„Kampagne“ gegen Olise? Bayern-Boss äußert pikanten Verdacht

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Die öffentliche Debatte um Michael Olise reißt nicht ab. Während der Franzose auf dem Platz regelmäßig für Schlagzeilen sorgt, hält er sich abseits des Rasens weiterhin auffällig zurück. Ausführliche Interviews sind bei dem 24-Jährigen eine Seltenheit. Für Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge ist jedoch kein Problem des Spielers.

In den vergangenen Wochen wurde deshalb verstärkt darüber diskutiert, ob Olise als einer der größten Stars des FC Bayern auch abseits des Platzes mehr Verantwortung übernehmen müsste. Karl-Heinz Rummenigge kann diese Diskussion allerdings nur bedingt nachvollziehen.


Im Gespräch mit der Abendzeitung München stellte sich der langjährige Bayern-Vorstandschef nun deutlich vor Olise und kritisierte gleichzeitig den medialen Umgang mit dessen zurückhaltender Art.

Rummenigge spricht von „Kampagne“

Für Rummenigge steht die sportliche Leistung eines Profis weiterhin an erster Stelle. Dass Olise wenig Interesse daran zeigt, sich regelmäßig öffentlich zu äußern, stört den 70-Jährigen offenbar überhaupt nicht.

„Mir ist es lieber, wenn ein Spieler bei seiner eigentlichen Arbeit, auf dem Platz, sein Bestes gibt, als in Interviews. Aus meiner Sicht haben einige Medien daraus eine Kampagne gemacht. Soweit ich weiß, gibt es keine vertraglichen Verpflichtungen, die ihn dazu verpflichten, ausführliche Interviews zu geben.“

Damit findet Rummenigge deutliche Worte für die Diskussion der vergangenen Wochen. Aus seiner Sicht sollte Olise in erster Linie an seinen Leistungen auf dem Rasen gemessen werden.

Das Thema hatte zuletzt immer wieder für Gesprächsstoff gesorgt. Olises zurückhaltende Kommunikation und sein Auftreten bei öffentlichen Terminen wurden teilweise kritisch bewertet. Auch die Frage, welche Pflichten ein Spieler gegenüber dem Klub und dessen Partnern abseits des Rasens hat, wurde diskutiert.

Bayern lässt Olise seine Freiheiten

FC Bayern Wiesn
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Beim FC Bayern selbst scheint man mit Olises Art bislang gut umgehen zu können. Die Verantwortlichen haben wiederholt betont, dass sie den Franzosen so akzeptieren, wie er ist.

Auch Präsident Herbert Hainer hatte die Debatte zuletzt gelassen kommentiert. „Wir haben ihn auch fürs Fußballspielen geholt und nicht für die Unterhaltung“, erklärte der Bayern-Boss.

Rummenigges Aussagen gehen nun in eine ähnliche Richtung. Erst kürzlich hatte er Olise sportlich ausdrücklich gelobt und den Franzosen gemeinsam mit Lamine Yamal als einen von zwei herausragenden Spielern auf dessen Position bezeichnet. Aktuell sei Olises Spiel aus seiner Sicht sogar ausgereifter.

Für den früheren Bayern-Vorstandschef scheint deshalb klar: Solange Olise seine Leistung auf dem Platz bringt, sieht er keinen Grund, vom 24-Jährigen eine andere öffentliche Rolle einzufordern. Die Kritik an dessen Interview-Verweigerung hält Rummenigge jedenfalls für überzogen.

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