Beim FC Bayern könnten sich in der Defensive schon im Winter personelle Veränderungen ergeben. Nachdem Sacha Boey bereits seit längerer Zeit als Verkaufskandidat gilt, soll nun auch Hiroki Ito keine langfristige Zukunft mehr in München haben.
Wie der kicker berichtet, möchten sich die Bayern vom japanischen Nationalspieler trennen. Ein Verkauf soll demnach bereits während der Winter-Transferperiode angestrebt werden. Sollte sich im Januar kein passender Abnehmer finden, könnte die Trennung spätestens im kommenden Sommer erfolgen.
Ito besitzt beim deutschen Rekordmeister noch einen Vertrag bis 2028. Damit wäre das kommende Transferfenster im Sommer die letzte größere Gelegenheit für die Münchner, noch eine entsprechende Ablösesumme für den Innenverteidiger zu erzielen.
Ito konnte sich bei Bayern nie dauerhaft etablieren
Der FC Bayern hatte Ito im Sommer 2024 vom VfB Stuttgart verpflichtet und dafür dessen Ausstiegsklausel in Höhe von 23,5 Millionen Euro aktiviert. Der damals durchaus überraschende Transfer entwickelte sich für die Münchner bislang jedoch nicht wie erhofft.
Vor allem zahlreiche Verletzungsprobleme warfen Ito immer wieder zurück und verhinderten, dass sich der flexibel einsetzbare Verteidiger dauerhaft in der Mannschaft etablieren konnte.

Nach mehr als zwei Jahren in München deutet sich deshalb offenbar eine vorzeitige Trennung an. Laut kicker soll der 27-Jährige im Winter verkauft werden, sofern ein entsprechendes Angebot eingeht.
Für Bayern dürfte dabei auch die Frage eine Rolle spielen, welche Ablösesumme sich noch erzielen lässt. Klar ist: Die ursprünglich investierten 23,5 Millionen Euro wieder einzunehmen, dürfte angesichts von Itos bisheriger Zeit in München keine Selbstverständlichkeit sein. Der aktuelle Marktwert wird nur noch auf 18 Millionen Euro taxiert.
Auch Boey soll Bayern verlassen
Ito ist allerdings nicht der einzige Verteidiger, dessen Zukunft beim Rekordmeister offen ist. Auch Sacha Boey gilt weiterhin als Verkaufskandidat.
Die Münchner hatten den Rechtsverteidiger im Januar 2024 für rund 30 Millionen Euro von Galatasaray verpflichtet. Auch der Franzose konnte sich beim FCB nicht nachhaltig durchsetzen und darf den Verein laut kicker bei einem passenden Angebot verlassen.
Für die Bayern ergibt sich daraus allerdings ein Problem. Sollten Ito und Boey bereits im Winter einen neuen Klub finden, würde der Kader in der Defensive deutlich an Breite verlieren.
Angesichts der hohen Belastung in Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League müssten die Verantwortlichen um Max Eberl und Christoph Freund dann wohl über Ersatz nachdenken. Ob tatsächlich beide Spieler bereits im Januar gehen, dürfte daher nicht nur von passenden Angeboten, sondern auch von möglichen Nachfolgern abhängen.

