das Trainingsgelände des Rekordmeisters allerdings nicht.
Manuel Neuer und Sven Ulreich gehören beispielsweise zu den Spielern, die in München bleiben. Auch mehrere deutsche Nationalspieler sind noch nicht zu Jürgen Klopp nach Herzogenaurach gereist.
Am Dienstag standen Lennart Karl, Aleksandar Pavlovic und Jonas Urbig beim FC Bayern auf dem Trainingsplatz. Das Trio absolvierte eine individuelle Einheit und bereitete sich damit auf den zweiten Teil der Länderspielphase vor.
Karl wird nach muskulären Problemen vorsichtig aufgebaut
Bei Karl war ursprünglich ein anderer Ablauf vorgesehen. Der 18-Jährige sollte bereits zum ersten DFB-Kader gehören und damit für die Partien gegen die Niederlande und Griechenland zur Verfügung stehen.
Nachdem beim Bayern-Juwel zuletzt die Muskulatur leicht gezwickt hatte, wurde der Plan allerdings kurzfristig angepasst. Klopp tauschte Karl mit Karim Adeyemi. Der Dortmunder beziehungsweise inzwischen für Barcelona spielende Offensivspieler rückte in die erste Gruppe, während Karl erst später zum DFB-Team stoßen soll.
Dabei handelt es sich nicht um eine sportliche Entscheidung gegen den Bayern-Youngster. Vielmehr soll Karl nach seinen leichten Beschwerden behutsam belastet werden. Schon beim 7:0 gegen Union Berlin war der Offensivspieler nicht zum Einsatz gekommen.
Pavlovic und Urbig stoßen später zum DFB-Team

Anders sieht die Situation bei Pavlovic und Urbig aus. Beide waren von Klopp von Beginn an für die zweite Gruppe eingeplant. Deshalb können sie zunächst weiter in München trainieren, ehe auch für sie die Reise zur Nationalmannschaft ansteht.
Für die drei Bayern-Profis geht es anschließend um die Nations-League-Partien gegen Serbien und Griechenland. Besonders das Duell mit Serbien dürfte für die Münchner reizvoll werden: Die Partie wird in der Allianz Arena ausgetragen.
Während Karl, Pavlovic und Urbig noch an der Säbener Straße arbeiten, befinden sich Joshua Kimmich und Jonathan Tah bereits beim DFB. Jamal Musiala und Serge Gnabry nehmen sogar an der kompletten Länderspielphase teil. Klopp möchte beiden nach ihren längeren Ausfallzeiten möglichst viel Trainings- und Spielrhythmus verschaffen.
Damit bleibt die Säbener Straße in den kommenden Wochen zwar ungewöhnlich leer. Für Karl, Pavlovic und Urbig bedeutet die spätere DFB-Anreise jedoch zusätzliche Zeit, um sich in München gezielt auf ihre Einsätze unter Klopp vorzubereiten.

